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So beenden Sie Ihre Schülerhilfe-Mitgliedschaft
Über Schülerhilfe
Die Schülerhilfe gehört zu den bekanntesten und größten Nachhilfeinstituten in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1974 hat sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter für außerschulische Förderung entwickelt. Mit über 1.000 Standorten bundesweit bietet die Schülerhilfe individuelle Lernunterstützung für Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen und Schulformen an. Das Unternehmen wird von der Schülerhilfe Holding GmbH mit Sitz in Essen verwaltet und ist Teil der ZGS Bildungs-GmbH.
Das Konzept der Schülerhilfe basiert auf qualifiziertem Einzelunterricht in kleinen Gruppen. Dabei werden maximal drei bis fünf Schüler gemeinsam unterrichtet, was eine intensive Betreuung ermöglicht und gleichzeitig den Austausch unter Gleichaltrigen fördert. Die Nachhilfelehrer sind speziell geschult und vermitteln nicht nur fachliches Wissen, sondern helfen auch dabei, effektive Lernstrategien zu entwickeln und das Selbstvertrauen der Schüler zu stärken.
Die Schülerhilfe bietet Unterstützung in allen gängigen Schulfächern an, von Mathematik und Deutsch über Fremdsprachen bis hin zu naturwissenschaftlichen Fächern. Zusätzlich zum regulären Nachhilfeunterricht werden auch Prüfungsvorbereitungskurse, Ferienkurse und Online-Nachhilfe angeboten. Das Unternehmen legt großen Wert auf individuelle Förderung und erstellt für jeden Schüler einen persönlichen Förderplan, der auf dessen spezifische Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Standorte und Verfügbarkeit
Die flächendeckende Präsenz der Schülerhilfe in Deutschland ist einer ihrer größten Vorteile. In nahezu jeder größeren Stadt und vielen kleineren Gemeinden gibt es einen Standort, was kurze Anfahrtswege ermöglicht. Jeder Standort wird als eigenständiges Franchise-Unternehmen geführt, was bedeutet, dass die einzelnen Niederlassungen von lokalen Unternehmern betrieben werden. Dies hat zur Folge, dass Verträge direkt mit der jeweiligen örtlichen Schülerhilfe-Filiale geschlossen werden, was auch für Kündigungen relevant ist.
Zielgruppen und Leistungen
Das Angebot der Schülerhilfe richtet sich an Schüler von der Grundschule bis zum Abitur. Auch Berufsschüler und Auszubildende können die Dienste in Anspruch nehmen. Die Nachhilfe wird sowohl für Schüler mit akuten Lernschwierigkeiten als auch für solche angeboten, die ihre Leistungen optimieren oder sich gezielt auf Prüfungen vorbereiten möchten. Darüber hinaus gibt es spezielle Programme für Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Dyskalkulie.
Abonnementpläne und Preise
Die Preisgestaltung bei der Schülerhilfe ist komplex und variiert erheblich je nach Standort, gewähltem Unterrichtsmodell und Vertragslaufzeit. Da jede Filiale eigenständig wirtschaftet, gibt es keine einheitliche bundesweite Preisliste. Grundsätzlich bietet die Schülerhilfe verschiedene Vertragsmodelle an, die sich in Laufzeit, Intensität des Unterrichts und Kündigungsfristen unterscheiden.
Vertragsmodelle im Überblick
| Vertragstyp | Laufzeit | Kündigungsfrist | Durchschnittliche Kosten |
|---|---|---|---|
| Flex-Tarif | Monatlich kündbar | 1 Monat | Ab 150-200 € pro Monat |
| Standard-Vertrag | 6-12 Monate | 6 Wochen zum Vertragsende | Ab 120-160 € pro Monat |
| Langzeit-Vertrag | 12-24 Monate | 2-3 Monate zum Vertragsende | Ab 100-140 € pro Monat |
| Einzelstunden | Keine Bindung | Keine | 30-50 € pro Einheit |
Preisfaktoren und Zusatzkosten
Die tatsächlichen Kosten hängen von mehreren Faktoren ab. Die Anzahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden spielt eine entscheidende Rolle, ebenso wie die Gruppengröße. Einzelunterricht ist deutlich teurer als Gruppenunterricht. Auch die geografische Lage beeinflusst den Preis: In Großstädten und wirtschaftlich starken Regionen sind die Preise tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.
