Kündigungsdienst Nr. 1 in Germany
Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – DWS Investments
Mainzer Landstraße 13
60329 Frankfurt am Main
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes DWS Investments. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
15/01/2026
Erfahren Sie, wie Sie Ihr DWS Investments-Abo kündigen
Über DWS Investments
DWS Investments ist eine der führenden Vermögensverwaltungsgesellschaften in Deutschland und Europa. Als Tochtergesellschaft der Deutschen Bank wurde DWS 2018 an die Börse gebracht und verwaltet heute ein Vermögen von mehreren hundert Milliarden Euro für private und institutionelle Anleger weltweit. Das Unternehmen bietet ein breites Spektrum an Investmentlösungen, darunter Investmentfonds, ETFs, Vermögensverwaltungsmandate und alternative Investments.
Die DWS Group GmbH & Co. KGaA hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main und beschäftigt über 3.500 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern. Mit einer Geschichte, die bis ins Jahr 1956 zurückreicht, verfügt das Unternehmen über jahrzehntelange Expertise in der Vermögensverwaltung. Die Produktpalette umfasst aktiv gemanagte Fonds, passive Anlageprodukte sowie spezialisierte Strategien für unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Multi-Asset-Lösungen.
Für deutsche Anleger ist DWS besonders relevant, da das Unternehmen tiefe Kenntnisse des deutschen Marktes besitzt und regulatorisch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterliegt. Dies gewährleistet ein hohes Maß an Anlegerschutz und Transparenz. Die Investmentprodukte von DWS sind über verschiedene Vertriebskanäle erhältlich, einschließlich Direktinvestments, Bankberater, unabhängige Finanzberater und Online-Plattformen.
Geschäftsmodell und Dienstleistungen
DWS Investments operiert als Asset Manager und verdient hauptsächlich durch Verwaltungsgebühren, die auf das verwaltete Vermögen erhoben werden. Diese Gebühren variieren je nach Produkttyp und Komplexität der Anlagestrategie. Neben der reinen Vermögensverwaltung bietet DWS auch Research, Beratungsdienstleistungen und maßgeschneiderte Portfoliolösungen für institutionelle Kunden an.
Die Produktstruktur umfasst sowohl UCITS-konforme Fonds, die in ganz Europa vertrieben werden können, als auch spezialisierte Mandate für vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren. Besonders im Bereich nachhaltiger Investments hat sich DWS in den letzten Jahren stark positioniert und bietet zahlreiche ESG-konforme Anlageprodukte an.
Regulatorischer Rahmen
Als in Deutschland ansässiger Vermögensverwalter unterliegt DWS strengen regulatorischen Anforderungen. Die BaFin überwacht die Einhaltung von Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und weiteren relevanten Vorschriften. Dies bedeutet für Anleger, dass ihre Investitionen durch umfassende Regelwerke geschützt sind und dass DWS bestimmte Informations- und Dokumentationspflichten erfüllen muss.
Abonnementpläne und Preise
Im Gegensatz zu klassischen Abonnementdiensten funktionieren Investments bei DWS nach einem anderen Modell. Anleger erwerben Anteile an Investmentfonds oder beauftragen DWS mit der Vermögensverwaltung durch ein Mandat. Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen und werden nicht als monatliche Abonnementgebühr, sondern als prozentuale Belastung des investierten Kapitals berechnet.
Kostenstruktur bei Investmentfonds
Bei Investmentfonds fallen in der Regel folgende Gebühren an:
| Kostenart | Typische Höhe | Beschreibung |
|---|---|---|
| Ausgabeaufschlag | 0% - 5% | Einmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen |
| Verwaltungsgebühr | 0,5% - 2% p.a. | Jährliche Gebühr für die Fondsverwaltung |
| Verwahrgebühr | 0,05% - 0,15% p.a. | Gebühr der Depotbank für die Verwahrung |
| Performancegebühr | 0% - 20% | Erfolgsabhängige Gebühr bei bestimmten Fonds |
Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) wird in den wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) transparent ausgewiesen und liegt bei DWS-Fonds typischerweise zwischen 0,5% und 2,5% pro Jahr, abhängig von der Anlageklasse und Managementintensität. ETFs von DWS Xtrackers haben in der Regel deutlich niedrigere Gebühren, oft zwischen 0,05% und 0,5% jährlich.
