Opsigelses tjeneste Nr. 1 i Germany
Kære hr./fru,
Jeg meddeler hermed min beslutning om at opsige kontrakten vedrørende Flatex tjenesten.
Denne meddelelse udgør en fast, klar og utvetydig vilje til at opsige kontrakten med virkning på den først mulige forfaldsdato eller i overensstemmelse med den gældende kontraktlige frist.
Jeg beder dig om at træffe alle nødvendige foranstaltninger for at:
– stoppe al fakturering fra den faktiske opsigelsesdato;
– bekræfte skriftligt den korrekte modtagelse af denne anmodning;
– og, hvis relevant, sende mig det endelige regnskab eller bekræftelsen af saldo.
Denne opsigelse sendes til dig via certificeret e-post. Afsendelsen, tidsstemplingen og integriteten af indholdet er fastslået, hvilket gør det til et bevisbart dokument, der opfylder kravene til elektronisk bevis. Du har derfor alle de nødvendige elementer til at udføre den regelmæssige behandling af denne opsigelse i overensstemmelse med de gældende principper for skriftlig notifikation og kontraktfrihed.
I overensstemmelse med reglerne vedrørende beskyttelse af personoplysninger anmoder jeg også om:
– at slette alle mine data, der ikke er nødvendige for dine juridiske eller regnskabsmæssige forpligtelser;
– at lukke enhver tilknyttet personlig adgang;
– og at bekræfte den faktiske sletning af data i henhold til de gældende rettigheder vedrørende beskyttelse af privatlivets fred.
Jeg opbevarer en fuldstændig kopi af denne meddelelse samt beviset for afsendelse.
So beenden Sie Ihr Flatex-Konto erfolgreich
Über Flatex
Flatex, heute als flatexDEGIRO Bank AG firmierend, ist einer der bekanntesten Online-Broker in Deutschland und richtet sich primär an selbstständige Anleger, die ihre Wertpapiergeschäfte eigenverantwortlich durchführen möchten. Das Unternehmen wurde 1999 gegründet und hat sich seitdem zu einem der größten Online-Broker Europas entwickelt. Mit Sitz in Frankfurt am Main bietet Flatex seinen Kunden den Handel mit Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Zertifikaten und Optionsscheinen an verschiedenen Börsenplätzen weltweit an.
Die flatexDEGIRO Bank AG entstand 2020 durch die Fusion von Flatex und dem niederländischen Broker DEGIRO und betreut mittlerweile über zwei Millionen Kunden in Europa. Das Geschäftsmodell basiert auf einer schlanken Kostenstruktur ohne Filialnetz und einer digitalen Abwicklung aller Transaktionen. Flatex richtet sich dabei an preisbewusste Anleger, die auf persönliche Beratung verzichten können und ihre Anlageentscheidungen selbst treffen möchten.
Als regulierte Bank unterliegt Flatex der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Dies gewährleistet, dass Kundeneinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde gesetzlich geschützt sind. Das Unternehmen verfügt über eine Vollbanklizenz und bietet neben dem Wertpapierhandel auch Verrechnungskonten und weitere Bankdienstleistungen an.
Die Plattform von Flatex zeichnet sich durch eine benutzerfreundliche Oberfläche aus, die sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Trader geeignet ist. Kunden können über verschiedene Handelsplattformen auf ihr Depot zugreifen, darunter die hauseigene WebFiliale sowie professionelle Trading-Software. Trotz der digitalen Ausrichtung ist Flatex auch postalisch unter der offiziellen Geschäftsadresse erreichbar, was insbesondere bei rechtlich relevanten Vorgängen wie Kündigungen von Bedeutung ist.
Abonnementpläne und Preise
Flatex verfolgt ein transparentes Preismodell, das sich von traditionellen Banken deutlich unterscheidet. Im Gegensatz zu klassischen Depotanbietern erhebt Flatex keine Depotführungsgebühren für die ersten Jahre, was das Angebot besonders für Kleinanleger attraktiv macht. Allerdings gibt es bestimmte Kostenstrukturen, die Anleger kennen sollten.
