Kündigungsdienst Nr. 1 in Czech Republic
Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – Faphouse
Masarykova 24
602 00 Brno
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes Faphouse. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
12/01/2026
So beenden Sie Ihr Faphouse-Abonnement erfolgreich
Über Faphouse
Faphouse ist eine kostenpflichtige Online-Plattform für Erwachseneninhalte, die sich auf benutzergenerierte Videos und exklusive Inhalte von Content-Erstellern spezialisiert hat. Der Service ermöglicht es Nutzern, gegen eine monatliche Gebühr auf ein umfangreiches Archiv an Videomaterial zuzugreifen und mit verschiedenen Creators zu interagieren. Die Plattform positioniert sich als Premium-Anbieter im Bereich Adult Entertainment und richtet sich an eine erwachsene Zielgruppe, die bereit ist, für qualitativ hochwertige Inhalte zu bezahlen.
Für Nutzer in Deutschland und der gesamten Europäischen Union werden die Abonnements über das Unternehmen WGCZ s.r.o. mit Sitz in Tschechien abgewickelt. Diese Struktur ist bei vielen internationalen Adult-Diensten üblich und dient der zentralisierten Verwaltung von Zahlungen und Kundenbeziehungen innerhalb der EU. Wichtig für deutsche Verbraucher ist dabei, dass trotz des ausländischen Firmensitzes die deutschen und europäischen Verbraucherschutzrechte vollumfänglich gelten.
Die Plattform bietet verschiedene Kategorien und Inhaltstypen an, wobei Nutzer durch ein Abonnementsystem Zugang zu Premium-Content erhalten. Im Gegensatz zu kostenlosen Alternativen verspricht Faphouse exklusive Inhalte, höhere Videoqualität und direkteren Kontakt zu den Content-Erstellern. Diese Positionierung rechtfertigt aus Sicht des Anbieters die monatlichen Gebühren, die jedoch für viele Nutzer nach einer gewissen Zeit zu einer finanziellen Belastung werden können.
Geschäftsmodell und Zielgruppe
Das Geschäftsmodell von Faphouse basiert auf wiederkehrenden Abonnementgebühren, die automatisch von der hinterlegten Zahlungsmethode abgebucht werden. Diese automatische Verlängerung ist charakteristisch für Subscription-Dienste und stellt sicher, dass Nutzer kontinuierlichen Zugang haben, ohne aktiv werden zu müssen. Allerdings führt genau dieser Mechanismus häufig dazu, dass Abonnements länger bestehen bleiben als ursprünglich beabsichtigt, da Nutzer die Kündigung vergessen oder hinauszögern.
Die Zielgruppe umfasst vorwiegend erwachsene Männer zwischen 25 und 50 Jahren, die bereit sind, für spezialisierte Inhalte zu bezahlen. Viele Nutzer entscheiden sich zunächst für ein Testangebot oder einen vergünstigten Einführungspreis, bevor sie mit den regulären Gebühren konfrontiert werden. Diese Preisstruktur ist typisch für die Branche und soll die Hemmschwelle für den Erstzugang senken.
Abonnementpläne und Preise
Faphouse bietet verschiedene Abonnementoptionen an, die sich in Laufzeit und Preis unterscheiden. Die genauen Konditionen können variieren und hängen oft von aktuellen Werbeaktionen oder individuellen Angeboten ab. Grundsätzlich gilt jedoch, dass längere Vertragslaufzeiten mit niedrigeren monatlichen Kosten einhergehen, während flexible Monatsabonnements tendenziell teurer sind.
| Abonnementtyp | Laufzeit | Ungefährer Preis | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Monatsabo | 1 Monat | 15-30 EUR | Monatlich kündbar, höchster Preis |
| Quartalsabo | 3 Monate | 40-70 EUR | Reduzierter Monatspreis |
| Jahresabo | 12 Monate | 120-200 EUR | Günstigster Monatspreis, längste Bindung |
Die Preise können je nach gewähltem Zahlungsanbieter, aktuellen Promotionen und individuellen Angeboten variieren. Einige Nutzer berichten von Einführungsangeboten mit deutlich reduzierten Preisen für die ersten Wochen oder Monate, die dann automatisch in das reguläre, teurere Abonnement übergehen. Diese Praxis ist in der Branche weit verbreitet und erfordert besondere Aufmerksamkeit von Verbrauchern, die ihre Ausgaben kontrollieren möchten.
