Kündigungsdienst Nr. 1 in Netherlands
Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – Tinder
Kennedyplein 15-17
1043 AP Amsterdam
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes Tinder. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
12/01/2026
Kündigen Sie Ihr Tinder-Abonnement einfach und schnell
Über Tinder
Tinder ist eine der weltweit bekanntesten und meistgenutzten Dating-Apps, die seit ihrer Gründung im Jahr 2012 die Art und Weise revolutioniert hat, wie Menschen neue Kontakte knüpfen und potenzielle Partner kennenlernen. Die App wurde von IAC (InterActiveCorp) entwickelt und gehört heute zur Match Group, einem der führenden Unternehmen im Bereich Online-Dating. Mit dem charakteristischen Wisch-Prinzip – nach rechts für Interesse, nach links für Ablehnung – hat Tinder eine intuitive Benutzeroberfläche geschaffen, die besonders bei jüngeren Nutzern zwischen 18 und 35 Jahren beliebt ist.
In Deutschland nutzen mehrere Millionen Menschen aktiv die Plattform, um neue Bekanntschaften zu machen, Dates zu vereinbaren oder langfristige Beziehungen aufzubauen. Die App basiert auf einem Freemium-Modell, bei dem grundlegende Funktionen kostenlos verfügbar sind, während Premium-Abonnements erweiterte Features und Vorteile bieten. Für deutsche Nutzer ist Tinder International Holdings B.V. mit Sitz in Amsterdam der zuständige Vertragspartner, was bedeutet, dass europäisches Verbraucherrecht sowie deutsche Kündigungsvorschriften Anwendung finden.
Die Popularität von Tinder hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass viele Nutzer Premium-Abonnements abschließen, um ihre Erfolgschancen zu erhöhen. Gleichzeitig entscheiden sich jedoch auch zahlreiche Mitglieder dafür, ihre Mitgliedschaft zu beenden – sei es, weil sie einen Partner gefunden haben, die Kosten als zu hoch empfinden, mit den Funktionen unzufrieden sind oder aus anderen persönlichen Gründen. Die ordnungsgemäße Kündigung eines Tinder-Abonnements erfordert jedoch Kenntnisse über die geltenden Bedingungen und die richtige Vorgehensweise, um ungewollte Verlängerungen und weitere Abbuchungen zu vermeiden.
Abonnementpläne und Preise
Tinder bietet seinen Nutzern verschiedene Abonnementstufen an, die sich in Funktionsumfang und Preis unterscheiden. Die kostenlose Basisversion ermöglicht grundlegende Funktionen wie das Swipen von Profilen, das Matchen mit anderen Nutzern und das Versenden von Nachrichten an Matches. Allerdings sind die Möglichkeiten hier begrenzt – beispielsweise gibt es nur eine bestimmte Anzahl an Likes pro Tag, und man kann nicht sehen, wer das eigene Profil bereits geliked hat.
Tinder Plus
Das erste kostenpflichtige Abonnement ist Tinder Plus, das zusätzliche Funktionen freischaltet. Hierzu gehören unbegrenzte Likes, die Möglichkeit, den eigenen Standort zu ändern und Profile weltweit zu durchsuchen, sowie die Rewind-Funktion, mit der versehentliche Swipes rückgängig gemacht werden können. Außerdem erhalten Plus-Mitglieder fünf Super-Likes pro Tag statt nur einem sowie einen kostenlosen Boost pro Monat, um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Die Preise für Tinder Plus variieren je nach Alter des Nutzers und der gewählten Laufzeit.
Tinder Gold
Tinder Gold baut auf den Funktionen von Tinder Plus auf und bietet zusätzlich die beliebte "Likes You"-Funktion, mit der Nutzer sehen können, wer ihr Profil bereits geliked hat, bevor sie selbst eine Entscheidung treffen. Dies spart Zeit und erhöht die Effizienz beim Matchen erheblich. Außerdem sind wöchentliche Top-Picks enthalten – kuratierte Profilvorschläge, die auf den eigenen Vorlieben basieren. Tinder Gold ist deutlich teurer als Plus, wird aber von vielen aktiven Nutzern bevorzugt.