Zusätzlich zu den monatlichen Grundgebühren können weitere Kosten anfallen. Manche Standorte erheben eine einmalige Anmeldegebühr zwischen 30 und 90 Euro. Lernmaterialien und Bücher sind meist nicht im Preis inbegriffen und müssen separat erworben werden. Bei Online-Nachhilfe können technische Voraussetzungen zusätzliche Investitionen erfordern.
Rabatte und Fördermöglichkeiten
Die Schülerhilfe bietet verschiedene Rabattmöglichkeiten an. Bei Anmeldung mehrerer Geschwisterkinder gibt es häufig Preisnachlässe. Auch Neukunden-Aktionen mit kostenlosen Probestunden oder reduzierten Einstiegspreisen sind üblich. Wichtig zu wissen ist, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung über das Bildungs- und Teilhabepaket möglich ist. Familien, die Leistungen nach dem SGB II, SGB XII oder Wohngeld beziehen, können einen Antrag auf Kostenübernahme stellen.
Kündigungsbedingungen
Die Kündigungsbedingungen bei der Schülerhilfe sind vertraglich festgelegt und unterscheiden sich je nach gewähltem Vertragsmodell. Es ist von entscheidender Bedeutung, die spezifischen Bedingungen des eigenen Vertrags genau zu kennen, da eine verspätete oder formell fehlerhafte Kündigung dazu führen kann, dass der Vertrag sich automatisch verlängert und weitere Zahlungsverpflichtungen entstehen.
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Nachhilfeverträge fallen in Deutschland unter das Dienstvertragsrecht gemäß §§ 611 ff. BGB. Als Verbraucher haben Kunden bestimmte Rechte, die durch das Bürgerliche Gesetzbuch geschützt sind. Bei Verträgen, die außerhalb der Geschäftsräume geschlossen wurden, etwa bei einem Beratungsgespräch zu Hause, besteht ein 14-tägiges Widerrufsrecht gemäß § 312g BGB. Dieses Widerrufsrecht muss von der Schülerhilfe aktiv mitgeteilt werden.
Die Kündigungsfristen müssen im Vertrag klar und verständlich formuliert sein. Unklare oder übermäßig lange Kündigungsfristen können unwirksam sein. Bei Verträgen mit einer Mindestlaufzeit von mehr als zwei Jahren besteht nach § 314 BGB unter Umständen ein außerordentliches Kündigungsrecht aus wichtigem Grund.
Standardkündigungsfristen
| Vertragsart | Kündigungsfrist | Kündigungszeitpunkt | Automatische Verlängerung |
|---|---|---|---|
| Flex-Vertrag | 1 Monat | Zum Monatsende | Monatlich |
| 6-Monats-Vertrag | 6 Wochen | Zum Vertragsende | Meist um 6 Monate |
| 12-Monats-Vertrag | 2-3 Monate | Zum Vertragsende | Meist um 12 Monate |
| 24-Monats-Vertrag | 3 Monate | Zum Vertragsende | Meist um 12 Monate |
Außerordentliche Kündigung
Neben der ordentlichen Kündigung gibt es Situationen, in denen eine außerordentliche Kündigung möglich ist. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses für den Kunden unzumutbar ist. Typische Gründe sind schwerwiegende Qualitätsmängel des Unterrichts, häufige Ausfälle ohne Ersatztermine, ein Umzug in eine Region ohne Schülerhilfe-Standort oder gesundheitliche Gründe, die den Unterrichtsbesuch unmöglich machen.
Bei einem Schulwechsel, beispielsweise nach bestandenem Abschluss, oder bei einem Wegzug kann ebenfalls eine außerordentliche Kündigung gerechtfertigt sein. Wichtig ist, dass der Kündigungsgrund nachvollziehbar dargelegt und idealerweise belegt wird. Ein ärztliches Attest, eine Schulbescheinigung oder eine Meldebescheinigung können als Nachweise dienen.