Versteckte Kosten und automatische Verlängerungen
Ein zentrales Problem, das viele Nutzer bei Faphouse und ähnlichen Diensten erleben, sind die automatischen Verlängerungen der Abonnements. Nach Ablauf der ursprünglich gewählten Laufzeit wird das Abo automatisch um denselben Zeitraum verlängert, sofern keine rechtzeitige Kündigung erfolgt ist. Diese Praxis ist zwar rechtlich zulässig, wenn sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen klar kommuniziert wird, führt jedoch häufig zu ungewollten Abbuchungen.
Besonders problematisch wird es, wenn Nutzer ihre Kreditkartendaten oder Bankverbindung geändert haben und vergessen, diese auch beim Dienst zu aktualisieren. In solchen Fällen können Mahngebühren oder Inkassoverfahren entstehen, die die ursprünglichen Kosten deutlich übersteigen. Deutsche Verbraucher sollten daher ihre Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren und ungewollte Abbuchungen umgehend reklamieren.
Kündigungsbedingungen
Die Kündigungsbedingungen bei Faphouse richten sich nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Betreibers WGCZ s.r.o. sowie nach den gesetzlichen Vorgaben in Deutschland und der Europäischen Union. Für deutsche Verbraucher sind dabei insbesondere die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) relevant, die bestimmte Mindeststandards für Kündigungsfristen und Verbraucherrechte festlegen.
Grundsätzlich gilt bei Abonnementdiensten, dass eine Kündigung vor Ablauf der aktuellen Vertragslaufzeit erfolgen muss, um eine automatische Verlängerung zu verhindern. Die genaue Kündigungsfrist ist in den AGB des Dienstes festgelegt und beträgt üblicherweise zwischen 24 Stunden und 14 Tagen vor dem Verlängerungsdatum. Verbraucher sollten diese Frist unbedingt einhalten, da nach erfolgter Verlängerung in der Regel eine Rückabwicklung nicht mehr möglich ist.
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Nach deutschem Recht haben Verbraucher bei online abgeschlossenen Verträgen grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Dieses gilt jedoch nur für den Erstabschluss des Vertrages und nicht für bereits laufende Abonnements. Wenn Sie also gerade erst ein Faphouse-Abo abgeschlossen haben, können Sie innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen und erhalten Ihr Geld zurück, sofern Sie die Dienstleistung noch nicht in Anspruch genommen haben.
Bei bereits genutzten Abonnements greift das Widerrufsrecht nicht mehr, sodass die regulären Kündigungsbedingungen gelten. Hier ist besonders wichtig, dass die Kündigung nachweisbar beim Anbieter eingeht. Aus diesem Grund empfehlen Verbraucherschützer die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein, da nur so zweifelsfrei dokumentiert werden kann, dass und wann die Kündigung zugegangen ist.
Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten
Die Kündigungsfristen bei Faphouse hängen von der gewählten Abonnementart ab. Bei monatlichen Abonnements ist in der Regel eine Kündigung bis zu 48 Stunden vor dem nächsten Abrechnungsdatum möglich. Bei längeren Vertragslaufzeiten wie Quartals- oder Jahresabos gelten oft längere Kündigungsfristen von bis zu 14 Tagen vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit.
| Vertragstyp | Kündigungsfrist | Vertragsende |
|---|---|---|
| Monatsabo | 48 Stunden vor Verlängerung | Zum Ende des Abrechnungsmonats |
| Quartalsabo | 7-14 Tage vor Laufzeitende | Nach 3 Monaten |
| Jahresabo | 14 Tage vor Laufzeitende | Nach 12 Monaten |
Diese Fristen sind Richtwerte und können in den individuellen AGB abweichen. Verbraucher sollten daher unbedingt die bei Vertragsabschluss akzeptierten Geschäftsbedingungen prüfen oder im Zweifelsfall eine Kündigung mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf einreichen.