Tinder Platinum
Die Premium-Stufe Tinder Platinum bietet alle Funktionen von Gold plus zusätzliche Vorteile. Platinum-Mitglieder können Nachrichten bereits vor einem Match senden, was die Chancen auf eine Antwort erhöht. Außerdem werden Profile von Platinum-Nutzern priorisiert angezeigt, was zu mehr Sichtbarkeit und potenziell mehr Matches führt. Diese Stufe richtet sich an besonders aktive Nutzer, die bereit sind, für maximale Erfolgschancen zu investieren.
Preisgestaltung und Laufzeiten
| Abonnement | 1 Monat | 6 Monate | 12 Monate |
|---|---|---|---|
| Tinder Plus | ca. 10-15 € | ca. 6-10 € / Monat | ca. 5-8 € / Monat |
| Tinder Gold | ca. 20-30 € | ca. 12-18 € / Monat | ca. 10-15 € / Monat |
| Tinder Platinum | ca. 25-40 € | ca. 15-25 € / Monat | ca. 12-20 € / Monat |
Die Preise können je nach Alter, Geschlecht und Region variieren, da Tinder eine dynamische Preisgestaltung verwendet. Jüngere Nutzer zahlen oft weniger als ältere, was in der Vergangenheit zu Diskussionen über Diskriminierung geführt hat. Längere Laufzeiten bieten deutliche Rabatte im Vergleich zu monatlichen Abonnements, binden den Nutzer jedoch auch länger an den Dienst. Alle Abonnements verlängern sich automatisch, sofern sie nicht rechtzeitig gekündigt werden – ein wichtiger Punkt, den viele Nutzer übersehen.
Kündigungsbedingungen
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Als deutscher Verbraucher unterliegen Sie beim Abschluss eines Tinder-Abonnements dem europäischen und deutschen Verbraucherrecht. Dies bedeutet, dass Sie bei Online-Verträgen grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht haben, das Ihnen erlaubt, den Vertrag ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Bei digitalen Inhalten, die sofort nach Vertragsabschluss bereitgestellt werden, kann dieses Widerrufsrecht jedoch erlöschen, wenn Sie ausdrücklich zugestimmt haben und auf Ihr Widerrufsrecht verzichtet haben – was bei Tinder-Abonnements üblicherweise der Fall ist.
Für die ordentliche Kündigung eines laufenden Abonnements gelten die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Tinder festgelegten Regelungen. Diese müssen jedoch mit deutschem Recht vereinbar sein. Besonders relevant sind hier die Vorschriften zu automatischen Vertragsverlängerungen und Kündigungsfristen, die transparent kommuniziert werden müssen. Verbraucher haben das Recht, jederzeit zu kündigen, wobei die Kündigung zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit wirksam wird.
Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten
Die Kündigungsfrist bei Tinder hängt von der gewählten Abonnementlaufzeit ab. Bei monatlichen Abonnements muss die Kündigung mindestens 24 Stunden vor dem nächsten Verlängerungsdatum eingehen, um eine weitere Abbuchung zu verhindern. Bei 6-Monats- oder 12-Monats-Abonnements gilt die gleiche Regelung – die Kündigung muss spätestens 24 Stunden vor Ablauf der gebuchten Laufzeit erfolgen, da sich das Abonnement ansonsten automatisch um denselben Zeitraum verlängert.
| Abonnementtyp | Kündigungsfrist | Wirksamkeit |
|---|---|---|
| 1-Monats-Abo | 24 Stunden vor Verlängerung | Zum Laufzeitende |
| 6-Monats-Abo | 24 Stunden vor Ablauf | Nach 6 Monaten |
| 12-Monats-Abo | 24 Stunden vor Ablauf | Nach 12 Monaten |
Besonderheiten bei der Kündigung
Ein wichtiger Aspekt bei der Kündigung von Tinder ist die Unterscheidung zwischen der Löschung des Kontos und der Kündigung des Abonnements. Viele Nutzer machen den Fehler, lediglich die App zu deinstallieren oder ihr Profil zu löschen, in der Annahme, damit sei auch das Abonnement beendet. Dies ist jedoch nicht der Fall – das Abonnement läuft weiter und wird weiterhin abgerechnet, auch wenn das Profil nicht mehr sichtbar ist oder die App nicht mehr auf dem Smartphone installiert ist.