Grundgebühren und Kontoführung
Die Kontoführung bei Flatex gestaltet sich wie folgt: Das Depot selbst ist grundsätzlich kostenlos, jedoch wird für die Verwahrung von Wertpapieren eine sogenannte Verwahrgebühr erhoben. Diese beträgt 0,1 Prozent pro Jahr auf den Kurswert der verwahrten Wertpapiere, mindestens jedoch 5,90 Euro pro Jahr. Diese Gebühr wird quartalsweise abgerechnet und automatisch vom Verrechnungskonto eingezogen.
Das Verrechnungskonto, das zwingend zur Abwicklung der Wertpapiergeschäfte erforderlich ist, unterliegt ebenfalls bestimmten Konditionen. Für Guthaben auf dem Verrechnungskonto werden derzeit keine Zinsen gezahlt, während für negative Salden Sollzinsen anfallen können. Flatex erhebt zudem einen Negativzins auf Guthaben über einem bestimmten Freibetrag, was in Zeiten niedriger Zinsen bei vielen Banken üblich geworden ist.
Transaktionskosten
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| Ordergebühr Deutschland | 5,90 Euro zzgl. Fremdspesen |
| Ordergebühr USA | Ab 5,90 Euro zzgl. Fremdspesen |
| ETF-Sparplan | 0,00 Euro (ausgewählte ETFs) |
| Verwahrgebühr | 0,1% p.a. (mind. 5,90 Euro/Jahr) |
| Negativzins | 0,5% p.a. auf Guthaben über Freibetrag |
Die Ordergebühren bei Flatex gehören zu den günstigsten am deutschen Markt. Unabhängig vom Ordervolumen zahlen Kunden eine Flatrate von 5,90 Euro pro Order an deutschen Börsen. Hinzu kommen lediglich börsenplatzabhängige Fremdspesen. Für den außerbörslichen Handel bietet Flatex verschiedene Partnerschaften mit Emittenten an, bei denen teilweise noch günstigere Konditionen möglich sind.
Zusatzleistungen und Sonderkosten
Neben den regulären Handelskosten können weitere Gebühren anfallen. Dazu gehören beispielsweise Kosten für die Ausübung von Optionsrechten, für Dividendengutschriften ausländischer Aktien oder für die Übertragung von Wertpapieren zu anderen Banken. Auch für bestimmte Serviceleistungen wie die Erstellung von Verlustbescheinigungen oder Depotauszügen in Papierform können Gebühren erhoben werden.
Ein wichtiger Aspekt sind auch die Kosten für Realtimekurse. Während verzögerte Kurse kostenlos verfügbar sind, müssen Kunden für Echtzeitkurse verschiedener Börsenplätze separate Abonnements abschließen, die mit monatlichen Gebühren verbunden sind. Dies ist insbesondere für aktive Trader relevant, die auf aktuelle Kursinformationen angewiesen sind.
Kündigungsbedingungen
Die Kündigung eines Depots bei Flatex unterliegt bestimmten rechtlichen Rahmenbedingungen, die sowohl aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Bank als auch aus dem deutschen Vertragsrecht resultieren. Als Kunde haben Sie grundsätzlich das Recht, Ihre Geschäftsbeziehung mit Flatex jederzeit zu beenden, wobei bestimmte Formalitäten zu beachten sind.
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Nach deutschem Recht können Dauerschuldverhältnisse, zu denen auch Depotverträge gehören, grundsätzlich ordentlich gekündigt werden. Bei Flatex gibt es keine Mindestvertragslaufzeit, was bedeutet, dass Sie als Kunde nicht an eine bestimmte Vertragsdauer gebunden sind. Die Kündigung kann jederzeit erfolgen, ohne dass dafür besondere Gründe angegeben werden müssen.
