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Kündigungsdienst Nr. 1 in Switzerland
Fairment verkauft Produkte rund um Fermente wie Kombucha, Joghurt, Kefir und Darmkulturen. Das Angebot läuft über den eigenen Shop und teils als Abo mit automatischer Verlängerung, wobei laut Bedingungen keine Mindestvertragslaufzeit besteht und jederzeit gekündigt werden kann. Genau das ist für viele in der Schweiz der Knackpunkt, weil ein flexibles Abo zwar praktisch klingt, aber schnell zur Abo-Falle wird, wenn die Kündigung im Konto nicht sofort auffindbar ist.
Als rechtlich relevante Adresse für Rücksendungen und Kündigung auf dem Postweg wird SL-Fulfillment GmbH, c/o Fairment, Blochmattenstraße 4, 79423 Heitersheim, Deutschland genannt. Der Hauptsitz wird in Berlin geführt, konkret Gneisenaustraße 33. Nutzerzahlen oder ein Gründungsjahr werden in den vorliegenden Quellen nicht klar ausgewiesen, deshalb lohnt es sich mehr, auf die tatsächlich wichtigen Punkte zu schauen: Preis, Verlängerung, Widerruf und Support.
Bezahlt wird bei Fairment vor allem für regelmässige Lieferungen, Rabatte im Abo und Zusatzprodukte bei der ersten Bestellung. Beim SuperBiom® Abo sind laut Angebotsdaten 38 Prozent Rabatt, kostenlose Produkte zur ersten Bestellung, eine 90 Tage Geld-zurück-Garantie und eine regelmässige Lieferung enthalten. Es gibt derzeit kein kostenloses Testangebot, das später automatisch in ein kostenpflichtiges Abo kippt.
Daneben gibt es auch mehrmonatige Kuren wie die SuperMikroben 3-Monats-Kur für CHF83.76 und die 6-Monats-Kur für CHF157.08. Diese Angebote sind preislich klarer als viele Gesundheitsabos, aber Versandkosten kommen je nach Gewicht und Zielort in der Schweiz zusätzlich dazu. Genau da schauen viele zu spät hin, obwohl Fairment selbst schreibt, dass die Versandkosten variieren.
Für die Schweiz ist Fairment grundsätzlich online nutzbar, doch der Support wirkt aus hiesiger Sicht nicht besonders lokal. Es gibt keinen Live-Chat, keine veröffentlichte Telefonnummer und keine klar angegebenen Supportzeiten. Zudem wurden als typische Probleme in der Schweiz unklare Kündigungswege, wiederholte Abbuchungen nach der Kündigung und telefonischer Support nur auf Englisch genannt.
Die Preise werden in den vorliegenden Angebotsdaten bereits in CHF ausgewiesen, was für Schweizer Kundinnen und Kunden immerhin transparent ist. Weniger angenehm ist der Mangel an Support in einer Landessprache. Wenn Sie nach dem Kündigen Ruhe wollen, lohnt es sich kaum, nur auf eine einzige Bestätigung zu vertrauen. Gehen Sie lieber von Anfang an auf Nummer sicher und sichern Sie jeden Schritt mit Bildschirmfotos.
Viele Fairment-Mitglieder sind genervt, wenn nach der Kündigung doch noch eine Belastung auftaucht oder wenn unklar bleibt, bis wann das Abo weiterläuft. Darum sollten Sie vor dem Klick auf Kündigen zuerst Ihr aktuelles Paket, das nächste Belastungsdatum und das verwendete Zahlungsmittel festhalten. Machen Sie ein Bildschirmfoto der Kontoansicht und notieren Sie den Betrag, etwa CHF49.90 beim SuperBiom® Abo.
Prüfen Sie ausserdem, wo Sie das Abo abgeschlossen haben. Bei Fairment ist genau das eine häufige Fehlerquelle: direkt im Webkonto, über App Store oder über Google Play. Wer im falschen Kanal kündigt, verliert Zeit und riskiert die nächste automatische Verlängerung.