Vermögensverwaltungsmandate
Für vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren bietet DWS individuelle Vermögensverwaltungsmandate an. Diese erfordern typischerweise Mindestanlagesummen von 250.000 Euro oder mehr. Die Gebührenstruktur wird individuell vereinbart und orientiert sich am verwalteten Vermögen sowie der Komplexität der Anlagestrategie. Üblich sind Verwaltungsgebühren zwischen 0,8% und 1,5% pro Jahr, wobei bei höheren Anlagesummen Degression möglich ist.
Kündigungsbedingungen
Die Beendigung einer Geschäftsbeziehung mit DWS Investments hängt stark von der Art des Produkts oder der Dienstleistung ab. Es ist wichtig, zwischen verschiedenen Szenarien zu unterscheiden, da jeweils unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen und Fristen gelten.
Kündigung von Investmentfonds
Bei offenen Investmentfonds, die den Großteil der DWS-Produkte ausmachen, gibt es im eigentlichen Sinne keine "Kündigung". Stattdessen können Anleger ihre Fondsanteile jederzeit zurückgeben (Rücknahme). Dies erfolgt in der Regel über die depotführende Bank oder direkt bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft. Die Rücknahme erfolgt zum nächsten Bewertungstag nach Eingang des Rücknahmeauftrags.
Einige wichtige Aspekte bei der Fondsrückgabe:
- Bei den meisten DWS-Fonds ist eine tägliche Rückgabe möglich
- Immobilienfonds können Haltefristen von mindestens 24 Monaten und Kündigungsfristen von 12 Monaten haben
- Bei Spezialfonds für institutionelle Anleger gelten individuelle Vereinbarungen
- Geschlossene Fonds haben eigene Regelungen zur Beendigung der Beteiligung
Kündigung von Vermögensverwaltungsmandaten
Vermögensverwaltungsverträge können in der Regel von beiden Seiten mit einer bestimmten Frist gekündigt werden. Die üblichen Kündigungsfristen liegen zwischen einem und drei Monaten zum Quartals- oder Monatsende. Die genauen Bedingungen sind im individuellen Vermögensverwaltungsvertrag festgelegt. Eine ordentliche Kündigung muss schriftlich erfolgen und sollte per Einschreiben mit Rückschein an die offizielle Geschäftsadresse gesendet werden.
Kündigung von Sparplänen
Fondssparpläne bei DWS können in der Regel jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beendet werden. Die Kündigung sollte schriftlich bei der depotführenden Bank oder direkt bei DWS eingereicht werden. Bereits gekaufte Fondsanteile bleiben im Depot und können separat verkauft werden. Es ist wichtig zu beachten, dass die Kündigung eines Sparplans nicht automatisch zum Verkauf der bereits erworbenen Anteile führt.
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Die Kündigung von Finanzdienstleistungen unterliegt in Deutschland verschiedenen gesetzlichen Regelungen. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt allgemeine Vertragsverhältnisse, während das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) spezifische Vorschriften für Investmentfonds enthält. Anleger haben grundsätzlich das Recht, ihre Anlageentscheidungen zu revidieren und Verträge zu beenden, sofern keine besonderen Bindungsfristen vereinbart wurden.
| Produkttyp | Kündigungsfrist | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Offene Investmentfonds | Keine (täglich handelbar) | Rückgabe zum nächsten Bewertungstag |
| Immobilienfonds | 12 Monate | Nach Mindesthaltedauer von 24 Monaten |
| Vermögensverwaltung | 1-3 Monate | Vertraglich vereinbart |
| Sparpläne | Keine | Jederzeit kündbar |
Gründe für eine Kündigung
Anleger entscheiden sich aus verschiedenen Gründen, ihre Beziehung zu DWS zu beenden. Häufige Motive sind Unzufriedenheit mit der Performance der Investments, Änderungen in der persönlichen finanziellen Situation, der Wunsch nach einer anderen Anlagestrategie oder der Wechsel zu einem anderen Anbieter mit günstigeren Konditionen. Auch Umstrukturierungen im Portfolio, die Notwendigkeit liquider Mittel oder veränderte Lebensumstände wie Ruhestand oder größere Anschaffungen können Kündigungsgründe sein.
In einigen Fällen führen auch regulatorische Änderungen, steuerliche Überlegungen oder Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit bestimmter Investments zur Beendigung der Geschäftsbeziehung. Die Entscheidung sollte jedoch immer wohlüberlegt sein und idealerweise nach Beratung mit einem unabhängigen Finanzberater getroffen werden, da steuerliche Konsequenzen und mögliche Verluste berücksichtigt werden müssen.