Allerdings müssen bestimmte Kündigungsfristen eingehalten werden. Laut den AGB von Flatex beträgt die Kündigungsfrist in der Regel einen Monat zum Monatsende. Dies bedeutet, dass Ihre Kündigung wirksam wird, wenn sie spätestens einen Monat vor dem gewünschten Vertragsende bei der Bank eingeht. Bei einer Kündigung, die beispielsweise am 15. März eingeht, würde das Depot somit zum 30. April geschlossen werden.
Voraussetzungen für eine wirksame Kündigung
Damit Ihre Kündigung rechtswirksam wird, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst muss das Depot vollständig aufgelöst sein, das heißt, es dürfen keine Wertpapiere mehr im Depot verwahrt werden. Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder verkaufen Sie alle Wertpapiere vor der Kündigung, oder Sie übertragen diese auf ein Depot bei einer anderen Bank. Ein Depotübertrag kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen und sollte daher rechtzeitig vor der geplanten Kündigung eingeleitet werden.
Darüber hinaus muss das Verrechnungskonto ausgeglichen sein. Offene Forderungen müssen beglichen werden, und eventuelle Guthaben werden auf ein von Ihnen angegebenes Referenzkonto überwiesen. Es ist wichtig, dass Sie in Ihrem Kündigungsschreiben ein Referenzkonto angeben, auf das das Restguthaben überwiesen werden soll. Dieses Konto muss auf Ihren Namen lauten und sollte idealerweise bereits als Referenzkonto bei Flatex hinterlegt sein.
Fristen und Termine
| Kündigungsart | Frist | Wirksamkeit |
|---|---|---|
| Ordentliche Kündigung | 1 Monat zum Monatsende | Zum übernächsten Monatsende |
| Außerordentliche Kündigung | Fristlos bei wichtigem Grund | Sofort nach Zugang |
| Depotübertrag | 2-4 Wochen Bearbeitungszeit | Nach vollständiger Übertragung |
Besondere Kündigungsgründe
In bestimmten Fällen ist auch eine außerordentliche Kündigung ohne Einhaltung der regulären Kündigungsfrist möglich. Dies setzt jedoch einen wichtigen Grund voraus, der die Fortsetzung der Geschäftsbeziehung unzumutbar macht. Solche Gründe können beispielsweise erhebliche Vertragsverletzungen seitens der Bank sein, wie wiederholte fehlerhafte Abrechnungen oder schwerwiegende Datenschutzverletzungen.
Auch Flatex selbst hat das Recht zur außerordentlichen Kündigung, etwa wenn der Kunde gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt oder die Geschäftsbeziehung aus anderen wichtigen Gründen nicht fortgesetzt werden kann. In der Praxis kommt dies jedoch selten vor und ist an strenge rechtliche Voraussetzungen gebunden.
Kosten bei der Kündigung
Grundsätzlich erhebt Flatex keine Kündigungsgebühr für die Auflösung des Depots. Allerdings können indirekte Kosten entstehen, etwa durch den Verkauf von Wertpapieren vor der Kündigung oder durch einen Depotübertrag. Während gesetzlich geregelt ist, dass Depotüberträge innerhalb Deutschlands kostenlos sein müssen, können bei der Übertragung ausländischer Wertpapiere dennoch Gebühren anfallen.
Zudem ist zu beachten, dass bis zum tatsächlichen Wirksamwerden der Kündigung weiterhin Gebühren anfallen können, insbesondere die quartalsweise abgerechnete Verwahrgebühr. Es empfiehlt sich daher, die Kündigung zeitlich so zu planen, dass möglichst keine unnötigen Kosten entstehen.