Wenn Sie direkt bei Fairment abgeschlossen haben, geht der schnellste Weg über das Nutzerkonto. Laut Support können Sie Ihr Abonnement jederzeit im Konto kündigen, indem Sie sich einloggen, zu den Abonnement-Einstellungen gehen und den Kündigungshinweisen folgen: "Du kannst dein Abonnement jederzeit über dein Nutzerkonto kündigen" (support.fairment.de).
Praktisch heisst das: im Konto anmelden, Bereich Konto oder Abo öffnen, dann Abonnement-Einstellungen wählen und bis zur endgültigen Bestätigung durchklicken. Achtung, da wird’s heikel: Bei Anbietern mit unklarer Kündigungsführung erscheint oft noch eine Zwischenseite mit Halteangebot oder Hinweis auf Vorteile. Brechen Sie dort nicht ab, sondern suchen Sie nach der endgültigen Bestätigung für die Beendigung.
Hilfreich ist die offizielle Hilfe von Fairment unter Kündigungshilfe von Fairment. Sobald die Kündigung sichtbar bestätigt ist, speichern Sie das Bildschirmfoto sofort. Wenn keine Bestätigungs-E-Mail kommt, ist das noch kein Beweis, dass alles geklappt hat.
Wenn das Fairment-Abo über iOS abgeschlossen wurde, müssen Sie im App Store kündigen. Der Pfad lautet laut Fairment: App Store öffnen, Profil antippen, Abonnements wählen, das Fairment-Abo suchen und auf Kündigen tippen. Der Zugriff bleibt in der Regel bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums bestehen, sofern Apple nichts anderes anzeigt.
Bei Android läuft es über Google Play. Öffnen Sie Google Play, gehen Sie zu Abonnements, wählen Sie das Fairment-Abo aus und tippen Sie auf Kündigen. Auch hier gilt: eine Löschung der App beendet das Abo nicht. Gerade dieser Irrtum kostet oft einen weiteren Monat.
Viele Nutzerinnen und Nutzer fühlen sich hängen gelassen, wenn keine Telefonnummer auffindbar ist. Bei Fairment ist tatsächlich keine Kundenservice-Nummer veröffentlicht, kein Live-Chat verfügbar und auch keine klar benannte Support-E-Mail angegeben. Fairment verweist stattdessen faktisch auf Hilfeseiten und Kontaktwege über den eigenen Supportbereich.
Wenn Ihr Konto nicht zugänglich ist oder die Kündigung im Profil nicht funktioniert, können Sie zusätzlich schriftlich per Post kündigen. Das ist nicht zwingend nötig, aber manchmal sinnvoll als zweite Spur. Wer keinen klassischen Einschreibebrief verschicken will, kann auch einen digitalen Zustelldienst wie Postclic nutzen, der Versand- und Öffnungsnachweise dokumentiert.
Wichtig ist eine klare Formulierung mit Name, Bestellnummer, Datum und dem Satz, dass Sie das Fairment-Abo auf den nächstmöglichen Termin kündigen. Rechnen Sie beim Postweg mit 5 bis 10 Werktagen. Für die Frist zählt deshalb nicht Ihr Entwurf auf dem Tisch, sondern der rechtzeitige Versand.
Viele sorgen sich, dass sie zu früh den Zugang verlieren oder dass trotz Kündigung noch etwas geliefert wird. Bei Fairment gilt laut Bedingungen die automatische Verlängerung bis zur Kündigung, aber keine Mindestlaufzeit. Das spricht dafür, dass das Abo bis zum Ende der bereits bezahlten Periode weiterläuft und danach stoppt, wenn die Kündigung rechtzeitig erfasst wurde.
Weil Fairment keine minutengenaue Frist pro Modell veröffentlicht, sollten Sie spätestens vor dem nächsten Belastungsdatum kündigen. Wenn Ihre nächste Abbuchung zum Beispiel am 18. des Monats fällig ist, erledigen Sie die Kündigung idealerweise einige Tage vorher und kontrollieren Sie am 18. sowie 19. nochmals Ihr Zahlungsmittel.