Wie man Faphouse per Post kündigt
Die postalische Kündigung per Einschreiben mit Rückschein ist die sicherste Methode, um ein Faphouse-Abonnement zu beenden. Diese Form der Kündigung bietet den höchsten Grad an Rechtssicherheit, da sie einen unwiderlegbaren Nachweis über den Zugang der Kündigung beim Vertragspartner liefert. Gerade bei Diensten, die über ausländische Unternehmen abgewickelt werden, ist diese Absicherung besonders wichtig.
Der Hauptvorteil der postalischen Kündigung liegt in der Beweisführung. Während bei Online-Kündigungen technische Probleme auftreten können oder Bestätigungsmails im Spam-Ordner landen, dokumentiert das Einschreiben mit Rückschein eindeutig, dass Ihre Kündigung beim Empfänger angekommen ist. Im Streitfall können Sie diesen Nachweis gegenüber Ihrem Zahlungsdienstleister oder vor Gericht vorlegen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur postalischen Kündigung
Um Ihr Faphouse-Abonnement per Post zu kündigen, benötigen Sie zunächst Ihre vollständigen Vertragsdaten. Dazu gehören Ihr vollständiger Name, Ihre Adresse, die bei der Registrierung verwendete E-Mail-Adresse sowie idealerweise Ihre Kundennummer oder Vertragsnummer. Diese Informationen finden Sie in der Regel in Ihren Registrierungsunterlagen oder in Bestätigungsmails, die Sie nach Abschluss des Abonnements erhalten haben.
Formulieren Sie ein klares, unmissverständliches Kündigungsschreiben. Dieses sollte folgende Elemente enthalten: eine eindeutige Kündigungserklärung, Ihre vollständigen Kontaktdaten, die Angabe Ihrer Kundennummer, das gewünschte Kündigungsdatum (zum nächstmöglichen Zeitpunkt oder zu einem bestimmten Datum) sowie die Bitte um eine schriftliche Kündigungsbestätigung. Verzichten Sie auf lange Begründungen – eine Kündigung bedarf keiner Rechtfertigung.
Drucken Sie das Kündigungsschreiben aus und unterschreiben Sie es handschriftlich. Die eigenhändige Unterschrift ist rechtlich nicht zwingend erforderlich, erhöht aber die Beweiskraft des Dokuments. Bewahren Sie eine Kopie des Schreibens für Ihre Unterlagen auf, bevor Sie es versenden.
Versand und Adresse
Senden Sie Ihre Kündigung per Einschreiben mit Rückschein an die folgende Adresse:
- WGCZ s.r.o., Masarykova 24, 602 00 Brno, Czech Republic
Das Einschreiben mit Rückschein kostet bei der Deutschen Post derzeit etwa 4,85 Euro zusätzlich zum normalen Porto für Auslandsbriefe. Diese Investition lohnt sich jedoch, da Sie damit einen gerichtsfesten Nachweis über den Zugang Ihrer Kündigung erhalten. Der Rückschein wird Ihnen nach Zustellung des Briefes zurückgesandt und dokumentiert das genaue Zustelldatum sowie die Unterschrift des Empfängers.
Planen Sie für den Versand nach Tschechien eine Laufzeit von 5 bis 10 Werktagen ein. Um sicherzugehen, dass Ihre Kündigung rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist ankommt, sollten Sie das Schreiben mindestens zwei Wochen vor dem gewünschten Kündigungstermin absenden. Bei knappen Fristen kann auch ein Express-Versand sinnvoll sein, der allerdings höhere Kosten verursacht.
Digitale Alternativen mit Postclic
Wer den Gang zur Post scheut oder keine Zeit für den manuellen Versand hat, kann auf digitale Dienste wie Postclic zurückgreifen. Postclic ermöglicht es, Kündigungsschreiben online zu erstellen und automatisch als nachverfolgten Brief versenden zu lassen. Der Dienst übernimmt dabei die professionelle Formatierung, den Druck und den Versand des Schreibens.
Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der digitalen Dokumentation. Sie erhalten einen elektronischen Nachweis über den Versand und können den Status Ihrer Kündigung online verfolgen. Besonders praktisch ist dies für Menschen, die beruflich stark eingespannt sind oder keinen einfachen Zugang zu einer Postfiliale haben. Die Kosten für solche Dienste sind moderat und beinhalten bereits Porto und Versandkosten.
