Kündigungsdienst Nr. 1 in Germany
Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – VR Bank
Burgstraße 28
10178 Berlin
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes VR Bank. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
15/01/2026
So kündigen Sie Ihr Konto bei der VR Bank erfolgreich
Über VR Bank
Die VR Bank bezeichnet das weitverzweigte Netzwerk der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland, das aus dem genossenschaftlichen Bankensektor hervorgegangen ist. Mit über 700 eigenständigen Instituten bilden die Volksbanken und Raiffeisenbanken eine der tragenden Säulen des deutschen Finanzsystems. Jede einzelne VR Bank ist rechtlich selbstständig und wird als eingetragene Genossenschaft geführt, was bedeutet, dass die Kunden gleichzeitig Mitglieder und Miteigentümer ihrer Bank sein können.
Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) fungiert als Dachorganisation und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Instituten. Die Geschäftsstelle des BVR befindet sich in der Burgstraße 28 in Berlin-Mitte. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass der BVR selbst keine Bankgeschäfte betreibt und nicht für Kündigungen zuständig ist. Jede lokale VR Bank verfügt über ihre eigene Geschäftsadresse und eigene Vertragsbeziehungen mit ihren Kunden.
Die VR Banken bieten das komplette Spektrum moderner Bankdienstleistungen an: von Girokonten über Sparprodukte und Kreditkarten bis hin zu Baufinanzierungen, Wertpapiergeschäften und Versicherungen. Das genossenschaftliche Prinzip steht dabei im Mittelpunkt: Die Banken verstehen sich als Partner ihrer Mitglieder und Kunden in der jeweiligen Region. Diese regionale Verankerung bedeutet aber auch, dass administrative Prozesse wie Kündigungen immer über die zuständige lokale Geschäftsstelle abgewickelt werden müssen.
Die Geschichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch die ersten Genossenschaften gründeten, um der ländlichen und städtischen Bevölkerung Zugang zu fairen Finanzdienstleistungen zu ermöglichen. Dieses historische Erbe prägt die VR Banken bis heute und unterscheidet sie von anderen Bankengruppen in Deutschland.
Abonnementpläne und Preise
Die VR Banken operieren mit unterschiedlichen Kontomodellen und Preisstrukturen, die je nach lokaler Bank variieren können. Im Gegensatz zu bundesweit einheitlichen Direktbanken legt jede VR Bank ihre eigenen Konditionen fest, wobei sich die Grundstruktur jedoch ähnelt. Die Preisgestaltung orientiert sich typischerweise an der Intensität der Nutzung und dem gewünschten Servicelevel.
Kontomodelle im Überblick
Die meisten VR Banken bieten gestaffelte Kontomodelle an, die von Basiskonten für einfache Bankgeschäfte bis zu Premiumkonten mit erweiterten Leistungen reichen. Junge Kunden, Studenten und Auszubildende erhalten häufig vergünstigte oder kostenfreie Konditionen. Für Geschäftskunden existieren separate Kontomodelle mit speziellen Konditionen für unternehmerische Anforderungen.
| Kontomodell | Monatliche Grundgebühr | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Basiskonto | 0-5 Euro | Grundlegende Bankdienstleistungen, Online-Banking |
| Komfortkonto | 5-10 Euro | Inklusive Kreditkarte, erweiterte Services |
| Premiumkonto | 10-20 Euro | Umfassender Service, Versicherungsleistungen, persönliche Beratung |
| Jugendkonto | 0 Euro | Für Schüler, Studenten und Auszubildende bis 27 Jahre |
Zusätzliche Gebühren und Kosten
Neben den monatlichen Grundgebühren können weitere Kosten entstehen, die bei der Gesamtbetrachtung der Bankbeziehung berücksichtigt werden sollten. Dazu gehören Gebühren für Bargeldabhebungen an Fremdautomaten, Überweisungen in Papierform, Kontoauszüge per Post oder die Nutzung bestimmter Kreditkartenleistungen. Auch Dispozinsen bei Kontoüberziehungen können erheblich zu Buche schlagen und liegen typischerweise zwischen 8 und 12 Prozent jährlich.
Kreditkarten werden je nach Kartentyp unterschiedlich berechnet. Während einfache Debitkarten oft in den Kontogebühren enthalten sind, kosten klassische Kreditkarten zwischen 20 und 50 Euro jährlich. Premium-Kreditkarten mit Versicherungsleistungen und erweiterten Services können bis zu 100 Euro oder mehr pro Jahr kosten.