Wie man DWS Investments per Post kündigt
Die postalische Kündigung ist die rechtlich sicherste Methode, um eine Geschäftsbeziehung mit DWS Investments zu beenden. Trotz der zunehmenden Digitalisierung im Finanzsektor bleibt der Brief per Einschreiben mit Rückschein die empfohlene Vorgehensweise, da er einen rechtsgültigen Nachweis über den Zugang der Kündigungserklärung beim Empfänger liefert.
Warum die postalische Kündigung am zuverlässigsten ist
Die schriftliche Kündigung per Post bietet mehrere entscheidende Vorteile gegenüber anderen Kommunikationswegen. Erstens schafft sie einen unwiderlegbaren Beweis, dass die Kündigung tatsächlich beim Empfänger angekommen ist. Bei einem Einschreiben mit Rückschein erhält der Absender eine unterschriebene Empfangsbestätigung, die im Streitfall als Beweismittel dient. Dies ist besonders wichtig bei Finanzdienstleistungen, wo es um erhebliche Vermögenswerte gehen kann.
Zweitens erfüllt die postalische Kündigung alle formalen Anforderungen deutscher Rechtsprechung. Viele Verträge im Finanzbereich sehen ausdrücklich die Schriftform für Kündigungen vor. Während eine E-Mail oder ein Telefongespräch möglicherweise nicht ausreicht, ist ein unterschriebener Brief rechtlich bindend und entspricht den Formvorschriften des BGB.
Drittens vermeidet die postalische Kündigung technische Probleme, die bei elektronischen Kommunikationswegen auftreten können. E-Mails können in Spam-Filtern hängen bleiben, Online-Formulare können technische Fehler aufweisen, und bei telefonischen Kündigungen fehlt oft die schriftliche Bestätigung. Ein physischer Brief erreicht sein Ziel zuverlässig und dokumentiert den Kündigungswillen eindeutig.
Vorbereitung der Kündigung
Bevor Sie Ihre Kündigung verfassen, sollten Sie folgende Informationen zusammentragen:
- Ihre vollständige Kundennummer oder Vertragsnummer bei DWS
- Ihre Depotnummer, falls vorhanden
- Die genaue Bezeichnung der zu kündigenden Produkte oder Dienstleistungen
- ISIN-Nummern der betroffenen Fonds
- Kopien relevanter Vertragsunterlagen zur Überprüfung von Kündigungsfristen
- Ihre aktuellen Kontaktdaten und Bankverbindung für Rückzahlungen
Prüfen Sie in Ihren Vertragsunterlagen, ob besondere Formvorschriften oder Kündigungsfristen einzuhalten sind. Bei Vermögensverwaltungsmandaten sollten Sie den Vertrag genau studieren, um die korrekte Kündigungsfrist zu berechnen. Beachten Sie, dass die Frist in der Regel ab Zugang der Kündigung beim Empfänger läuft, nicht ab dem Versanddatum.
Inhalt des Kündigungsschreibens
Ein wirksames Kündigungsschreiben sollte folgende Elemente enthalten:
- Ihre vollständigen persönlichen Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum)
- Kundennummer und weitere relevante Identifikationsnummern
- Eindeutige Kündigungserklärung mit dem Begriff "Kündigung"
- Genaue Bezeichnung des zu kündigenden Vertrags oder Produkts
- Gewünschtes Kündigungsdatum oder "zum nächstmöglichen Zeitpunkt"
- Bitte um schriftliche Bestätigung der Kündigung
- Anweisungen für die Abwicklung (z.B. Auszahlung, Übertragung)
- Ihre Bankverbindung für Rückzahlungen
- Datum und handschriftliche Unterschrift
Formulieren Sie klar und unmissverständlich. Vermeiden Sie unnötige Erklärungen oder Begründungen, da diese rechtlich nicht erforderlich sind und möglicherweise zu Missverständnissen führen können. Die Kündigung sollte höflich, aber bestimmt formuliert sein.
Versand des Kündigungsschreibens
Senden Sie Ihr Kündigungsschreiben an die offizielle Geschäftsadresse von DWS:
- DWS Group GmbH & Co. KGaA, Mainzer Landstraße 13, 60329 Frankfurt am Main, Germany
Verwenden Sie unbedingt ein Einschreiben mit Rückschein. Diese Versandart kostet bei der Deutschen Post derzeit etwa 4,85 Euro zusätzlich zum normalen Porto, bietet aber maximale Rechtssicherheit. Der Rückschein dokumentiert das Datum der Zustellung und die Unterschrift des Empfängers. Bewahren Sie diesen Rückschein sowie eine Kopie Ihres Kündigungsschreibens mindestens drei Jahre lang auf.