Die Kündigung muss separat und aktiv vorgenommen werden. Je nachdem, über welche Plattform das Abonnement abgeschlossen wurde – direkt über die Tinder-Website, über den Apple App Store oder über Google Play – unterscheiden sich die Kündigungswege. Während In-App-Käufe über die jeweiligen Store-Einstellungen gekündigt werden müssen, empfiehlt sich bei direkt über Tinder abgeschlossenen Abonnements die schriftliche Kündigung per Post, um einen rechtssicheren Nachweis zu haben.
Warum eine postalische Kündigung sinnvoll ist
Obwohl digitale Kündigungswege bequem erscheinen, bietet die postalische Kündigung per Einschreiben mit Rückschein den höchsten Grad an Rechtssicherheit. Dies ist besonders wichtig, wenn es zu Unstimmigkeiten kommt – etwa wenn trotz Kündigung weitere Abbuchungen erfolgen oder der Anbieter behauptet, keine Kündigung erhalten zu haben. Mit einem Einschreiben haben Sie einen juristisch anerkannten Nachweis über den Versand und den Zugang Ihrer Kündigung beim Empfänger.
In Deutschland ist die Schriftform bei Kündigungen zwar nicht immer zwingend vorgeschrieben, wird aber von Verbraucherschützern und Rechtsexperten dringend empfohlen. Gerade bei internationalen Unternehmen wie Tinder, die ihren Sitz außerhalb Deutschlands haben, können Sprachbarrieren, unterschiedliche Rechtssysteme und komplexe Unternehmensstrukturen dazu führen, dass elektronische Kündigungen nicht ordnungsgemäß verarbeitet werden. Ein postalisches Kündigungsschreiben schafft Klarheit und Verbindlichkeit.
Wie man Tinder per Post kündigt
Vorbereitung der Kündigung
Bevor Sie Ihr Kündigungsschreiben verfassen, sollten Sie alle relevanten Vertragsdaten zusammentragen. Dazu gehören Ihre bei Tinder registrierte E-Mail-Adresse, der vollständige Name, unter dem das Konto läuft, sowie möglichst die Kundennummer oder andere Identifikationsmerkmale. Überprüfen Sie außerdem, wann Ihr aktuelles Abonnement endet und bis wann die Kündigung spätestens eingehen muss, um die automatische Verlängerung zu verhindern.
Notieren Sie sich das genaue Datum, an dem Sie die letzte Zahlung geleistet haben, und den Betrag. Diese Informationen können hilfreich sein, falls es später zu Rückfragen oder Unstimmigkeiten kommt. Machen Sie auch Screenshots Ihrer Abonnementdetails in der App oder auf der Website, bevor Sie kündigen – diese dienen als zusätzliche Dokumentation Ihres Vertragsverhältnisses.
Inhalt des Kündigungsschreibens
Ein ordnungsgemäßes Kündigungsschreiben sollte klar strukturiert und unmissverständlich formuliert sein. Beginnen Sie mit Ihren vollständigen Kontaktdaten – Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Geben Sie dann die Empfängeradresse an und formulieren Sie eine eindeutige Betreffzeile wie "Kündigung meines Tinder-Abonnements".
Im Haupttext sollten Sie deutlich erklären, dass Sie Ihr Tinder-Abonnement kündigen möchten. Geben Sie dabei die bei Tinder registrierte E-Mail-Adresse an, damit Ihr Konto eindeutig identifiziert werden kann. Nennen Sie den gewünschten Kündigungstermin – idealerweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt oder zum Ende der aktuellen Vertragslaufzeit. Fordern Sie eine schriftliche Bestätigung der Kündigung an und bitten Sie um Mitteilung des genauen Datums, zu dem das Abonnement endet.