Wenn Sie nichts tun, verlängert sich das Abonnement automatisch: "Das Abonnement verlängert sich automatisch, es sei denn, es wird rechtzeitig gekündigt" (shop.fairment.de). Genau deshalb ist eine fehlende Bestätigung problematisch. Ohne Nachweis wird es mühsam, spätere Belastungen zu beanstanden.
Nach der Kündigung bleiben Daten gemäss Datenschutzrichtlinien bestehen, bis Sie deren Löschung verlangen. Wenn Sie also Bestellhistorie, Adressdaten oder Kontoinformationen entfernen möchten, braucht es oft einen zusätzlichen Schritt neben der Abo-Kündigung. Exportfunktionen werden in den vorliegenden Quellen nicht konkret beschrieben.
Viele Fairment-Kundinnen und Kunden ärgern sich besonders dann, wenn nach einer Kündigung keine Rückerstattung erfolgt. Fairment nennt ein 14-tägiges Widerrufsrecht und schreibt, dass bei einem Widerruf der gesamte Betrag einschliesslich Lieferkosten innerhalb von 14 Tagen zurückgezahlt wird, sofern die Waren unbenutzt sind: "Bei einem Widerruf wird dir der gesamte Betrag einschließlich der Lieferkosten innerhalb von 14 Tagen zurückgezahlt" (shop.fairment.de).
Bei Rechnungsfehlern soll der zu viel gezahlte Betrag auf dasselbe Zahlungsmittel zurückgehen. Für normale Kündigungen ohne Widerruf gibt es in den vorliegenden Angaben keinen Hinweis auf anteilige Rückerstattung für ungenutzte Resttage. Wer also mitten im Abrechnungszeitraum kündigt, sollte eher nicht mit einer Teilrückzahlung rechnen.
In der Schweiz gibt es kein allgemeines gesetzliches 14-Tage-Widerrufsrecht für normale Onlinekäufe. Das ist der Unterschied zur EU-Praxis und oft eine böse Überraschung. Ein Widerruf ist hier nur bei bestimmten Vertragsarten gesetzlich vorgesehen, etwa bei Haustürgeschäften nach Art. 40a ff. OR, bei Konsumkreditverträgen oder gewissen Versicherungsverträgen.
Wenn Fairment freiwillig ein 14-tägiges Widerrufsrecht anbietet, können Sie sich auf dieses Angebotsversprechen stützen. Laut den vorliegenden Angaben erlischt das Widerrufsrecht nicht, solange das Produkt versiegelt und nicht geöffnet ist. Für geöffnete oder benutzte Waren sinken die Erfolgschancen klar.
Am schnellsten kommen Sie voran, wenn Sie den Widerruf oder die Rückerstattung schriftlich über den Supportbereich auslösen und alle Belege mitschicken. Nennen Sie Bestellnummer, Kaufdatum, Betrag in CHF, Zahlungsart und den Grund, etwa Rechnungsfehler oder fristgerechter Widerruf innerhalb von 14 Tagen. Wenn Ware betroffen ist, fügen Sie Fotos des ungeöffneten Zustands bei.
Wurde über Kreditkarte bezahlt und trotz Kündigung erneut belastet, können Sie in der Schweiz bei Ihrer Bank eine Beanstandung der Kartentransaktion einreichen. Das geschieht meist innert 30 Tagen nach Erhalt des Kartenabschlusses. Zuständig ist die kartenausgebende Bank, nicht eine staatliche Chargeback-Stelle. Bei Käufen über App Store oder Google Play läuft eine Rückerstattung in der Regel zuerst über die jeweilige Plattform.
Die Abo-Bedingungen von Fairment sind in einem Punkt verbraucherfreundlich und in einem anderen heikel. Positiv ist, dass laut Bedingungen keine Mindestvertragslaufzeit besteht und jederzeit gekündigt werden kann. Heikel ist die automatische Verlängerung, weil sie ohne aktiven Stopp weiterläuft.
Zudem gibt es derzeit kein kostenloses Testangebot. Das reduziert zwar das Risiko einer klassischen Gratis-Test-Abo-Falle, ändert aber nichts daran, dass ein laufendes Abo ohne Kündigung automatisch weitergerechnet wird. Wer den nächsten Termin verpasst, zahlt die nächste Periode.