Genossenschaftsanteile
Eine Besonderheit der VR Banken ist die Möglichkeit, Genossenschaftsmitglied zu werden. Dies erfordert den Erwerb von Genossenschaftsanteilen, die typischerweise zwischen 50 und 200 Euro pro Anteil kosten. Mitglieder profitieren von Dividendenausschüttungen und haben Mitspracherechte in der Generalversammlung. Bei einer Kündigung der Bankverbindung müssen diese Anteile separat gekündigt werden, was oft mit Fristen von mehreren Monaten verbunden ist.
Kündigungsbedingungen
Die Kündigung einer Geschäftsbeziehung mit einer VR Bank unterliegt sowohl gesetzlichen Regelungen als auch den individuellen Allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Bank. Das deutsche Recht gewährt Bankkunden weitreichende Rechte bei der Beendigung von Bankverträgen, wobei zwischen verschiedenen Produkten unterschieden werden muss.
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Nach § 675h BGB können Girokonten grundsätzlich jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden. Dies gilt für die ordentliche Kündigung durch den Kunden und stellt ein wichtiges Verbraucherschutzrecht dar. Die Bank selbst muss hingegen eine Kündigungsfrist von mindestens zwei Monaten einhalten, wenn sie die Geschäftsbeziehung beenden möchte. Diese asymmetrische Regelung soll Kunden vor plötzlichen Kontenschließungen schützen und ihnen ausreichend Zeit geben, alternative Bankverbindungen aufzubauen.
Für andere Bankprodukte gelten unterschiedliche Regelungen. Sparverträge können beispielsweise Kündigungsfristen von drei Monaten oder länger vorsehen, insbesondere wenn Zinsbindungen vereinbart wurden. Kreditverträge unterliegen den Regelungen des § 500 BGB und können in der Regel nicht einseitig vom Kreditnehmer vorzeitig beendet werden, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird.
Fristen und Termine
Die konkrete Kündigungsfrist hängt vom jeweiligen Produkt ab. Während Girokonten sofort gekündigt werden können, müssen bei Sparverträgen die vertraglichen Kündigungsfristen beachtet werden. Eine Übersicht über die typischen Fristen hilft bei der Planung:
| Produkttyp | Kündigungsfrist | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Girokonto | Jederzeit möglich | Keine gesetzliche Frist |
| Sparkonto | 3 Monate | Abhängig von Vertragsbedingungen |
| Tagesgeldkonto | Jederzeit möglich | Meist täglich verfügbar |
| Festgeldkonto | Zum Laufzeitende | Vorzeitige Kündigung meist ausgeschlossen |
| Depot | Jederzeit möglich | Nach Übertragung aller Wertpapiere |
| Kreditkarte | Jederzeit möglich | Offene Beträge müssen beglichen sein |
Genossenschaftsanteile kündigen
Die Kündigung von Genossenschaftsanteilen folgt eigenen Regeln, die in der Satzung der jeweiligen Genossenschaft festgelegt sind. Typischerweise beträgt die Kündigungsfrist für Geschäftsanteile zum Ende eines Geschäftsjahres, wobei eine Kündigungsfrist von drei bis sechs Monaten üblich ist. Die Auszahlung der Anteile erfolgt erst nach Ablauf dieser Frist und nach Genehmigung durch die Generalversammlung. Dies bedeutet, dass zwischen der Kündigung und der tatsächlichen Rückzahlung durchaus ein Jahr oder mehr vergehen kann.
Wichtige Vorbereitungen vor der Kündigung
Bevor die formelle Kündigung ausgesprochen wird, sollten mehrere Schritte unternommen werden. Zunächst empfiehlt es sich, ein neues Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen und alle Daueraufträge sowie Lastschriftmandate zu übertragen. Der Kontowechselservice, den Banken seit 2016 gesetzlich anbieten müssen, kann diesen Prozess erheblich erleichtern. Alle Zahlungspartner sollten über die neue Bankverbindung informiert werden, um Rücklastschriften und damit verbundene Gebühren zu vermeiden.
Offene Kredite, Dispositionskredite oder andere Verbindlichkeiten müssen vor der Kündigung ausgeglichen werden. Die Bank wird ein Konto mit negativem Saldo nicht schließen. Auch Guthaben sollten rechtzeitig auf das neue Konto übertragen werden. Bei Depots muss ein Depotübertrag zu einer anderen Bank beauftragt werden, was mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann.