Besonderheiten bei Minderjährigen
Da Nachhilfeverträge häufig für minderjährige Schüler abgeschlossen werden, gibt es rechtliche Besonderheiten zu beachten. Verträge mit Minderjährigen bedürfen grundsätzlich der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter, also in der Regel der Eltern. Auch die Kündigung muss von den Erziehungsberechtigten vorgenommen werden. Dies sollte in der Kündigung explizit erwähnt werden, indem die Eltern als gesetzliche Vertreter des Kindes auftreten.
Wie man Schülerhilfe per Post kündigt
Die postalische Kündigung ist die rechtssicherste Methode, um einen Vertrag mit der Schülerhilfe zu beenden. Im Gegensatz zu mündlichen Kündigungen oder E-Mails bietet die schriftliche Kündigung per Post einen nachweisbaren Beleg, dass die Kündigung fristgerecht beim Vertragspartner eingegangen ist. Dies ist besonders wichtig, da bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist der Vertrag sich automatisch verlängert und weitere Kosten entstehen.
Warum die postalische Kündigung am zuverlässigsten ist
Die postalische Kündigung per Einschreiben mit Rückschein ist aus mehreren Gründen die empfehlenswerteste Methode. Erstens ist sie rechtlich anerkannt und bietet im Streitfall einen eindeutigen Nachweis. Das Einschreiben dokumentiert, wann die Kündigung abgeschickt wurde, und der Rückschein bestätigt, wann sie beim Empfänger angekommen ist. Diese Nachweise sind vor Gericht verwertbar.
Zweitens schreiben viele Verträge der Schülerhilfe die Schriftform für Kündigungen ausdrücklich vor. Eine E-Mail oder telefonische Kündigung genügt in diesen Fällen nicht den Formvorschriften und ist unwirksam. Drittens vermeidet die postalische Kündigung Missverständnisse oder technische Probleme, die bei elektronischer Kommunikation auftreten können. E-Mails können im Spam-Ordner landen oder aus technischen Gründen nicht zugestellt werden, ohne dass der Absender davon erfährt.
Vorbereitung der Kündigung
Bevor Sie die Kündigung verfassen, sollten Sie einige wichtige Schritte durchführen. Suchen Sie Ihren Vertrag heraus und prüfen Sie die genauen Kündigungsfristen und -bedingungen. Notieren Sie sich Ihre Vertragsnummer oder Kundennummer, falls vorhanden. Stellen Sie fest, welcher Standort Ihr Vertragspartner ist, denn die Kündigung muss an die lokale Filiale gerichtet werden, bei der Sie den Vertrag abgeschlossen haben, nicht an die Zentrale.
Berechnen Sie genau, wann Ihre Kündigung spätestens beim Empfänger eingehen muss, um die Kündigungsfrist einzuhalten. Berücksichtigen Sie dabei Postlaufzeiten und senden Sie die Kündigung mit ausreichend Vorlauf. Als Faustregel gilt: Mindestens eine Woche vor Ablauf der Kündigungsfrist sollte die Kündigung abgeschickt werden, besser noch früher.
Inhalt des Kündigungsschreibens
Ein wirksames Kündigungsschreiben muss bestimmte Informationen enthalten. An erster Stelle steht eine klare und unmissverständliche Kündigungserklärung. Formulierungen wie "Ich möchte kündigen" oder "Ich beabsichtige zu kündigen" sind unzureichend. Stattdessen sollte es heißen: "Hiermit kündige ich den Nachhilfevertrag fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt" oder "zum [konkretes Datum]".
Folgende Angaben sollten im Kündigungsschreiben enthalten sein: Ihre vollständigen Kontaktdaten (Name, Adresse), die Angabe des Schülers, für den der Vertrag besteht, die Vertragsnummer oder Kundennummer, das Datum des Kündigungsschreibens, der gewünschte Kündigungszeitpunkt und die Bitte um eine schriftliche Kündigungsbestätigung. Bei Minderjährigen sollte explizit erwähnt werden, dass die Kündigung durch die gesetzlichen Vertreter erfolgt.
