Kündigungsdienst Nr. 1 in Germany
Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – Raiffeisenbank
Raiffeisenstraße 10
10178 Berlin
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes Raiffeisenbank. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
14/01/2026
Kündigung Ihrer Raiffeisenbank-Mitgliedschaft: So geht's
Über Raiffeisenbank
Die Raiffeisenbank ist Teil eines der größten genossenschaftlichen Banknetzwerke in Deutschland und Europa. Das Netzwerk umfasst über 700 eigenständige Volksbanken und Raiffeisenbanken, die gemeinsam mehr als 18 Millionen Mitglieder betreuen. Der Name geht auf Friedrich Wilhelm Raiffeisen zurück, der im 19. Jahrhundert das genossenschaftliche Bankwesen begründete. Der Deutscher Raiffeisenverband e.V. mit Sitz in der Raiffeisenstraße 10 in Berlin fungiert als Dachorganisation und vertritt die Interessen der ländlichen Genossenschaften.
Jede Raiffeisenbank ist rechtlich selbstständig und wird von ihren Mitgliedern demokratisch kontrolliert. Das Genossenschaftsprinzip "Was einer nicht schafft, das schaffen viele" prägt die Geschäftsphilosophie. Die Banken bieten ein umfassendes Spektrum an Finanzdienstleistungen: von klassischen Girokonten über Sparprodukte, Kredite und Baufinanzierungen bis hin zu Versicherungen und Vermögensberatung. Besonders in ländlichen Regionen sind Raiffeisenbanken oft die wichtigste Anlaufstelle für Bankgeschäfte.
Die lokale Verankerung ist ein Kernmerkmal der Raiffeisenbanken. Entscheidungen werden vor Ort getroffen, und die erwirtschafteten Erträge bleiben in der Region. Kunden sind gleichzeitig Mitglieder und können durch Genossenschaftsanteile am Erfolg der Bank partizipieren. Diese Struktur hat sich über Jahrzehnte bewährt und macht die Raiffeisenbanken zu stabilen Partnern im deutschen Bankensektor.
Geschäftsmodell und Mitgliedschaft
Das besondere an Raiffeisenbanken ist das genossenschaftliche Geschäftsmodell. Wer ein Konto eröffnet, wird in der Regel Mitglied der Genossenschaft und erwirbt Geschäftsanteile. Diese Anteile sind mit einer einmaligen Einlage verbunden, die je nach Bank zwischen 50 und 500 Euro liegt. Als Mitglied haben Sie Stimmrecht in der Generalversammlung und können die Geschäftspolitik mitgestalten. Zudem erhalten Mitglieder häufig eine jährliche Dividende auf ihre Anteile.
Die Mitgliedschaft endet nicht automatisch mit der Kündigung des Kontos. Genossenschaftsanteile müssen separat gekündigt werden, wobei gesetzliche Fristen zu beachten sind. Diese Trennung zwischen Bankgeschäft und Mitgliedschaft ist vielen Kunden nicht bewusst und führt gelegentlich zu Missverständnissen bei der Vertragsbeendigung.
Regionale Unterschiede und Zuständigkeiten
Ein wichtiger Aspekt bei der Kündigung ist die rechtliche Selbstständigkeit jeder einzelnen Raiffeisenbank. Ihre Bankverbindung besteht nicht mit dem Deutschen Raiffeisenverband, sondern mit Ihrer lokalen Bank vor Ort. Jede Bank hat eigene Geschäftsbedingungen, eigene Kontomodelle und eigene Kündigungsadressen. Die Kontaktdaten und die genaue Postadresse für Kündigungen finden Sie auf Ihren Kontoauszügen, im Online-Banking oder auf der Website Ihrer lokalen Raiffeisenbank.
Abonnementpläne und Preise
Raiffeisenbanken bieten verschiedene Kontomodelle an, die sich in Leistungsumfang und Kosten unterscheiden. Die genauen Konditionen variieren zwischen den einzelnen Banken erheblich, da jede Bank ihre Preise selbst festlegt. Dennoch lassen sich einige typische Kategorien identifizieren.