Wie man Flatex per Post kündigt
Die postalische Kündigung ist der rechtssicherste Weg, um Ihre Geschäftsbeziehung mit Flatex zu beenden. Im Gegensatz zu elektronischen Kündigungswegen bietet der Postweg den Vorteil eines eindeutigen Nachweises über den Zugang Ihrer Kündigung bei der Bank. Dies ist besonders wichtig, da die Kündigungsfrist erst ab dem Zeitpunkt des Zugangs bei Flatex zu laufen beginnt.
Warum der Postweg am zuverlässigsten ist
Der postalische Versand per Einschreiben mit Rückschein ist die empfohlene Methode für rechtlich relevante Erklärungen wie Kündigungen. Der entscheidende Vorteil liegt in der Beweisbarkeit: Mit dem Rückschein erhalten Sie einen offiziellen Nachweis darüber, wann Ihr Kündigungsschreiben bei Flatex eingegangen ist. Dies ist im Streitfall von großer Bedeutung, da Sie damit belegen können, dass Sie die Kündigungsfrist eingehalten haben.
Elektronische Kündigungswege mögen zwar bequemer erscheinen, bieten jedoch nicht dieselbe Rechtssicherheit. E-Mails können verloren gehen, im Spam-Ordner landen oder technische Probleme können die Zustellung verhindern. Zudem ist bei E-Mails der genaue Zeitpunkt des Zugangs oft schwer nachzuweisen. Auch Online-Formulare können technische Fehler aufweisen oder nicht ordnungsgemäß verarbeitet werden.
Telefonische Kündigungen sind rechtlich grundsätzlich möglich, werden jedoch von Banken in der Regel nicht akzeptiert oder zumindest eine schriftliche Bestätigung verlangt. Der telefonische Weg bietet zudem keinerlei Beweismöglichkeit und ist daher für wichtige Vertragserklärungen ungeeignet. Aus diesen Gründen ist der klassische Postweg nach wie vor die sicherste Methode für eine Kündigung.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur postalischen Kündigung
Vorbereitung der Kündigung
Bevor Sie Ihr Kündigungsschreiben verfassen, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Prüfen Sie zunächst den aktuellen Stand Ihres Depots und stellen Sie sicher, dass alle Wertpapiere entweder verkauft oder auf ein anderes Depot übertragen wurden. Kontrollieren Sie auch den Saldo Ihres Verrechnungskontos und gleichen Sie eventuelle Negativsalden aus. Halten Sie Ihre Depotnummer sowie Ihre Kundennummer bereit, da diese Angaben im Kündigungsschreiben enthalten sein sollten.
Legen Sie ein Referenzkonto fest, auf das Flatex Ihr eventuelles Restguthaben überweisen soll. Dieses sollte bereits als Referenzkonto bei Flatex hinterlegt sein, um Verzögerungen zu vermeiden. Falls dies nicht der Fall ist, fügen Sie Ihrem Kündigungsschreiben einen Nachweis über Ihre Kontoinhaberschaft bei, etwa in Form einer Kopie eines Kontoauszugs.
Inhalt des Kündigungsschreibens
Ein wirksames Kündigungsschreiben sollte bestimmte Mindestangaben enthalten. Dazu gehören Ihre vollständigen persönlichen Daten mit Name, Adresse und Geburtsdatum sowie Ihre Kunden- und Depotnummer bei Flatex. Formulieren Sie Ihre Kündigungsabsicht eindeutig und unmissverständlich. Es genügt ein einfacher Satz wie "Hiermit kündige ich mein Depot bei der flatexDEGIRO Bank AG fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt."
Geben Sie das Referenzkonto an, auf das Ihr Restguthaben überwiesen werden soll, inklusive IBAN und BIC. Bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung sowie um eine Abschlussabrechnung. Datieren Sie das Schreiben und versehen Sie es mit Ihrer handschriftlichen Unterschrift. Eine digitale Unterschrift oder ein Ausdruck ohne Unterschrift ist nicht ausreichend, da Kündigungen der Schriftform bedürfen.