Bei einer außerordentlichen Kündigung sollte der wichtige Grund präzise benannt und durch entsprechende Unterlagen belegt werden. Fügen Sie Kopien relevanter Dokumente bei, niemals Originale. Halten Sie das Schreiben sachlich und höflich, auch wenn Sie unzufrieden sind. Emotionale Ausführungen oder Vorwürfe sind nicht zielführend und können im schlimmsten Fall rechtliche Konsequenzen haben.
Adresse für die Kündigung
Ein häufiger Fehler bei Kündigungen ist das Versenden an die falsche Adresse. Da die Schülerhilfe als Franchise-System organisiert ist, muss die Kündigung an den lokalen Standort gerichtet werden, bei dem Sie den Vertrag abgeschlossen haben. Die Adresse finden Sie auf Ihrem Vertrag oder auf Rechnungen. Alternativ können Sie die Adresse auf der Website der Schülerhilfe über die Standortsuche ermitteln.
Für allgemeine Anfragen oder wenn Sie unsicher sind, können Sie die Kündigung auch an die zentrale Adresse der Holding senden:
- Schülerhilfe Holding GmbH, Humboldtstraße 1-3, 45128 Essen
Allerdings ist es rechtlich sicherer und schneller, direkt an Ihre lokale Filiale zu schreiben. Die Zentrale muss die Kündigung sonst weiterleiten, was Zeit kostet und zu Verzögerungen führen kann.
Versandoptionen per Post
Für den Versand der Kündigung stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Das einfache Einschreiben kostet etwa 2,50 Euro zusätzlich zum Briefporto und dokumentiert die Übergabe des Briefes an die Post. Es bietet jedoch keinen Nachweis über den Zugang beim Empfänger. Das Einschreiben mit Rückschein kostet etwa 4,65 Euro zusätzlich und ist die sicherste Variante. Sie erhalten eine unterschriebene Empfangsbestätigung zurück, die dokumentiert, wann und von wem der Brief angenommen wurde.
Das Einwurf-Einschreiben ist eine kostengünstigere Alternative für etwa 2,30 Euro zusätzlich. Hierbei wird der Brief in den Briefkasten eingeworfen, und die Zustellung wird dokumentiert. Es gibt jedoch keine Unterschrift des Empfängers. Für eine Kündigung ist das Einschreiben mit Rückschein die empfehlenswerteste Option, da es den höchsten Beweiswert hat.
Digitale Alternative mit Postclic
Wer sich den Gang zur Post sparen möchte, kann auf digitale Dienste wie Postclic zurückgreifen. Postclic ermöglicht es, Kündigungen und andere wichtige Briefe online zu erstellen und als echten, physischen Brief mit Sendungsverfolgung zu versenden. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der bequemen Abwicklung von zu Hause aus. Sie erstellen Ihr Kündigungsschreiben digital, und Postclic übernimmt den Druck, das Kuvertieren und den Versand als Einschreiben.
Ein weiterer Vorteil ist die professionelle Formatierung und die Möglichkeit, den Versandstatus online zu verfolgen. Sie erhalten einen digitalen Nachweis über den Versand und die Zustellung, der rechtlich gleichwertig mit einem herkömmlichen Einschreiben ist. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn Sie die Unterlagen digital archivieren möchten oder wenn Sie kurzfristig kündigen müssen und keine Zeit für den Postweg haben.
Nach dem Versand
Nachdem Sie die Kündigung verschickt haben, sollten Sie den Rückschein oder die Sendungsverfolgung aufbewahren. Dieser Nachweis ist wichtig, falls es später zu Unstimmigkeiten kommt. Warten Sie auf die Kündigungsbestätigung der Schülerhilfe. Diese sollte innerhalb von zwei Wochen eintreffen. Falls Sie keine Bestätigung erhalten, nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Filiale auf und fragen Sie nach.
Prüfen Sie die Kündigungsbestätigung sorgfältig. Achten Sie darauf, dass das Kündigungsdatum korrekt angegeben ist und dass keine weiteren Zahlungen über diesen Zeitpunkt hinaus gefordert werden. Wenn Sie einen Dauerauftrag oder eine Lastschriftermächtigung erteilt haben, denken Sie daran, diese rechtzeitig zu widerrufen oder anzupassen.