Typische Kontomodelle im Überblick
| Kontomodell | Monatlicher Preis | Zielgruppe | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Basiskonto | 0-5 Euro | Alle Bürger | Gesetzlicher Anspruch, Grundfunktionen |
| Jugendkonto | Kostenlos | Minderjährige, Azubis, Studenten | Oft bis 27 Jahre kostenfrei |
| Girokonto Standard | 3-8 Euro | Privatkunden | Online-Banking, Karten, Überweisungen |
| Premiumkonto | 10-20 Euro | Anspruchsvolle Kunden | Zusatzleistungen, Versicherungen, Reiseservice |
| Geschäftskonto | 15-30 Euro | Selbstständige, Unternehmen | Höhere Transaktionslimits |
Zusätzliche Gebühren und Kosten
Neben der monatlichen Kontoführungsgebühr fallen bei vielen Raiffeisenbanken weitere Kosten an. Bargeldabhebungen an fremden Automaten können zwischen 2 und 5 Euro kosten. Überweisungen in Papierform am Schalter werden oft mit 1 bis 3 Euro berechnet. Kreditkarten kosten je nach Typ zwischen 20 und 100 Euro jährlich. Dispokredite werden mit Zinssätzen zwischen 8 und 12 Prozent verzinst. Diese Zusatzkosten summieren sich über das Jahr und sind ein häufiger Grund für Kontowechsel.
Einige Raiffeisenbanken bieten kostenlose Kontoführung bei regelmäßigem Geldeingang an. Die Mindestbeträge liegen typischerweise zwischen 700 und 1.200 Euro monatlich. Wer diese Bedingung nicht erfüllt, zahlt die reguläre Gebühr. Auch die Anzahl kostenloser Transaktionen ist manchmal begrenzt, danach werden Einzelgebühren fällig.
Genossenschaftsanteile und Dividenden
Die Pflichtanteile an der Genossenschaft sind eine Besonderheit des Raiffeisen-Systems. Bei Kontoeröffnung müssen meist ein bis fünf Anteile erworben werden. Ein Anteil kostet zwischen 50 und 150 Euro, abhängig von der jeweiligen Bank. Diese Einlage wird bei Beendigung der Mitgliedschaft zurückgezahlt, allerdings erst nach Ablauf einer Kündigungsfrist. Die Dividende auf die Anteile liegt meist zwischen 2 und 4 Prozent jährlich und wird dem Konto gutgeschrieben.
Kündigungsbedingungen
Die Kündigung eines Bankkontos bei einer Raiffeisenbank unterliegt sowohl gesetzlichen Regelungen als auch den individuellen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Bank. Es ist wichtig, beide Ebenen zu verstehen, um die Vertragsbeendigung korrekt durchzuführen.
Gesetzliche Grundlagen in Deutschland
Nach deutschem Recht können Girokonten jederzeit und ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Diese Regelung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert und gilt für alle Banken in Deutschland. Die Bank darf für die ordentliche Kündigung keine Gebühren verlangen. Diese Verbraucherschutzregelung gibt Kunden die Freiheit, ihre Bankverbindung flexibel zu wechseln.
Allerdings müssen bestehende Verpflichtungen erfüllt sein, bevor das Konto geschlossen werden kann. Ein negativer Kontostand muss ausgeglichen werden. Laufende Lastschriften und Daueraufträge sollten rechtzeitig gekündigt oder umgeleitet werden. Auch offene Kreditkartenabrechnungen müssen beglichen sein. Die Bank ist berechtigt, die Kontoschließung zu verzögern, bis alle Verbindlichkeiten erfüllt sind.