In den Bedingungen wird als anwendbares Recht das Recht der Bundesrepublik Deutschland genannt. Für Kundinnen und Kunden in der Schweiz ist das relevant, weil Fairment als Anbieter seine Vertragsbasis so formuliert. Im Alltag heisst das vor allem: Lesen Sie die Abo-Bedingungen genau und sichern Sie Beweise, statt sich auf mündliche Zusagen zu verlassen.
Weiter heisst es, Streitigkeiten würden ausserhalb der Gerichte beigelegt, allerdings ohne Verpflichtung zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren. Das hilft in der Praxis nur begrenzt. Wenn nach einer Kündigung weiter abgebucht wird, ist oft der direkte Nachweis gegenüber Bank, Kartenherausgeber oder Zahlungsdienst entscheidender als ein langer Streit über Grundsatzfragen.
Tarif | Preis in CHF | Abrechnungszeitraum | Hauptmerkmale |
|---|---|---|---|
SuperBiom® Abo | CHF49.90 | Monatlich | 38% Rabatt, Gratisprodukte, 90 Tage Garantie |
SuperMikroben 3-Monats-Kur | CHF83.76 | 3 Monate | 3 Packungen, Gratis Präzisiotikum |
SuperMikroben 6-Monats-Kur | CHF157.08 | 6 Monate | 6 Packungen, Stückpreis CHF26.18 |
Der höchste Gesamtpreis in den vorliegenden Daten ist die SuperMikroben 6-Monats-Kur mit CHF157.08. Das günstigste Gesamtpaket ist die 3-Monats-Kur mit CHF83.76, während das SuperBiom® Abo monatlich CHF49.90 kostet und auf Dauer teurer werden kann, wenn es länger läuft als geplant.
Versandkosten sind nicht pauschal eingerechnet, sondern hängen laut Anbieter von Gewicht und Zielort in der Schweiz ab. Versteckte Kündigungsgebühren wurden in den Bedingungen nicht gefunden, und auch für eine vorgezogene Kündigung wird keine zusätzliche Gebühr genannt. Falls Ihnen nach der Kündigung trotzdem etwas Unklares belastet wird, prüfen Sie zuerst, ob es Versand, eine erneute Verlängerung oder ein Rechnungsfehler war.
Viele gehen automatisch von 14 Tagen Widerrufsrecht aus, doch in der Schweiz stimmt das bei normalen Online-Abos gerade nicht. Ein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht gibt es hier nicht. Gesetzliche Widerrufsrechte bestehen nur in besonderen Fällen, etwa bei Haustürgeschäften nach Art. 40a ff. OR, bei Konsumkreditverträgen und bei bestimmten Versicherungen.
Für Fairment heisst das konkret: Wenn Sie online bestellt haben, stützt sich ein Rücktritt meist nicht auf ein allgemeines Schweizer Gesetz, sondern auf die von Fairment selbst angebotene Widerrufsregel. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS weist regelmässig darauf hin, dass man bei grenzüberschreitenden Onlinekäufen die AGB genau lesen sollte.
Wenn Fairment trotz Kündigung weiter abbucht, reklamieren Sie zuerst direkt beim Anbieter mit Belegen. Sichern Sie Kontoansicht, Kündigungsbestätigung, Kartenabrechnung und Bestellnummer. Setzen Sie eine kurze Frist von 7 bis 10 Tagen für die Klärung. Parallel können Sie bei Ihrer Bank eine Beanstandung der Kartentransaktion vorbereiten.
Wenn Sie nicht weiterkommen, helfen in der Schweiz vor allem die SKS für allgemeine Konsumententhemen und das SECO für Informationen zum Konsumentenschutz. Das SECO betreibt keine individuelle Fallvertretung wie eine private Ombudsstelle, liefert aber wichtige Orientierung. Für Kartenthemen ist Ihre Bank die erste Adresse, unter dem Aufsichtsrahmen der FINMA.