Umgang mit Problemen bei der Kündigung
Manchmal akzeptiert die Schülerhilfe eine Kündigung nicht oder behauptet, sie sei nicht fristgerecht eingegangen. In solchen Fällen ist Ihr Einschreiben-Beleg von unschätzbarem Wert. Senden Sie eine Kopie des Belegs zusammen mit einer Kopie Ihrer Kündigung erneut an die Schülerhilfe und weisen Sie auf den nachweislichen Zugang hin.
Falls die Schülerhilfe trotz korrekter Kündigung weiterhin Zahlungen einzieht, widersprechen Sie der Lastschrift bei Ihrer Bank. Sie haben dafür acht Wochen Zeit. Informieren Sie gleichzeitig die Schülerhilfe schriftlich über den Widerspruch und fordern Sie die Rückerstattung zu Unrecht eingezogener Beträge. Bei anhaltenden Problemen können Sie sich an die Verbraucherzentrale wenden oder rechtlichen Rat einholen.
Kundenbewertungen und Tipps
Die Erfahrungen von Kunden mit der Schülerhilfe sind gemischt und variieren stark je nach Standort. Dies ist typisch für Franchise-Systeme, bei denen die Qualität vom einzelnen Franchisenehmer und seinen Mitarbeitern abhängt. Während einige Eltern und Schüler von deutlichen Leistungsverbesserungen berichten, äußern andere Kritik an der Unterrichtsqualität oder dem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Häufige Gründe für eine Kündigung
Aus Kundenbewertungen und Erfahrungsberichten lassen sich typische Kündigungsgründe ableiten. Ein häufig genannter Grund ist die mangelnde Verbesserung der schulischen Leistungen trotz regelmäßiger Teilnahme. Eltern stellen fest, dass sich die Noten nicht wie erhofft verbessern, und sehen den finanziellen Aufwand als nicht gerechtfertigt an. In solchen Fällen ist es wichtig, frühzeitig das Gespräch mit der Schülerhilfe zu suchen und gegebenenfalls den Förderplan anzupassen, bevor man kündigt.
Ein weiterer häufiger Grund sind organisatorische Probleme. Dazu gehören häufige Lehrerwechsel, die es erschweren, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und kontinuierlich zu arbeiten. Auch kurzfristige Stundenausfälle ohne angemessenen Ersatz werden kritisiert. Manche Eltern berichten, dass ausgefallene Stunden nicht nachgeholt werden oder dass die Ersatztermine ungünstig liegen.
Die Kosten sind ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Insbesondere bei längerfristigen Verträgen summieren sich die monatlichen Gebühren erheblich. Wenn dann keine spürbaren Erfolge eintreten, entscheiden sich Familien für die Kündigung und suchen nach günstigeren Alternativen wie privater Nachhilfe oder Online-Angeboten.
Persönliche Veränderungen spielen ebenfalls eine Rolle. Ein Umzug, ein Schulwechsel oder eine Veränderung der familiären Situation können dazu führen, dass die Nachhilfe nicht mehr benötigt wird oder nicht mehr in den Alltag passt. Auch wenn das schulische Ziel erreicht wurde, etwa die Versetzung geschafft oder eine Prüfung bestanden wurde, ist eine Kündigung naheliegend.
Positive Erfahrungen
Trotz der Kritik gibt es auch viele positive Rückmeldungen. Eltern berichten von engagierten Nachhilfelehrern, die individuell auf die Bedürfnisse ihres Kindes eingehen und nicht nur fachlich, sondern auch motivierend unterstützen. Die kleinen Gruppengrößen werden gelobt, da sie eine intensive Betreuung ermöglichen und gleichzeitig den Austausch mit anderen Schülern fördern.