Kündigungsfristen bei Raiffeisenbanken
| Vertragsart | Kündigungsfrist | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Girokonto | Sofort möglich | Keine Frist erforderlich |
| Genossenschaftsanteile | Zum Jahresende, 3 Monate vorher | Kündigung bis 30. September für Ende Dezember |
| Sparvertrag mit Festlaufzeit | Nach Vertragsende | Vorzeitige Kündigung mit Zinsabschlag |
| Kreditkarte | 6 Wochen zum Monatsende | Variiert nach Kartentyp |
| Depot | Sofort möglich | Wertpapiere müssen übertragen oder verkauft werden |
Besonderheiten bei der Mitgliedschaft
Die Kündigung der Genossenschaftsmitgliedschaft folgt eigenen Regeln, die im Genossenschaftsgesetz festgelegt sind. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel drei Monate zum Ende des Geschäftsjahres. Da das Geschäftsjahr meist dem Kalenderjahr entspricht, muss die Kündigung spätestens am 30. September eingehen, um zum 31. Dezember wirksam zu werden. Versäumen Sie diese Frist, verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch um ein weiteres Jahr.
Nach Beendigung der Mitgliedschaft werden die Genossenschaftsanteile zurückgezahlt. Dies kann jedoch einige Wochen oder Monate dauern. Die Bank prüft zunächst, ob offene Forderungen bestehen, und verrechnet diese gegebenenfalls mit dem Guthaben aus den Anteilen. Die Dividende für das laufende Jahr wird anteilig ausgezahlt.
Gründe für eine Kündigung
Kunden kündigen ihre Raiffeisenbank-Konten aus verschiedenen Gründen. Häufig sind es die Gebühren, die im Vergleich zu Direktbanken als zu hoch empfunden werden. Auch der Wunsch nach besseren digitalen Services treibt viele Kunden zu moderneren Anbietern. Manche Kunden ziehen um und möchten zu einer Bank in ihrer neuen Heimat wechseln. Andere sind unzufrieden mit dem Service oder haben negative Erfahrungen bei Kreditanfragen gemacht.
Auch Veränderungen in der Lebensssituation spielen eine Rolle. Nach dem Studium möchten viele das kostenlose Jugendkonto nicht in ein kostenpflichtiges Erwachsenenkonto umwandeln. Selbstständige benötigen spezialisierte Geschäftskonten. Paare führen nach der Heirat oft gemeinsame Konten bei nur einer Bank. Diese persönlichen Umstände machen einen Bankwechsel sinnvoll oder notwendig.
Wie man Raiffeisenbank per Post kündigt
Die postalische Kündigung ist die rechtssicherste Methode, um ein Bankkonto bei einer Raiffeisenbank zu beenden. Im Gegensatz zu mündlichen Vereinbarungen oder E-Mails bietet der Postweg einen nachweisbaren Zugang Ihrer Kündigungserklärung. Dies ist besonders wichtig bei Streitigkeiten über den Kündigungszeitpunkt oder bei der Rückforderung von Gebühren.
Warum postalische Kündigung am sichersten ist
Deutsche Gerichte erkennen die schriftliche Kündigung per Post als Standard an. Ein per Einschreiben mit Rückschein versendetes Kündigungsschreiben liefert einen rechtsgültigen Beweis, dass Ihre Kündigung die Bank erreicht hat. Das Rückschreiben dokumentiert das Datum des Zugangs, was für die Berechnung von Fristen entscheidend sein kann. Bei späteren Unstimmigkeiten über Gebührenabbuchungen oder die Wirksamkeit der Kündigung haben Sie damit ein starkes Beweismittel in der Hand.