Versand des Kündigungsschreibens
Versenden Sie Ihr Kündigungsschreiben als Einschreiben mit Rückschein an die offizielle Geschäftsadresse von Flatex:
- flatexDEGIRO Bank AG, Senderstraße 12, 60311 Frankfurt am Main
Das Einschreiben mit Rückschein kostet zwar etwas mehr als ein normaler Brief, bietet Ihnen jedoch die notwendige Rechtssicherheit. Sie erhalten eine Sendungsnummer, mit der Sie den Versand online verfolgen können, sowie später den unterschriebenen Rückschein als Zustellnachweis. Bewahren Sie sowohl die Quittung der Post als auch den Rückschein sorgfältig auf, idealerweise zusammen mit einer Kopie Ihres Kündigungsschreibens.
Alternative: Digitaler Versand mit Postclic
Für diejenigen, die den Weg zur Post scheuen, aber dennoch die Vorteile eines rechtssicheren Postversands nutzen möchten, bietet sich ein digitaler Service wie Postclic an. Über solche Plattformen können Sie Ihr Kündigungsschreiben online erstellen und digital unterschreiben. Der Service übernimmt dann den professionellen Druck, die Kuvertierung und den Versand als Einschreiben.
Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der digitalen Nachverfolgbarkeit. Sie erhalten einen digitalen Versandnachweis und können den Status Ihrer Sendung jederzeit online einsehen. Zudem wird sichergestellt, dass Ihr Schreiben professionell formatiert ist und alle notwendigen Angaben enthält. Die Kosten für solche Services sind überschaubar und liegen meist nur geringfügig über den reinen Portokosten eines Einschreibens.
Nach dem Versand
Nachdem Sie Ihr Kündigungsschreiben abgeschickt haben, sollten Sie den Eingang bei Flatex überwachen. Mit der Sendungsverfolgung der Post können Sie nachvollziehen, wann Ihr Brief zugestellt wurde. Flatex ist verpflichtet, Ihnen den Erhalt der Kündigung zu bestätigen und Ihnen eine Abschlussabrechnung zuzusenden. Diese sollte innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Zugang Ihrer Kündigung bei Ihnen eintreffen.
Prüfen Sie die Abschlussabrechnung sorgfältig auf Richtigkeit. Sie sollte alle bis zum Kündigungszeitpunkt angefallenen Gebühren sowie die Überweisung Ihres Restguthabens dokumentieren. Falls Sie innerhalb von vier Wochen keine Bestätigung erhalten, sollten Sie sich telefonisch oder schriftlich bei Flatex erkundigen. In diesem Fall ist Ihr Einschreiben-Rückschein der Beweis dafür, dass Ihre Kündigung rechtzeitig zugegangen ist.
Kundenbewertungen und Tipps
Häufige Kündigungsgründe
Die Gründe, warum Kunden ihr Depot bei Flatex kündigen, sind vielfältig. Ein häufig genannter Aspekt ist die Einführung der Verwahrgebühr, die bei Anlegern mit größeren Depotvolumina zu erheblichen jährlichen Kosten führen kann. Während Flatex lange Zeit mit komplett kostenloser Depotführung warb, stellt die Verwahrgebühr für viele Kunden eine wesentliche Kostenbelastung dar, insbesondere bei langfristigen Buy-and-Hold-Strategien.
Ein weiterer Grund sind die Negativzinsen auf Guthaben des Verrechnungskontos. Anleger, die größere Summen für geplante Investitionen vorhalten möchten, werden durch diese Gebühren faktisch bestraft. Dies führt dazu, dass viele Kunden zu Brokern wechseln, die höhere Freibeträge gewähren oder ganz auf Negativzinsen verzichten.