Wichtig ist auch der Hinweis, dass keine weiteren Zahlungen von Ihrem Konto abgebucht werden sollen. Falls Sie über Lastschrift oder Kreditkarte zahlen, können Sie zusätzlich erwähnen, dass Sie etwaige Abbuchungen nach dem Kündigungsdatum zurückbuchen lassen werden. Schließen Sie das Schreiben mit Datum, Ort und Ihrer handschriftlichen Unterschrift ab – dies verleiht dem Dokument zusätzliche Rechtswirksamkeit.
Die richtige Adresse
Für deutsche Nutzer ist die korrekte Empfängeradresse entscheidend. Tinder-Kündigungen sollten an die europäische Hauptniederlassung gerichtet werden:
- Tinder International Holdings B.V., Kennedyplein 15-17, 1043 AP Amsterdam, Netherlands
Diese Adresse ist in den offiziellen Datenschutzbestimmungen von Tinder für EU-Nutzer angegeben und stellt sicher, dass Ihre Kündigung die zuständige Stelle erreicht. Verwenden Sie keine anderen Adressen, die Sie möglicherweise im Internet finden, da dies zu Verzögerungen oder dazu führen kann, dass Ihre Kündigung nicht ordnungsgemäß bearbeitet wird.
Versand per Einschreiben
Der Versand sollte unbedingt als Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Gehen Sie dafür zu einer Postfiliale und lassen Sie Ihr Kündigungsschreiben als internationales Einschreiben versenden. Der Rückschein dokumentiert, wann das Schreiben zugestellt wurde, und dient als Beweis, dass Ihre Kündigung fristgerecht beim Empfänger angekommen ist. Bewahren Sie sowohl die Versandquittung als auch den zurückgesandten Rückschein sorgfältig auf – am besten fotografieren oder scannen Sie diese Dokumente zusätzlich für Ihre digitalen Unterlagen.
Die Kosten für ein internationales Einschreiben mit Rückschein liegen bei etwa 7 bis 10 Euro, was eine lohnende Investition für die Rechtssicherheit darstellt. Planen Sie außerdem ausreichend Zeit für den Postweg ein – internationale Sendungen können mehrere Tage bis zu einer Woche dauern. Versenden Sie Ihre Kündigung daher mindestens zwei Wochen vor Ablauf der Kündigungsfrist, um auf der sicheren Seite zu sein.
Moderne Alternative mit Postclic
Wer den Gang zur Post scheut oder keine Zeit hat, kann auch digitale Dienste wie Postclic nutzen, die den gesamten Prozess vereinfachen. Postclic ermöglicht es, Kündigungsschreiben online zu erstellen und automatisch als nachverfolgbaren Brief versenden zu lassen. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der professionellen Formatierung – Sie müssen lediglich Ihre Daten eingeben, und der Dienst übernimmt Druck, Kuvertierung und Versand.
Besonders praktisch ist der digitale Nachweis, den solche Dienste bieten. Sie erhalten eine Bestätigung über den Versand und können den Status Ihrer Sendung online verfolgen. Dies kombiniert die Rechtssicherheit eines postalischen Schreibens mit der Bequemlichkeit digitaler Prozesse. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, vollem Terminkalender oder fehlendem Zugang zu einer Postfiliale stellt dies eine wertvolle Alternative dar.
Nach der Kündigung
Nachdem Sie Ihre Kündigung abgeschickt haben, sollten Sie regelmäßig Ihre E-Mails überprüfen. Tinder sollte innerhalb weniger Tage bis maximal zwei Wochen eine Kündigungsbestätigung senden. Falls Sie keine Bestätigung erhalten, nehmen Sie Kontakt mit dem Kundenservice auf und verweisen Sie auf Ihr Kündigungsschreiben. Geben Sie dabei das Versanddatum und idealerweise die Sendungsnummer des Einschreibens an.
Kontrollieren Sie auch Ihre Kontoauszüge in den folgenden Monaten, um sicherzustellen, dass keine weiteren Abbuchungen erfolgen. Sollte trotz ordnungsgemäßer Kündigung weiterhin Geld abgebucht werden, haben Sie das Recht, diese Lastschriften bei Ihrer Bank zurückbuchen zu lassen. In Deutschland haben Sie dafür bei unautorisierten Lastschriften eine Frist von acht Wochen ab Belastungsdatum. Wenden Sie sich in solchen Fällen auch an Verbraucherschutzzentralen, die bei der Durchsetzung Ihrer Rechte helfen können.