Dennoch ersetzt auch ein digitaler Versanddienst nicht die Notwendigkeit, alle relevanten Vertragsdaten korrekt anzugeben und die Kündigungsfristen einzuhalten. Die eigentliche rechtliche Wirksamkeit der Kündigung hängt vom Inhalt des Schreibens und dem rechtzeitigen Zugang beim Vertragspartner ab, nicht vom Versandweg.
Was nach der Kündigung zu beachten ist
Nach dem Versand Ihrer Kündigung sollten Sie den Rückschein aufbewahren, sobald er bei Ihnen eintrifft. Dieser dient als Beweis dafür, dass Ihre Kündigung zugestellt wurde. Zusätzlich empfiehlt es sich, Ihre Kontoauszüge in den folgenden Monaten genau zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass keine weiteren Abbuchungen erfolgen.
Falls Sie innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung keine Kündigungsbestätigung von WGCZ s.r.o. erhalten, sollten Sie aktiv nachfassen. Kontaktieren Sie den Kundenservice per E-Mail und weisen Sie auf Ihre postalische Kündigung hin. Fügen Sie eine Kopie des Kündigungsschreibens und idealerweise auch des Rückscheins bei.
Sollte trotz ordnungsgemäßer Kündigung eine weitere Abbuchung erfolgen, können Sie diese bei Ihrer Bank zurückbuchen lassen. Bei SEPA-Lastschriften haben Sie dafür acht Wochen Zeit. Informieren Sie parallel dazu den Anbieter über die unrechtmäßige Abbuchung und fordern Sie die Erstattung des Betrags sowie eine Bestätigung der Vertragsbeendigung.
Kundenbewertungen und Tipps
Die Erfahrungen von Nutzern mit Faphouse und insbesondere mit dem Kündigungsprozess fallen unterschiedlich aus. Während einige Kunden von problemlosen Kündigungen berichten, schildern andere erhebliche Schwierigkeiten bei der Vertragsbeendigung. Diese Diskrepanz ist typisch für Abonnementdienste im Adult-Bereich und unterstreicht die Bedeutung einer rechtssicheren Kündigungsmethode.
Häufige Beschwerden betreffen verzögerte oder ausbleibende Kündigungsbestätigungen, fortgesetzte Abbuchungen trotz erfolgter Kündigung sowie schwer erreichbare Kundenservice-Mitarbeiter. Einige Nutzer berichten auch von aggressiven Retention-Strategien, bei denen nach einer Kündigungsankündigung Rabattangebote oder verlängerte Testphasen angeboten werden, um den Kunden zu halten.
Häufige Kündigungsgründe
Die Gründe für eine Kündigung von Faphouse sind vielfältig. Viele Nutzer geben an, dass sie den Dienst ursprünglich nur kurzzeitig testen wollten und nach Ablauf der Testphase kein Interesse mehr an einer kostenpflichtigen Fortsetzung haben. Andere nennen finanzielle Gründe oder eine veränderte Lebenssituation, die den Dienst überflüssig macht.
Ein weiterer häufiger Kündigungsgrund ist Unzufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Einige Nutzer empfinden die monatlichen Gebühren als zu hoch im Vergleich zu den gebotenen Inhalten oder haben festgestellt, dass kostenlose Alternativen ihre Bedürfnisse ausreichend erfüllen. Auch technische Probleme, schlechte Videoqualität oder eine unübersichtliche Benutzeroberfläche werden als Kündigungsgründe genannt.
Datenschutzbedenken spielen ebenfalls eine Rolle. Einige Nutzer sind besorgt über die Speicherung ihrer Zahlungsdaten bei einem ausländischen Unternehmen oder möchten vermeiden, dass Abbuchungen für Adult-Dienste auf ihren Kontoauszügen erscheinen. Gerade bei gemeinsamen Konten oder wenn Partner Zugriff auf die Finanzen haben, kann dies zu unangenehmen Situationen führen.
Praktische Tipps für eine erfolgreiche Kündigung
Dokumentieren Sie jeden Schritt Ihrer Kündigung sorgfältig. Erstellen Sie Screenshots von relevanten Kontoinformationen, speichern Sie alle E-Mails mit dem Anbieter und bewahren Sie Kopien aller Kündigungsschreiben auf. Diese Dokumentation kann im Streitfall entscheidend sein und Ihnen helfen, Ihre Rechte durchzusetzen.