Auch der Kundenservice wird gelegentlich als Kündigungsgrund genannt. Als reiner Online-Broker verfügt Flatex über kein Filialnetz, und der Kundenservice ist hauptsächlich telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Einige Kunden berichten von langen Wartezeiten in der Telefonhotline oder verzögerten Antworten auf E-Mail-Anfragen. Für Anleger, die Wert auf persönlichen Kontakt und schnelle Problemlösungen legen, kann dies ein entscheidender Faktor sein.
Erfahrungen mit dem Kündigungsprozess
Die Erfahrungen von Kunden mit dem Kündigungsprozess bei Flatex sind überwiegend positiv. Die meisten berichten, dass die Kündigung unkompliziert abläuft, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind. Besonders wichtig ist, dass das Depot tatsächlich leer ist und keine offenen Positionen mehr bestehen. Kunden, die diesen Punkt beachtet haben, berichten von einer zügigen Bearbeitung innerhalb der angegebenen Fristen.
Probleme treten hingegen auf, wenn noch Wertpapiere im Depot liegen oder der Depotübertrag zu einer anderen Bank noch nicht abgeschlossen ist. In solchen Fällen kann Flatex die Kündigung nicht sofort umsetzen, was zu Verzögerungen führt. Es ist daher ratsam, den Depotübertrag rechtzeitig zu initiieren und erst nach dessen vollständiger Abwicklung die Kündigung auszusprechen.
Praktische Tipps für eine reibungslose Kündigung
Timing beachten
Planen Sie Ihre Kündigung zeitlich sorgfältig. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die Kündigungsfrist von einem Monat, sondern auch die Zeit, die für einen eventuellen Depotübertrag benötigt wird. Ein vollständiger Depotübertrag kann je nach Umfang und beteiligten Banken zwischen zwei und sechs Wochen dauern. Rechnen Sie daher mit insgesamt zwei bis drei Monaten vom Beginn des Übertragsprozesses bis zur endgültigen Auflösung des Depots.
Beachten Sie auch die quartalsweise Abrechnung der Verwahrgebühr. Wenn Sie Ihre Kündigung so timen, dass sie zum Ende eines Quartals wirksam wird, können Sie unter Umständen Gebühren sparen. Allerdings sollte dies nicht das ausschlaggebende Kriterium sein, wenn Sie aus anderen Gründen schnell wechseln möchten.
Dokumentation führen
Dokumentieren Sie jeden Schritt des Kündigungsprozesses sorgfältig. Fertigen Sie Kopien aller Schreiben an, die Sie an Flatex senden, und bewahren Sie alle Bestätigungen und Nachweise auf. Dies gilt insbesondere für den Einschreiben-Rückschein, der als Beweis für den Zugang Ihrer Kündigung dient. Auch E-Mails und Notizen von Telefonaten mit dem Kundenservice sollten Sie aufbewahren.
Diese Dokumentation kann im Streitfall von unschätzbarem Wert sein. Falls es zu Unstimmigkeiten bezüglich der Kündigungsfrist oder der Abrechnung kommt, haben Sie damit alle notwendigen Unterlagen zur Hand. Auch für Ihre Steuererklärung können die Abschlussabrechnungen wichtig sein, da sie Aufschluss über realisierte Gewinne und Verluste geben.
Steuerliche Aspekte beachten
Bevor Sie Ihr Depot bei Flatex auflösen, sollten Sie die steuerlichen Konsequenzen bedenken. Wenn Sie Wertpapiere mit Gewinn verkaufen, fällt Abgeltungsteuer an, die automatisch von Flatex an das Finanzamt abgeführt wird. Prüfen Sie, ob Sie Ihren Freistellungsauftrag optimal ausgenutzt haben und ob es gegebenenfalls sinnvoller wäre, Verkäufe auf mehrere Jahre zu verteilen.
Bei einem Depotübertrag werden die Wertpapiere mit ihren ursprünglichen Anschaffungsdaten an die neue Bank übermittelt. Dies ist steuerlich neutral, da keine Veräußerung stattfindet. Allerdings sollten Sie sicherstellen, dass alle Daten korrekt übertragen werden, um spätere Probleme bei der Steuerberechnung zu vermeiden. Fordern Sie nach Abschluss des Übertrags eine Bestätigung der neuen Bank an, dass alle Anschaffungsdaten korrekt übernommen wurden.