Kundenbewertungen und Tipps
Häufige Gründe für die Kündigung
Die Gründe, warum Nutzer ihr Tinder-Abonnement kündigen, sind vielfältig. Ein häufiger Grund ist natürlich der Erfolg der App selbst – viele Nutzer haben einen Partner gefunden und benötigen die Dating-Plattform nicht mehr. Dies ist der positivste Kündigungsgrund und zeigt, dass die App für diese Personen ihren Zweck erfüllt hat.
Andere Nutzer sind mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis unzufrieden. Die Premium-Abonnements sind nicht günstig, und nicht jeder empfindet die zusätzlichen Funktionen als den Preis wert. Besonders bei längeren Abonnements ohne Erfolg beim Dating entscheiden sich viele Nutzer, ihr Geld lieber anderweitig zu investieren oder kostenlose Alternativen auszuprobieren.
Ein weiterer häufig genannter Grund sind negative Erfahrungen mit der Plattform selbst. Manche Nutzer berichten von zu vielen inaktiven Profilen, Fake-Accounts oder Personen, die nicht ernsthaft an einer Beziehung interessiert sind. Die oberflächliche Natur des Swipe-Prinzips wird ebenfalls kritisiert – einige Menschen fühlen sich durch die reine Fokussierung auf Fotos und kurze Profilbeschreibungen reduziert und suchen nach tiefgründigeren Dating-Möglichkeiten.
Erfahrungen mit dem Kündigungsprozess
Die Erfahrungsberichte von Nutzern bezüglich des Kündigungsprozesses bei Tinder sind gemischt. Viele berichten, dass die Kündigung über die App-Store-Einstellungen bei In-App-Käufen relativ unkompliziert funktioniert, sofern man weiß, wo man suchen muss. Allerdings gibt es auch zahlreiche Beschwerden über automatische Verlängerungen, die trotz vermeintlicher Kündigung stattgefunden haben.
Besonders problematisch scheint die Situation bei Nutzern zu sein, die ihr Abonnement direkt über die Tinder-Website abgeschlossen haben. Hier berichten einige von Schwierigkeiten, überhaupt eine Kündigungsoption zu finden, oder von fehlenden Bestätigungen nach der Kündigung. In solchen Fällen hat sich die postalische Kündigung als zuverlässigste Methode erwiesen, da sie einen rechtsgültigen Nachweis liefert.
Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass internationale Online-Dienste manchmal bewusst den Kündigungsprozess kompliziert gestalten, um Nutzer länger zu binden. Dies ist zwar rechtlich problematisch, kommt aber in der Praxis vor. Umso wichtiger ist es, auf eine formgerechte, nachweisbare Kündigung zu achten und sich nicht auf mündliche Zusagen oder unklare Online-Prozesse zu verlassen.
Praktische Tipps für Tinder-Nutzer
Wenn Sie ein Tinder-Abonnement abschließen, notieren Sie sich sofort das Verlängerungsdatum und setzen Sie sich eine Erinnerung einige Wochen vorher. So vergessen Sie nicht, rechtzeitig zu kündigen, falls Sie den Dienst nicht weiter nutzen möchten. Viele ungewollte Verlängerungen passieren schlichtweg, weil Nutzer das Datum übersehen haben.
Beginnen Sie mit einem kurzen Abonnement, idealerweise einem Monat, bevor Sie sich für längere Laufzeiten entscheiden. Auch wenn die Monatspreise bei Jahresabos verlockend günstig erscheinen, binden Sie sich damit lange an den Dienst. Testen Sie zunächst, ob die Premium-Funktionen Ihnen tatsächlich helfen und ob Sie mit der Plattform zufrieden sind.
Dokumentieren Sie alle Schritte im Zusammenhang mit Ihrem Abonnement. Machen Sie Screenshots von der Buchungsbestätigung, von Ihren Abonnementdetails und von jeder Kommunikation mit Tinder. Diese Dokumentation kann im Streitfall unbezahlbar sein und hilft auch dabei, den Überblick über Ihre Vertragssituation zu behalten.