Alternativ können Sie das Schreiben auch persönlich bei der Geschäftsstelle abgeben und sich den Empfang schriftlich quittieren lassen. Dies ist besonders bei zeitkritischen Kündigungen sinnvoll, wenn die Kündigungsfrist knapp ist.
Digitale Unterstützung durch Postclic
Für diejenigen, die den Prozess vereinfachen möchten, bietet Postclic einen praktischen Service. Die Plattform ermöglicht es, Kündigungsschreiben digital zu erstellen und als echten Brief mit Sendungsverfolgung zu versenden. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der professionellen Formatierung des Schreibens. Postclic übernimmt den Druck, das Kuvertieren und den Versand als Einschreiben, während Sie einen digitalen Nachweis über den gesamten Prozess erhalten.
Dieser Service ist besonders nützlich für Personen, die keine Zeit haben, zur Post zu gehen, oder die sicherstellen möchten, dass alle formalen Anforderungen korrekt erfüllt werden. Die digitale Nachverfolgung bietet zusätzliche Transparenz über den Status der Sendung.
Nach dem Versand
Nachdem Sie Ihre Kündigung versendet haben, sollten Sie innerhalb von zwei bis vier Wochen eine schriftliche Bestätigung von DWS erhalten. Diese Bestätigung sollte das Kündigungsdatum und Details zur Abwicklung enthalten. Wenn Sie keine Bestätigung erhalten, kontaktieren Sie DWS telefonisch oder schriftlich, um den Status Ihrer Kündigung zu erfragen.
Bei der Kündigung von Investmentfonds wird DWS die Rücknahme der Fondsanteile veranlassen. Der Gegenwert wird zum nächsten Bewertungstag berechnet und anschließend auf Ihr angegebenes Konto überwiesen. Beachten Sie, dass dies einige Tage dauern kann. Bei Immobilienfonds kann die Abwicklung aufgrund der gesetzlichen Kündigungsfristen bis zu 12 Monate in Anspruch nehmen.
Steuerliche Aspekte beachten
Die Auflösung von Investments kann steuerliche Konsequenzen haben. Wenn Sie Fondsanteile mit Gewinn verkaufen, fällt in Deutschland die Abgeltungssteuer von 25% plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. DWS oder Ihre depotführende Bank führt diese Steuern automatisch ab, sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt oder dieser bereits ausgeschöpft ist.
Bei Verlusten können diese mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden. Dokumentieren Sie daher alle Transaktionen sorgfältig für Ihre Steuererklärung. In komplexen Fällen empfiehlt sich die Konsultation eines Steuerberaters.
Kundenbewertungen und Tipps
Die Erfahrungen von Kunden mit DWS Investments und insbesondere mit dem Kündigungsprozess variieren erheblich. Eine Analyse verschiedener Bewertungsplattformen und Finanzforen zeigt ein differenziertes Bild.
Positive Erfahrungen
Viele Kunden berichten von einer professionellen und reibungslosen Abwicklung ihrer Kündigungen. Besonders gelobt wird die Zuverlässigkeit bei der Rücknahme von Fondsanteilen, die meist innerhalb der versprochenen Fristen erfolgt. Die schriftlichen Bestätigungen werden in der Regel zeitnah versendet, und die Auszahlungen erfolgen korrekt.
Kunden mit Vermögensverwaltungsmandaten heben häufig hervor, dass ihre persönlichen Betreuer auch bei der Kündigung hilfsbereit waren und den Prozess transparent erläutert haben. Die Abschlussdokumentation wird als vollständig und nachvollziehbar beschrieben, was für die eigene Buchführung und steuerliche Zwecke wichtig ist.
Herausforderungen und Kritikpunkte
Einige Kunden berichten von Verzögerungen bei der Bearbeitung, insbesondere wenn Kündigungen in Zeiten hoher Marktvolatilität eingereicht wurden. In seltenen Fällen kam es zu Missverständnissen bezüglich der Kündigungsfristen, besonders bei Immobilienfonds mit ihren besonderen Regelungen.
Kritisiert wird gelegentlich die Komplexität der Gebührenstrukturen und dass bei der Kündigung noch Verwaltungsgebühren für angefangene Perioden berechnet werden. Einige Kunden empfanden die Kommunikation als zu formal und hätten sich persönlichere Ansprechpartner gewünscht.
Ein wiederkehrendes Thema ist die Notwendigkeit, die Kündigung schriftlich einzureichen. Während dies rechtlich sinnvoll ist, empfinden einige Kunden dies im digitalen Zeitalter als umständlich. Hier zeigt sich der Wert von Services wie Postclic, die den postalischen Prozess digitalisieren.