Alternative Broker recherchieren
Bevor Sie Ihr Depot bei Flatex kündigen, sollten Sie sich über alternative Anbieter informieren. Der deutsche Markt bietet eine Vielzahl von Online-Brokern mit unterschiedlichen Kostenstrukturen und Leistungsangeboten. Vergleichen Sie nicht nur die Ordergebühren, sondern auch Aspekte wie Depotführungskosten, Negativzinsen, Produktauswahl und Kundenservice.
Achten Sie dabei auch auf versteckte Kosten wie Gebühren für Dividendengutschriften, Kosten für Realtimekurse oder Inaktivitätsgebühren. Was auf den ersten Blick günstig erscheint, kann sich bei genauerer Betrachtung als teurer herausstellen als Flatex. Lesen Sie Erfahrungsberichte anderer Kunden und prüfen Sie, ob der neue Broker zu Ihrem Anlageverhalten passt.
Häufige Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler bei der Kündigung ist die Annahme, dass eine E-Mail oder ein Anruf ausreichen würde. Wie bereits erläutert, ist für eine rechtswirksame Kündigung die Schriftform erforderlich, was bedeutet, dass Sie ein unterschriebenes Schreiben per Post senden müssen. Verlassen Sie sich nicht auf mündliche Zusagen oder elektronische Bestätigungen, sondern bestehen Sie auf der ordnungsgemäßen schriftlichen Abwicklung.
Ein weiterer Fehler ist es, die Kündigung auszusprechen, bevor das Depot vollständig geleert ist. Dies führt unweigerlich zu Verzögerungen, da Flatex das Depot erst schließen kann, wenn keine Wertpapiere mehr verwahrt werden. Stellen Sie daher sicher, dass alle Übertragungen abgeschlossen sind, bevor Sie Ihre Kündigung versenden.
Manche Kunden vergessen auch, ein Referenzkonto für die Überweisung des Restguthabens anzugeben. Dies kann dazu führen, dass Flatex nachfragen muss, was den Prozess verzögert. Geben Sie daher in Ihrem Kündigungsschreiben immer vollständige Kontodaten an, auch wenn diese bereits bei Flatex hinterlegt sind.
Abschließende Empfehlungen
Die Kündigung eines Depots bei Flatex ist grundsätzlich unkompliziert, erfordert jedoch sorgfältige Planung und die Einhaltung bestimmter Formalitäten. Der postalische Weg per Einschreiben bietet die größte Rechtssicherheit und sollte daher bevorzugt werden. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Vorbereitung, klären Sie alle offenen Fragen mit dem Kundenservice und dokumentieren Sie jeden Schritt des Prozesses.
Bedenken Sie, dass die Kündigung eines Depots auch immer eine Gelegenheit ist, Ihre Anlagestrategie zu überdenken. Vielleicht bietet ein Wechsel zu einem anderen Broker nicht nur Kostenvorteile, sondern auch Zugang zu neuen Produkten oder besseren Handelsplattformen. Nutzen Sie die Zeit bis zur endgültigen Auflösung des Depots, um sich umfassend zu informieren und eine fundierte Entscheidung für Ihre finanzielle Zukunft zu treffen.
Sollten während des Kündigungsprozesses Probleme auftreten oder sollte Flatex die Kündigung nicht fristgerecht umsetzen, scheuen Sie sich nicht, rechtlichen Rat einzuholen. Als Kunde haben Sie klare Rechte, die Sie notfalls auch durchsetzen können. In den meisten Fällen verläuft die Kündigung jedoch problemlos, sofern Sie die hier beschriebenen Hinweise beachten und den empfohlenen Postweg nutzen.