Wie man VR Bank per Post kündigt
Die postalische Kündigung ist die rechtlich sicherste und zuverlässigste Methode, um eine Geschäftsbeziehung mit einer VR Bank zu beenden. Im Gegensatz zu mündlichen Kündigungen oder E-Mails bietet der Postweg einen nachweisbaren Zustellnachweis, der im Streitfall vor Gericht verwendet werden kann. Dies ist besonders wichtig, da Kündigungen rechtlich bedeutsame Willenserklärungen darstellen, deren Zugang bewiesen werden muss.
Warum die postalische Kündigung am zuverlässigsten ist
Das deutsche Recht kennt das Prinzip des Zugangs von Willenserklärungen. Eine Kündigung wird erst dann wirksam, wenn sie dem Empfänger zugegangen ist. Bei einem Einschreiben mit Rückschein kann der genaue Zustellzeitpunkt dokumentiert werden, was bei späteren Unstimmigkeiten über Kündigungsfristen von entscheidender Bedeutung sein kann. Telefonische Kündigungen sind oft nicht ausreichend, da sie schwer nachweisbar sind. E-Mails können in Spam-Ordnern landen oder mit technischen Problemen konfrontiert sein.
Viele VR Banken verlangen in ihren AGB explizit die Schriftform für Kündigungen. Dies bedeutet, dass eine eigenhändige Unterschrift erforderlich ist, was nur per Brief oder persönlich in der Filiale möglich ist. Die postalische Kündigung erfüllt diese Anforderung vollständig und bietet gleichzeitig den Komfort, nicht persönlich zur Bank fahren zu müssen.
Die richtige Adresse ermitteln
Da es sich bei der VR Bank um ein Netzwerk eigenständiger Banken handelt, muss die Kündigung an die zuständige lokale Geschäftsstelle gerichtet werden. Die Adresse des Bundesverbands in Berlin ist für Kündigungen nicht relevant. Die korrekte Adresse findet sich auf Kontoauszügen, auf der Website der jeweiligen lokalen VR Bank oder kann telefonisch bei der Kundenberatung erfragt werden.
Für allgemeine Korrespondenz mit dem Bundesverband gilt folgende Adresse:
- Burgstraße 28, 10178 Berlin
Diese Adresse ist jedoch ausdrücklich nicht für Kündigungen von Konten oder anderen Bankprodukten zu verwenden. Kündigungen müssen immer an die lokale VR Bank gesendet werden, bei der das Konto geführt wird.
Inhalt und Aufbau des Kündigungsschreibens
Ein wirksames Kündigungsschreiben muss bestimmte Mindestangaben enthalten, um rechtlich eindeutig zu sein. Dazu gehören die vollständigen persönlichen Daten des Kontoinhabers, die Kontonummer oder IBAN des zu kündigenden Kontos, eine klare Kündigungserklärung und das gewünschte Kündigungsdatum. Bei Konten mit sofortiger Kündigungsmöglichkeit kann die Formulierung "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" verwendet werden.
Die Kündigung sollte höflich, aber bestimmt formuliert sein. Es ist nicht erforderlich, Gründe für die Kündigung anzugeben, auch wenn dies manchmal hilfreich sein kann, um Rückfragen zu vermeiden. Wichtig ist die Bitte um eine schriftliche Kündigungsbestätigung, die als Nachweis für die erfolgreiche Beendigung der Geschäftsbeziehung dient.
Bei der Kündigung sollte auch angegeben werden, wohin ein eventuelles Restguthaben überwiesen werden soll. Die IBAN des neuen Kontos sollte daher im Kündigungsschreiben enthalten sein. Falls Genossenschaftsanteile vorhanden sind, muss deren Kündigung explizit erwähnt werden, da diese nicht automatisch mit dem Konto gekündigt werden.
Einschreiben mit Rückschein versenden
Der Versand sollte als Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Dies kostet bei der Deutschen Post derzeit etwa 4,85 Euro zusätzlich zum normalen Briefporto, bietet aber maximale Rechtssicherheit. Der Rückschein dokumentiert nicht nur, dass der Brief zugestellt wurde, sondern auch wann und von wem er entgegengenommen wurde. Dieser Nachweis sollte sorgfältig aufbewahrt werden.