Praktische Tipps von erfahrenen Anlegern
Basierend auf Erfahrungsberichten haben sich folgende Best Practices herauskristallisiert:
- Kündigen Sie rechtzeitig vor wichtigen Fristen, um Puffer für mögliche Verzögerungen zu haben
- Dokumentieren Sie alle Schritte fotografisch oder durch Kopien
- Fordern Sie explizit eine schriftliche Kündigungsbestätigung an
- Überprüfen Sie Ihr Depot nach der Kündigung regelmäßig auf korrekte Ausführung
- Klären Sie steuerliche Fragen vorab mit einem Berater
- Lesen Sie die Verkaufsprospekte bezüglich Rücknahmebesonderheiten
- Bei Immobilienfonds: Informieren Sie sich über aktuelle Aussetzungen der Rücknahme
- Bewahren Sie alle Unterlagen mindestens bis zur nächsten Steuererklärung auf
Umgang mit Problemen
Sollte es zu Schwierigkeiten bei der Kündigung kommen, gibt es mehrere Eskalationsstufen. Zunächst sollten Sie den Kundenservice von DWS kontaktieren und Ihr Anliegen schriftlich darlegen. Dokumentieren Sie alle Kommunikation mit Datum und Gesprächsinhalt.
Wenn das Problem nicht gelöst werden kann, haben Sie als Verbraucher in Deutschland verschiedene Beschwerdemöglichkeiten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist die zuständige Aufsichtsbehörde und nimmt Beschwerden gegen Finanzdienstleister entgegen. Alternativ können Sie sich an die Schlichtungsstelle beim Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) wenden, die kostenlos bei Streitigkeiten vermittelt.
In schwerwiegenden Fällen steht natürlich auch der Rechtsweg offen. Bevor Sie jedoch einen Anwalt einschalten, sollten Sie alle außergerichtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, da dies kostengünstiger ist.
Alternativen zur vollständigen Kündigung
Bevor Sie eine endgültige Kündigungsentscheidung treffen, sollten Sie Alternativen in Betracht ziehen. Manchmal lässt sich das ursprüngliche Problem auch anders lösen:
- Umschichtung innerhalb der DWS-Produktpalette statt vollständiger Beendigung
- Reduzierung der Sparrate bei Sparplänen statt kompletter Einstellung
- Teilverkauf von Fondsanteilen statt vollständiger Liquidation
- Gespräch mit dem Berater über Anpassung der Anlagestrategie
- Übertragung zu einem anderen Depot ohne Verkauf der Anteile
Diese Optionen können steuerlich vorteilhafter sein und vermeiden möglicherweise Verluste durch ungünstige Verkaufszeitpunkte. Eine fundierte Beratung kann hier helfen, die beste Lösung für Ihre individuelle Situation zu finden.
Langfristige Perspektive
Bei der Entscheidung zur Kündigung sollten Sie auch langfristige Aspekte berücksichtigen. Kurzfristige Marktschwankungen sind normal und sollten nicht zwangsläufig zu überstürzten Entscheidungen führen. Erfolgreiche Anleger zeichnen sich oft durch Geduld und eine langfristige Perspektive aus.
Überprüfen Sie, ob Ihre ursprünglichen Anlageziele noch relevant sind und ob die Performance der DWS-Produkte im Vergleich zu Benchmarks und Wettbewerbern tatsächlich unterdurchschnittlich ist. Manchmal ist die gefühlte Unzufriedenheit größer als die tatsächliche Underperformance.
Bedenken Sie auch die Kosten einer Kündigung: Ausgabeaufschläge bei einem möglichen Neuinvestment anderswo, steuerliche Belastungen durch realisierte Gewinne und der Verlust von Zinseszinseffekten können erheblich sein. Eine objektive Kosten-Nutzen-Analyse ist daher ratsam.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Kündigung von DWS Investments ein strukturierter Prozess ist, der mit der richtigen Vorbereitung und der Wahl des postalischen Weges sicher und rechtsgültig durchgeführt werden kann. Die schriftliche Kündigung per Einschreiben bleibt die empfohlene Methode, um alle rechtlichen Anforderungen zu erfüllen und einen nachweisbaren Beleg zu erhalten. Mit den hier dargestellten Informationen und Tipps sollten Sie in der Lage sein, Ihre Geschäftsbeziehung mit DWS professionell und ohne größere Probleme zu beenden.