Die strukturierte Herangehensweise mit regelmäßigen Elterngesprächen und individuellen Förderplänen wird positiv hervorgehoben. Viele Schüler gewinnen durch die Nachhilfe nicht nur fachlich, sondern auch an Selbstvertrauen und entwickeln bessere Lernstrategien, die ihnen langfristig helfen. Die Flexibilität bei der Terminwahl und die Möglichkeit, verschiedene Fächer zu kombinieren, werden ebenfalls geschätzt.
Praktische Tipps für Kunden
Bevor Sie einen Vertrag mit der Schülerhilfe abschließen, sollten Sie das kostenlose Beratungsgespräch und die Probestunden nutzen. So können Sie sich ein Bild von der Qualität und der Atmosphäre vor Ort machen. Fragen Sie gezielt nach den Qualifikationen der Lehrkräfte und nach dem pädagogischen Konzept. Lassen Sie sich den Vertrag in Ruhe erklären und achten Sie besonders auf Laufzeiten, Kündigungsfristen und automatische Verlängerungen.
Wählen Sie zunächst einen Vertrag mit kürzerer Laufzeit, auch wenn dieser etwas teurer ist. So bleiben Sie flexibel und können bei Unzufriedenheit schneller reagieren. Dokumentieren Sie von Anfang an die Entwicklung Ihres Kindes und führen Sie regelmäßige Gespräche mit den Nachhilfelehrern. Wenn Probleme auftreten, sprechen Sie diese zeitnah an, damit Lösungen gefunden werden können.
Informieren Sie sich über Fördermöglichkeiten wie das Bildungs- und Teilhabepaket. Wenn Sie Anspruch darauf haben, können die Kosten teilweise oder vollständig übernommen werden. Vergleichen Sie auch die Preise verschiedener Standorte, falls Sie in der Nähe mehrerer Filialen wohnen, da diese variieren können.
Alternativen zur Schülerhilfe
Falls Sie mit der Schülerhilfe unzufrieden sind oder nach günstigeren Alternativen suchen, gibt es verschiedene Optionen. Private Nachhilfelehrer, oft Studenten oder pensionierte Lehrer, bieten häufig günstigere Preise und eine noch individuellere Betreuung. Online-Nachhilfe-Plattformen haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und bieten flexible, ortsunabhängige Lernmöglichkeiten, oft zu niedrigeren Kosten.
Auch andere etablierte Nachhilfeinstitute wie der Studienkreis, Abacus oder regionale Anbieter können eine Alternative sein. Jedes Institut hat seine eigenen Stärken und Schwächen, daher lohnt sich ein Vergleich. Manche Schulen bieten eigene Förderprogramme oder Hausaufgabenbetreuung an, die kostenlos oder kostengünstig sind.
Rechtliche Unterstützung bei Problemen
Wenn es zu ernsthaften Problemen mit der Schülerhilfe kommt, etwa weil eine Kündigung nicht akzeptiert wird oder ungerechtfertigte Forderungen gestellt werden, sollten Sie nicht zögern, rechtliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Verbraucherzentralen bieten Beratung zu Vertragsrecht und Kündigungen an, oft gegen eine geringe Gebühr. Auch eine Rechtsschutzversicherung kann die Kosten für rechtlichen Beistand übernehmen.
In vielen Fällen reicht bereits ein anwaltliches Schreiben, um Unstimmigkeiten zu klären. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Rechte einzufordern, wenn Sie im Recht sind. Dokumentieren Sie alle Kommunikation mit der Schülerhilfe sorgfältig, einschließlich E-Mails, Briefen und Gesprächsnotizen. Diese Unterlagen sind wertvoll, falls es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung kommt.
Die postalische Kündigung per Einschreiben bleibt die sicherste Methode, um einen Vertrag mit der Schülerhilfe rechtswirksam zu beenden. Mit der richtigen Vorbereitung, einem korrekt formulierten Kündigungsschreiben und dem Versand an die richtige Adresse können Sie sicherstellen, dass Ihre Kündigung fristgerecht und wirksam ist. Bewahren Sie alle Belege auf und fordern Sie eine schriftliche Bestätigung an. So vermeiden Sie spätere Probleme und unnötige Kosten. Bei Unsicherheiten oder Problemen zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sei es durch Verbraucherzentralen oder rechtlichen Beistand.