Für Fairment-Fälle in der Schweiz sind diese Stellen praktisch: die Stiftung für Konsumentenschutz SKS als erste Orientierung bei Abo-Problemen sowie das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO für allgemeine Hinweise zum Konsumentenschutz. Wenn Ihr Problem eine Kreditkartenbelastung betrifft, wenden Sie sich zusätzlich direkt an den Kartenherausgeber.
Das Bild ist klar eher kritisch: 1 positive und 4 negative Rückmeldungen in den vorliegenden Bewertungen. Meine Einschätzung lautet deshalb deutlich: Die Kündigung von Fairment ist machbar, aber nicht besonders reibungslos. Vor allem unklare Abläufe und spätere Belastungen tauchen wiederholt auf.
Thema | Häufigkeit | Typisches Beispiel |
|---|---|---|
Kündigung kompliziert | Hoch | Langer, unklarer Ablauf |
Abbuchung nach Kündigung | Hoch | Erneute Kontobelastung |
Rückerstattung strittig | Mittel | Kein Geld zurück |
Support hilfreich | Niedrig | Schnelle Reaktion |
Quelle | Bewertung | Hauptthema | Stimmung |
|---|---|---|---|
TrustPilot | 4/5 | Kundenservice | Positiv |
TrustPilot | 1/5 | Kündigung | Negativ |
Ohne Note | Abbuchung | Negativ | |
Forum Name | 1/5 | Rückerstattung | Negativ |
Google Reviews | Ohne Note | Gebühren | Negativ |
Wenn Sie frustriert sind und es einfach schnell beenden wollen, wird genau hier oft geschlampt. Bei Fairment sollten Sie vor dem Kündigen mindestens ein Bildschirmfoto der Abo-Seite, die letzte Abbuchung und die Bestellbestätigung sichern. Ohne diese drei Belege wird eine spätere Reklamation unnötig mühsam.
Nach der Kündigung brauchen Sie den Nachweis, dass der Vorgang wirklich abgeschlossen wurde. Speichern Sie die Bestätigungsseite, eine allfällige E-Mail und machen Sie einen Kalendereintrag für das nächste Belastungsdatum. Gerade bei Berichten über wiederholte Abbuchungen ist das Ihr wichtigster Schutz.
Kontrollieren Sie zudem das Kartenkonto oder PayPal noch mindestens einen weiteren Abrechnungszyklus. Wenn doch wieder CHF49.90 oder ein anderer bekannter Fairment-Betrag erscheint, können Sie mit einem sauberen Dossier sofort reagieren.
Der häufigste Fehler ist die Kündigung am falschen Ort. Wer Fairment über App Store oder Google Play abgeschlossen hat, muss dort kündigen und nicht bloss im Webkonto. Ein typisches Beispiel: Die App wird gelöscht, aber das Abo läuft weiter und der nächste Monat wird erneut belastet.
Ebenso heikel ist das Vertrauen auf eine halbfertige Bestätigung. Wenn Sie nur bis zu einer Zwischenseite klicken und kein klares Ende sehen, ist die Kündigung womöglich nicht durch. Lösung: Immer bis zur finalen Bestätigung durchklicken und sofort ein Bildschirmfoto speichern.
Ein weiterer Klassiker ist die Kündigung am Tag der nächsten Belastung. Bei Fairment ist zwar keine starre Mindestlaufzeit genannt, aber die automatische Verlängerung greift, wenn nicht rechtzeitig gestoppt wird. Wer am Fälligkeitstag erst am Abend reagiert, ist oft zu spät dran.
Viele erwarten ausserdem automatisch eine anteilige Rückerstattung für die Restzeit. Dafür gibt es in den vorliegenden Fairment-Regeln keinen klaren Anspruch. Realistischer ist eine Rückzahlung bei Rechnungsfehlern oder bei einem fristgerechten Widerruf unbenutzter Ware innert 14 Tagen gemäss Anbieterregel.