Alternativ kann ein Einschreiben Einwurf gewählt werden, das mit etwa 2,65 Euro günstiger ist. Hier bestätigt der Zusteller die Einlieferung in den Briefkasten, nicht aber die Entgegennahme durch eine bestimmte Person. Für die meisten Kündigungen ist diese Variante ausreichend, da der Zugang rechtlich bereits mit der Einlieferung in den Machtbereich des Empfängers gilt.
Digitale Unterstützung durch Postclic
Für diejenigen, die den Gang zur Post scheuen oder keine Zeit haben, bietet Postclic eine moderne Lösung. Der Service ermöglicht es, Kündigungsschreiben digital zu erstellen und automatisch als echten Brief mit Einschreiben versenden zu lassen. Dies spart den Weg zur Post und stellt sicher, dass das Schreiben professionell formatiert und rechtssicher formuliert ist.
Postclic übernimmt den gesamten Prozess: von der Erstellung des Schreibens über den Druck bis zum Versand als nachverfolgbares Einschreiben. Der digitale Nachweis über den Versand und die Zustellung wird online bereitgestellt und kann jederzeit abgerufen werden. Dies ist besonders praktisch für Menschen mit wenig Zeit oder eingeschränkter Mobilität.
Nach dem Versand
Nach dem Versand der Kündigung sollte die Sendungsnummer aufbewahrt werden, um den Zustellstatus online verfolgen zu können. Die Deutsche Post bietet auf ihrer Website eine Sendungsverfolgung an, die tagesaktuell den Status des Einschreibens anzeigt. Sobald die Zustellung bestätigt wurde, beginnt die Kündigungsfrist zu laufen.
Die Bank sollte innerhalb von zwei Wochen eine schriftliche Kündigungsbestätigung senden. Falls diese ausbleibt, empfiehlt sich eine telefonische Nachfrage. Die Kündigungsbestätigung sollte das genaue Datum der Kontoschließung sowie Informationen zur Auszahlung eventueller Guthaben oder zur Rückgabe von Bankkarten enthalten.
Kundenbewertungen und Tipps
Die Erfahrungen von Kunden mit der Kündigung bei VR Banken sind gemischt und hängen stark von der jeweiligen lokalen Bank ab. Während einige Kunden von reibungslosen und schnellen Kündigungsprozessen berichten, schildern andere Verzögerungen oder Komplikationen. Diese Unterschiede sind charakteristisch für das dezentrale Bankennetzwerk.
Häufige Gründe für eine Kündigung
Kunden entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für einen Bankwechsel. Ein häufig genannter Grund sind die Kontoführungsgebühren, die bei VR Banken oft höher liegen als bei reinen Online-Banken. Während Direktbanken häufig kostenlose Konten anbieten, verlangen viele VR Banken monatliche Grundgebühren, die sich über das Jahr summieren können.
Ein weiterer Grund ist die zunehmende Digitalisierung des Bankgeschäfts. Kunden, die ausschließlich Online-Banking nutzen und keine Filialberatung benötigen, finden bei spezialisierten Direktbanken oft bessere Konditionen und modernere Apps. Die VR Banken haben zwar in den letzten Jahren ihre digitalen Angebote ausgebaut, können aber in manchen Bereichen noch nicht mit reinen Technologieunternehmen mithalten.
Auch Umzüge in andere Regionen führen häufig zu Kündigungen. Da VR Banken regional organisiert sind, kann ein Umzug bedeuten, dass die bisherige Bank am neuen Wohnort keine Filiale hat. Zwar ist die Kontoführung grundsätzlich auch über Distanz möglich, doch viele Kunden bevorzugen eine Bank mit lokaler Präsenz.
Positive Erfahrungen
Viele Kunden berichten von kulanten und hilfsbereiten Mitarbeitern, die den Kündigungsprozess professionell begleiten. Besonders bei langjährigen Kundenbeziehungen nehmen sich die Berater oft Zeit für ein persönliches Gespräch, um die Gründe für die Kündigung zu verstehen und möglicherweise Alternativen aufzuzeigen. Diese persönliche Betreuung wird von vielen Kunden geschätzt, auch wenn sie letztendlich bei ihrer Kündigungsentscheidung bleiben.
Die Abwicklung selbst verläuft in den meisten Fällen problemlos, sofern alle Vorbereitungen getroffen wurden. Konten werden in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen nach Eingang der Kündigung geschlossen. Guthaben werden zuverlässig auf das angegebene neue Konto überwiesen. Auch die Rückgabe von Bankkarten und anderen Materialien wird meist unkompliziert gehandhabt.