Kündigen Sie frühzeitig, nicht erst am letzten möglichen Tag. Selbst wenn die Kündigungsfrist nur 48 Stunden beträgt, sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass ein kurzfristig versendeter Brief rechtzeitig ankommt. Planen Sie einen Puffer von mindestens zwei Wochen ein, um Verzögerungen beim Postversand oder bei der internen Bearbeitung zu berücksichtigen.
Prüfen Sie nach der Kündigung regelmäßig Ihre Kreditkartenabrechnung oder Kontoauszüge. Setzen Sie sich eine Erinnerung für den Zeitpunkt, zu dem die nächste Abbuchung erfolgen würde, um zu kontrollieren, ob die Kündigung tatsächlich wirksam geworden ist. Falls doch eine Abbuchung erfolgt, reagieren Sie umgehend und kontaktieren Sie sowohl den Anbieter als auch Ihre Bank.
Umgang mit Problemen bei der Kündigung
Wenn Ihre Kündigung ignoriert wird oder Sie keine Bestätigung erhalten, eskalieren Sie die Angelegenheit systematisch. Senden Sie zunächst eine Erinnerung per E-Mail mit Bezug auf Ihr ursprüngliches Kündigungsschreiben und den Nachweis über dessen Zustellung. Setzen Sie dem Anbieter eine angemessene Frist zur Bestätigung der Kündigung, beispielsweise 14 Tage.
Sollte auch dies erfolglos bleiben, können Sie sich an Verbraucherschutzorganisationen wenden. Die Verbraucherzentralen in Deutschland bieten Beratung und Unterstützung bei Problemen mit ausländischen Anbietern. Auch das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland kann bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten innerhalb der EU helfen.
Bei unrechtmäßigen Abbuchungen nach erfolgter Kündigung nutzen Sie Ihr Recht auf Lastschriftrückgabe. Informieren Sie Ihre Bank über die Situation und lassen Sie die Abbuchung rückgängig machen. Dokumentieren Sie auch diesen Schritt und informieren Sie den Anbieter schriftlich über die Rückbuchung und deren Grund.
In hartnäckigen Fällen kann auch die Sperrung der Zahlungsmethode sinnvoll sein. Wenn Sie per Kreditkarte zahlen, können Sie bei Ihrer Bank eine Sperre für diesen spezifischen Händler einrichten lassen. Bei SEPA-Lastschriften können Sie das Mandat widerrufen, wodurch weitere Abbuchungen verhindert werden. Beachten Sie jedoch, dass dies nicht die Kündigung des Vertrages ersetzt, sondern nur eine zusätzliche Schutzmaßnahme darstellt.
Präventive Maßnahmen für zukünftige Abonnements
Lesen Sie vor Abschluss eines Abonnements immer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, insbesondere die Abschnitte zu Kündigungsfristen und automatischen Verlängerungen. Notieren Sie sich wichtige Daten wie das Ende der Testphase oder das Datum der automatischen Verlängerung in Ihrem Kalender, um rechtzeitig kündigen zu können, falls Sie den Dienst nicht weiter nutzen möchten.
Verwenden Sie wenn möglich virtuelle Kreditkarten oder Prepaid-Zahlungsmethoden für Online-Abonnements. Diese bieten zusätzlichen Schutz, da Sie das Guthaben begrenzen und im Notfall die Karte sperren können, ohne dass dies Auswirkungen auf Ihre Hauptkreditkarte oder Ihr Girokonto hat. Einige Banken bieten spezielle Einmalkarten für Online-Zahlungen an, die nach einer Transaktion automatisch ungültig werden.
Führen Sie eine Liste aller aktiven Abonnements und überprüfen Sie diese regelmäßig. Viele Menschen verlieren den Überblick über ihre wiederkehrenden Zahlungen und zahlen für Dienste, die sie nicht mehr nutzen. Eine einfache Tabelle mit Anbietername, monatlichen Kosten, Kündigungsfrist und Verlängerungsdatum kann helfen, unnötige Ausgaben zu vermeiden und rechtzeitig zu kündigen.