Alternativen zu Tinder
Falls Sie mit Tinder unzufrieden sind, gibt es zahlreiche alternative Dating-Apps und -Plattformen. Bumble verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Tinder, gibt aber Frauen die Kontrolle über die erste Kontaktaufnahme. OkCupid setzt stärker auf ausführliche Profile und Persönlichkeitstests, was zu tiefgründigeren Matches führen kann. Für Menschen, die eine ernsthafte Beziehung suchen, könnten Plattformen wie Parship oder ElitePartner interessanter sein, die auf Kompatibilität und langfristige Partnerschaften ausgerichtet sind.
Auch kostenlose Alternativen existieren, die ohne Premium-Abonnements auskommen oder zumindest deutlich günstigere Optionen bieten. Jaumo, Lovoo oder Badoo sind in Deutschland populär und bieten grundlegende Dating-Funktionen kostenlos an. Für spezifische Zielgruppen gibt es zudem spezialisierte Apps – etwa für bestimmte Altersgruppen, Lebensstile oder Beziehungsformen.
Verbraucherschutz und rechtliche Unterstützung
Falls Sie Probleme mit der Kündigung Ihres Tinder-Abonnements haben oder trotz ordnungsgemäßer Kündigung weiterhin Abbuchungen erfolgen, zögern Sie nicht, Unterstützung zu suchen. Die Verbraucherzentralen in Deutschland bieten kostenlose Erstberatung und können Ihnen helfen, Ihre Rechte durchzusetzen. Auch Online-Beschwerdeportale wie das Europäische Verbraucherzentrum können bei grenzüberschreitenden Problemen vermitteln.
Bei hartnäckigen Fällen kann auch ein Anwalt für Verbraucherrecht hinzugezogen werden. Die Kosten dafür können sich lohnen, besonders wenn es um größere Summen geht oder wenn das Unternehmen wiederholt gegen Verbraucherrechte verstößt. In Deutschland haben Verbraucher starke Rechte, und Unternehmen können zu Schadensersatz verpflichtet werden, wenn sie diese missachten.
Datenschutz nach der Kündigung
Ein oft übersehener Aspekt bei der Kündigung von Dating-Apps ist der Datenschutz. Auch nach der Kündigung Ihres Abonnements speichert Tinder möglicherweise weiterhin Ihre persönlichen Daten, Fotos und Chat-Verläufe. Wenn Sie möchten, dass diese Daten gelöscht werden, müssen Sie dies explizit beantragen. Nach der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben Sie ein Recht auf Löschung Ihrer personenbezogenen Daten.
Um die vollständige Löschung Ihres Kontos und aller damit verbundenen Daten zu beantragen, sollten Sie dies schriftlich tun – idealerweise im selben Kündigungsschreiben oder in einem separaten Schreiben an dieselbe Adresse. Fordern Sie eine Bestätigung an, dass alle Ihre Daten gemäß DSGVO gelöscht wurden. Tinder muss diesem Wunsch innerhalb einer angemessenen Frist nachkommen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
Beachten Sie jedoch, dass die Löschung Ihres Kontos endgültig ist. Falls Sie die App in Zukunft wieder nutzen möchten, müssen Sie ein komplett neues Profil erstellen. Überlegen Sie daher gut, ob Sie nur das Abonnement kündigen oder auch Ihr Konto vollständig löschen möchten. Für die reine Beendigung der Zahlungspflicht reicht die Kündigung des Abonnements aus – das Konto kann bestehen bleiben und mit den kostenlosen Grundfunktionen weitergenutzt werden.
Die Erfahrungen tausender Nutzer zeigen, dass eine gut vorbereitete, schriftliche Kündigung per Post der sicherste Weg ist, um ein Tinder-Abonnement zu beenden. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihr Kündigungsschreiben sorgfältig zu formulieren, versenden Sie es rechtzeitig per Einschreiben, und bewahren Sie alle Nachweise auf. So schützen Sie sich vor ungewollten Kosten und stellen sicher, dass Ihre Kündigung rechtswirksam wird.