Viele Raiffeisenbanken akzeptieren zwar auch Kündigungen per E-Mail oder über das Online-Banking, doch die rechtliche Situation ist hier weniger eindeutig. E-Mails können im Spam-Ordner landen, technische Probleme können den Versand verhindern, und die Bank könnte bestreiten, die Nachricht erhalten zu haben. Bei der postalischen Kündigung sind diese Risiken ausgeschlossen. Der Brief ist physisch vorhanden und wurde nachweislich zugestellt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur postalischen Kündigung
Vorbereitung der Kündigung
Bevor Sie Ihr Kündigungsschreiben verfassen, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Prüfen Sie zunächst Ihre Vertragsunterlagen und identifizieren Sie die genaue Bezeichnung Ihrer Raiffeisenbank. Notieren Sie Ihre Kontonummer und Ihre Kundennummer. Überprüfen Sie Ihren Kontostand und stellen Sie sicher, dass alle Lastschriften und Daueraufträge gekündigt oder auf ein neues Konto umgeleitet sind. Informieren Sie Arbeitgeber, Versicherungen und andere Zahlungspartner über Ihre neue Bankverbindung.
Legen Sie ein neues Konto bei einer anderen Bank an, bevor Sie das alte kündigen. So vermeiden Sie eine Phase ohne Bankverbindung. Übertragen Sie ein ausreichendes Guthaben auf das neue Konto, um anfallende Zahlungen abzudecken. Kündigen Sie auch Ihre Bankkarten und andere Zusatzprodukte wie Kreditkarten oder Depots separat, falls diese nicht automatisch mit dem Konto enden.
Inhalt des Kündigungsschreibens
Ihr Kündigungsschreiben sollte klar und eindeutig formuliert sein. Beginnen Sie mit Ihren vollständigen persönlichen Daten: Name, Adresse, Geburtsdatum. Geben Sie dann Ihre Kontonummer und Kundennummer an, um eine eindeutige Zuordnung zu ermöglichen. Formulieren Sie die Kündigung unmissverständlich, zum Beispiel: "Hiermit kündige ich mein Girokonto mit der Kontonummer [Nummer] fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt."
Wenn Sie auch Ihre Genossenschaftsmitgliedschaft beenden möchten, fügen Sie einen entsprechenden Satz hinzu. Beachten Sie dabei die Kündigungsfrist zum Jahresende. Fordern Sie eine schriftliche Kündigungsbestätigung an und geben Sie an, auf welches Konto ein eventuelles Restguthaben überwiesen werden soll. Unterschreiben Sie das Schreiben handschriftlich. Datieren Sie es mit dem aktuellen Datum.
Versand als Einschreiben
Versenden Sie Ihr Kündigungsschreiben als Einschreiben mit Rückschein. Gehen Sie dafür zu einer Postfiliale und lassen Sie den Brief dort aufgeben. Die Deutsche Post dokumentiert den Versand und die Zustellung. Der Rückschein wird Ihnen nach Zustellung zugeschickt und dient als Beweis. Die Kosten für ein Einschreiben mit Rückschein liegen bei etwa 4,85 Euro und sind gut investiert für die Rechtssicherheit.
Bewahren Sie den Einlieferungsbeleg und später den Rückschein mindestens drei Jahre auf. Diese Dokumente sind Ihre Nachweise bei eventuellen Streitigkeiten. Machen Sie auch eine Kopie Ihres Kündigungsschreibens für Ihre Unterlagen. So haben Sie alle relevanten Informationen griffbereit, falls Rückfragen auftreten.
Die richtige Adresse für Ihre Kündigung
Ein häufiger Fehler bei der Kündigung ist das Versenden an die falsche Adresse. Da jede Raiffeisenbank rechtlich selbstständig ist, muss Ihre Kündigung an die spezifische Adresse Ihrer lokalen Bank gehen. Diese finden Sie auf Ihren Kontoauszügen, in Ihren Vertragsunterlagen oder auf der Website Ihrer Bank. Senden Sie die Kündigung nicht an den Deutschen Raiffeisenverband, da dieser nur die Dachorganisation ist und Ihre Kündigung nicht bearbeiten kann.
Falls Sie unsicher sind, rufen Sie bei Ihrer Filiale an und erfragen Sie die korrekte Postadresse für Kündigungen. Manche Banken haben separate Abteilungen für Vertragsbeendigungen mit eigenen Postfachadressen. Die Verwendung der korrekten Adresse verhindert Verzögerungen und stellt sicher, dass Ihre Kündigung fristgerecht bearbeitet wird.