Herausforderungen und Probleme
Schwierigkeiten entstehen häufig bei der Kündigung von Genossenschaftsanteilen. Viele Kunden sind sich nicht bewusst, dass diese separat gekündigt werden müssen und deutlich längere Fristen haben als das Girokonto selbst. Die Auszahlung der Anteile kann sich über viele Monate hinziehen, was zu Frustration führt. Hier ist es wichtig, die Satzung der jeweiligen Genossenschaft genau zu studieren und die Kündigungsfristen einzuhalten.
Ein weiteres Problem sind vergessene Daueraufträge oder Lastschriftmandate. Wenn nach der Kontokündi gung noch Buchungen eingehen, können Rücklastschriften und damit verbundene Gebühren entstehen. Manche Banken sperren das Konto bereits vor dem offiziellen Schließungsdatum, sodass geplante Überweisungen fehlschlagen. Eine sorgfältige Vorbereitung und die Nutzung des gesetzlichen Kontowechselservices können solche Probleme vermeiden.
Praktische Tipps für eine erfolgreiche Kündigung
Erfahrene Bankkunden empfehlen, das neue Konto mindestens vier Wochen vor der Kündigung des alten Kontos zu eröffnen und parallel zu führen. In dieser Zeit können alle Zahlungspartner informiert und Daueraufträge umgestellt werden. Das alte Konto sollte erst dann gekündigt werden, wenn sicher ist, dass alle Zahlungsströme auf das neue Konto umgeleitet wurden.
Eine Checkliste hilft, nichts zu vergessen: Arbeitgeber über die neue Kontoverbindung informieren, Vermieter benachrichtigen, Versicherungen und Energieversorger kontaktieren, Online-Zahlungsdienste wie PayPal aktualisieren und Abo-Dienste umstellen. Auch das Finanzamt sollte bei einer Änderung der Bankverbindung informiert werden, um Probleme bei Steuerrückerstattungen zu vermeiden.
Wichtig ist auch die Dokumentation aller Schritte. Kopien des Kündigungsschreibens, der Einschreibebelege und der Kündigungsbestätigung sollten mindestens drei Jahre aufbewahrt werden. Dies ist die gesetzliche Verjährungsfrist für die meisten Ansprüche im Zusammenhang mit Bankgeschäften.
Besonderheiten bei Gemeinschaftskonten
Bei Gemeinschaftskonten, die von mehreren Personen geführt werden, müssen in der Regel alle Kontoinhaber der Kündigung zustimmen. Dies bedeutet, dass das Kündigungsschreiben von allen Beteiligten unterschrieben werden muss. Bei Oder-Konten, bei denen jeder Inhaber einzeln verfügungsberechtigt ist, kann die Rechtslage komplexer sein. Hier empfiehlt sich eine vorherige Klärung mit der Bank.
Auch bei Vollmachten ist Vorsicht geboten. Bevollmächtigte Personen verlieren mit der Kontokündigung automatisch ihre Befugnisse. Falls diese Personen weiterhin Zugriff auf das neue Konto haben sollen, müssen neue Vollmachten erteilt werden.
Alternative Lösungen vor der Kündigung
Bevor die endgültige Entscheidung zur Kündigung fällt, lohnt sich oft ein Gespräch mit der Bank. Viele VR Banken sind bereit, über Konditionen zu verhandeln, insbesondere bei langjährigen Kunden. Möglicherweise gibt es günstigere Kontomodelle, die besser zum aktuellen Nutzungsverhalten passen. Auch Gebührenbefreiungen oder Sonderkonditionen können in Einzelfällen ausgehandelt werden.
Für Kunden, die hauptsächlich wegen der Gebühren wechseln möchten, kann ein Zweitkonto bei einer Direktbank eine Alternative sein. So bleiben die Vorteile der regionalen VR Bank erhalten, während günstige Online-Dienste für alltägliche Transaktionen genutzt werden können. Viele Menschen führen heute mehrere Konten parallel, um die Vorteile verschiedener Banken zu kombinieren.
Die Entscheidung für oder gegen eine Kündigung sollte wohlüberlegt sein und alle Aspekte berücksichtigen. Während niedrigere Gebühren verlockend sind, können persönlicher Service, regionale Verbundenheit und die genossenschaftliche Struktur Argumente für den Verbleib bei einer VR Bank sein. Letztendlich muss jeder Kunde für sich selbst abwägen, welche Faktoren ihm am wichtigsten sind und welche Bank am besten zu seinen individuellen Bedürfnissen passt.