Bei Fairment wurden unklare Kündigungsmöglichkeiten als Problem genannt. Das bedeutet in der Praxis oft, dass man sich von Zusatzhinweisen, Vorteilsargumenten oder unübersichtlichen Menüs abbremsen lässt. Lösung: konzentriert bleiben und den Prozess erst verlassen, wenn die Beendigung eindeutig dokumentiert ist.
Der letzte Fehler ist fehlende Nachkontrolle. Wenn nach der Kündigung noch einmal abgebucht wird, merken das viele erst Wochen später. Schauen Sie deshalb den nächsten Kartenabschluss aktiv an. In der Schweiz läuft eine Beanstandung meist innert 30 Tagen nach Erhalt des Abschlusses am besten.
Methode | Kündigungsfrist | Gebühr | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|
Webkonto | Vor nächster Abbuchung | Gratis | Einfach |
App Store (iOS) | Vor nächster Abbuchung | Gratis | Mittel |
Google Play (Android) | Vor nächster Abbuchung | Gratis | Mittel |
Eingeschriebener Brief | 5 bis 10 Werktage | Gratis | Höher, guter Nachweis |
Wenn Sie Zugriff auf Ihr Konto haben, ist das Webkonto meist der schnellste Weg. App Store und Google Play passen dann, wenn das Abo genau dort abgeschlossen wurde. Der Postweg ist langsamer, kann aber bei blockiertem Konto oder ausbleibender Reaktion sinnvoll sein.
Entscheidend ist weniger die Methode als der Nachweis. Wählen Sie daher den Kanal, den Sie belegen können. Bei Fairment ist das wichtiger als bei Diensten mit starkem Telefonsupport, weil Telefonnummer und Live-Chat hier gerade nicht offen publiziert sind.
Direkt nach der Kündigung prüfen Sie, ob im Konto ein Enddatum oder ein Hinweis auf die letzte aktive Periode erscheint. Machen Sie ein Bildschirmfoto und setzen Sie einen Kalendereintrag auf den nächsten mutmasslichen Abbuchungstag. Wenn dort nichts mehr erscheint, ist das gut, aber allein noch kein vollständiger Schutz.
Beobachten Sie Bankkonto, Kreditkarte oder PayPal mindestens einen weiteren Zyklus. Taucht trotzdem eine Belastung auf, reklamieren Sie diese sofort beim Anbieter und bei der Bank. In der Schweiz wird das meist als Beanstandung einer Kartentransaktion geführt und sollte innert 30 Tagen nach dem Kartenabschluss eingereicht werden.
Wenn Sie Fairment verlassen möchten, aber ähnliche Produkte suchen, gibt es in der Schweiz mehrere Alternativen. Yopa bietet Bio-Fermente aus natürlichen Zutaten für etwa CHF15 bis CHF30 pro Monat. Gut+Günstig liegt bei CHF10 bis CHF25 pro Monat, und Bio Naturkost bietet ein breiteres Sortiment im Bereich CHF20 bis CHF35 pro Monat.
Wenn Sie zusätzlich schriftlich kündigen oder einen Widerruf mit Rücksendung vorbereiten möchten, verwenden Sie die in den vorliegenden Angaben genannte Adresse:
Schreiben Sie Ihren Namen, Ihre Bestellnummer, das Datum und die klare Erklärung hinein, dass Sie das Fairment-Abo auf den nächstmöglichen Termin beenden. Legen Sie bei Bedarf eine Kopie der Bestellbestätigung bei.
Der Postweg lohnt sich vor allem dann, wenn das Konto nicht erreichbar ist, wenn Sie ungeöffnete Ware im Rahmen des Widerrufs zurücksenden oder wenn Sie einen zusätzlichen Nachweis wollen. Für die schnelle normale Kündigung bleibt das Nutzerkonto meist praktischer. Wer ganz sauber arbeiten will, kombiniert Konto-Kündigung und schriftliche Bestätigung.
So vermeiden Sie das häufigste Problem bei Fairment: am Ende nicht sicher zu wissen, ob die Kündigung wirklich angekommen ist. Genau diese Unsicherheit ist der Punkt, an dem viele unnötig Zeit, Nerven und manchmal auch nochmals Geld verlieren.
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