Für Anfragen an den Dachverband oder allgemeine Informationen können Sie diese Adresse verwenden:
- Deutscher Raiffeisenverband e.V., Raiffeisenstraße 10, 10178 Berlin
Diese Adresse ist jedoch nicht für Kontokündigungen geeignet. Verwenden Sie stattdessen immer die Adresse Ihrer lokalen Raiffeisenbank.
Digitale Unterstützung beim Kündigungsprozess
Der traditionelle Kündigungsprozess per Post erfordert Zeit und Aufwand. Sie müssen das Schreiben verfassen, ausdrucken, unterschreiben, zur Post bringen und auf den Rückschein warten. Moderne Dienstleister wie Postclic haben diesen Prozess digitalisiert und vereinfacht. Über solche Plattformen können Sie Ihre Kündigung online erstellen, und der Dienst übernimmt den professionellen Versand als Einschreiben.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sparen Zeit, da Sie nicht zur Post müssen. Das Kündigungsschreiben wird professionell formatiert und enthält alle rechtlich relevanten Angaben. Der digitale Versandnachweis ist jederzeit abrufbar und geht nicht verloren. Die Zustellung wird überwacht, und Sie erhalten Benachrichtigungen über den Status. Besonders bei mehreren gleichzeitigen Kündigungen oder komplexen Vertragssituationen kann ein solcher Service hilfreich sein.
Dennoch bleibt die klassische postalische Kündigung eine vollkommen gleichwertige Option. Wer den Prozess selbst in der Hand behalten möchte und keine Schwierigkeiten mit dem Verfassen von Kündigungsschreiben hat, kann problemlos den traditionellen Weg wählen. Beide Methoden führen zum gleichen rechtssicheren Ergebnis.
Kundenbewertungen und Tipps
Die Erfahrungen von Kunden mit der Kündigung ihrer Raiffeisenbank-Konten sind überwiegend positiv. Die meisten Banken bearbeiten Kündigungen zügig und professionell. Dennoch gibt es einige Aspekte, die bei der Vertragsbeendigung zu Problemen führen können.
Häufige Erfahrungen bei der Kündigung
Viele Kunden berichten, dass die eigentliche Kontokündigung unkompliziert verläuft. Nach Eingang des Kündigungsschreibens erhalten sie innerhalb von ein bis zwei Wochen eine Bestätigung. Das Konto wird dann zeitnah geschlossen, und ein eventuelles Restguthaben wird überwiesen. Die Bearbeitungszeit liegt meist zwischen zwei und vier Wochen.
Schwierigkeiten entstehen häufiger bei der Kündigung der Genossenschaftsanteile. Einige Kunden übersehen die separate Kündigungsfrist und wundern sich, dass ihre Mitgliedschaft trotz Kontoschließung fortbesteht. Die jährliche Kündigungsfrist zum Jahresende wird manchmal verpasst, was die Mitgliedschaft um ein weiteres Jahr verlängert. Auch die Rückzahlung der Anteile dauert manchmal länger als erwartet, was zu Unmut führt.
Typische Stolpersteine und wie man sie vermeidet
Vergessene Lastschriften
Ein häufiges Problem sind vergessene Lastschriften, die nach der Kontoschließung noch eingezogen werden sollen. Dies führt zu Rücklastschriften, für die Gebühren anfallen. Erstellen Sie vor der Kündigung eine Liste aller regelmäßigen Abbuchungen. Dazu gehören Miete, Versicherungen, Stromversorger, Mobilfunkanbieter, Streaming-Dienste und Mitgliedschaften. Informieren Sie alle Zahlungsempfänger rechtzeitig über Ihre neue Bankverbindung.
Lassen Sie das alte Konto noch einige Wochen nach der offiziellen Kündigung mit einem kleinen Guthaben bestehen, falls doch noch eine vergessene Lastschrift eingeht. So vermeiden Sie Rücklastschriftgebühren und negative Einträge bei der Schufa.
Unklare Kündigungsadressen
Wie bereits erwähnt, ist die korrekte Adresse entscheidend. Kunden berichten gelegentlich, dass ihre Kündigung nicht bearbeitet wurde, weil sie an die falsche Stelle geschickt wurde. Überprüfen Sie die Adresse sorgfältig. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie Ihre Filiale direkt. Eine falsch adressierte Kündigung verzögert den gesamten Prozess um Wochen.
Offene Kreditlinien
Wer einen Dispositionskredit oder andere Kreditlinien nutzt, muss diese vor der Kontokündigung ausgleichen. Die Bank wird das Konto nicht schließen, solange Verbindlichkeiten bestehen. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um alle offenen Beträge zu begleichen. Auch eine vereinbarte Kontoüberziehung muss gekündigt werden, selbst wenn sie aktuell nicht genutzt wird.
Praktische Tipps für eine reibungslose Kündigung
Beginnen Sie den Kündigungsprozess mindestens sechs Wochen vor dem gewünschten Kündigungstermin. So haben Sie genug Zeit für alle Vorbereitungen. Eröffnen Sie Ihr neues Konto frühzeitig und testen Sie es mit einigen Transaktionen, bevor Sie das alte schließen. Nutzen Sie gegebenenfalls den Kontowechselservice Ihrer neuen Bank, der die Umstellung von Daueraufträgen und Lastschriften automatisiert.
Dokumentieren Sie jeden Schritt des Kündigungsprozesses. Machen Sie Screenshots von Online-Transaktionen, bewahren Sie alle Schreiben auf, und notieren Sie Telefongespräche mit Datum und Gesprächspartner. Diese Dokumentation ist hilfreich, falls es zu Unstimmigkeiten kommt.
Fordern Sie nach der Kontoschließung eine finale Bestätigung an, aus der hervorgeht, dass keine weiteren Forderungen bestehen. Dieses Dokument schützt Sie vor späteren Gebührennachrechnungen. Bewahren Sie alle Unterlagen mindestens drei Jahre auf, da dies der üblichen Verjährungsfrist entspricht.
Was nach der Kündigung zu beachten ist
Auch nach erfolgreicher Kündigung sollten Sie Ihre Kontoauszüge des alten Kontos aufbewahren. Sie benötigen diese möglicherweise für Steuererklärungen oder als Einkommensnachweise. Überprüfen Sie in den ersten Monaten nach dem Kontowechsel regelmäßig, ob alle Zahlungspartner Ihre neue Bankverbindung korrekt verwenden.
Die Genossenschaftsanteile werden nach Ende der Kündigungsfrist ausgezahlt. Dies kann bis zu drei Monate nach dem Austrittsdatum dauern. Rechnen Sie mit dieser Verzögerung und planen Sie nicht fest mit diesem Geld. Die Auszahlung erfolgt auf das von Ihnen angegebene Konto.
Manche Raiffeisenbanken versuchen, Kunden zum Bleiben zu bewegen. Sie erhalten möglicherweise Anrufe oder Schreiben mit Angeboten für bessere Konditionen. Sie sind nicht verpflichtet, auf diese Angebote einzugehen. Ihre Kündigung bleibt wirksam, auch wenn Sie nicht auf Kontaktversuche reagieren. Bleiben Sie höflich, aber bestimmt, wenn Sie Ihre Entscheidung bereits getroffen haben.
Insgesamt ist die Kündigung eines Raiffeisenbank-Kontos ein überschaubarer Prozess, der mit der richtigen Vorbereitung und dem Versand per Einschreiben rechtssicher abgewickelt werden kann. Die postalische Kündigung bietet die größte Rechtssicherheit und ist trotz digitaler Alternativen nach wie vor die empfohlene Methode für die Beendigung von Bankverträgen in Deutschland.