Annulleringstjeneste nr. 1 i Germany
Kontraktnummer:
Til opmærksomheden af:
Annulleringsafdeling – Kabel BW
Postfach 100231
50442 Köln
Emne: Kontraktannullering – Certificeret e-mailmeddelelse
Kære hr. eller fru,
Jeg meddeler dig hermed min beslutning om at opsige kontrakt nummer vedrørende Kabel BW-tjenesten. Denne meddelelse udgør en fast, klar og utvetydig hensigt om at annullere kontrakten, gældende på den tidligst mulige dato eller i overensstemmelse med den gældende kontraktlige opsigelsesperiode.
Jeg anmoder venligst om at du træffer alle nødvendige foranstaltninger til at:
– ophøre al fakturering fra annulleringens ikrafttrædelsesdato;
– bekræfte skriftligt den korrekte modtagelse af denne anmodning;
– og, hvis relevant, sende mig slutopgørelsen eller saldobekræftelsen.
Denne annullering sendes til dig via certificeret e-mail. Afsendelsen, tidsstemplingen og indholdets integritet er etableret, hvilket gør det til ækvivalent bevis, der opfylder kravene til elektronisk bevis. Du har derfor alle de nødvendige elementer til at behandle denne annullering korrekt, i overensstemmelse med de gældende principper vedrørende skriftlig meddelelse og kontraktfrihed.
I overensstemmelse med forbrugerbeskyttelsesloven fra 2015 og databeskyttelsesbestemmelserne anmoder jeg også om at du:
– sletter alle mine personlige data, der ikke er nødvendige for dine juridiske eller regnskabsmæssige forpligtelser;
– lukker eventuelle tilknyttede personlige konti;
– og bekræfter for mig den effektive sletning af data i overensstemmelse med gældende rettigheder vedrørende beskyttelse af privatlivets fred.
Jeg beholder en fuldstændig kopi af denne meddelelse samt bevis for afsendelse.
Med venlig hilsen,
12/01/2026
So kündigen Sie Ihren Kabel BW Vertrag erfolgreich
Über Kabel BW
Kabel BW war einst einer der führenden Kabelnetzbetreiber in Baden-Württemberg und versorgte Millionen von Haushalten mit Internet, Telefon und Fernsehen über das Kabelnetz. Das Unternehmen wurde 2003 gegründet und entwickelte sich schnell zum wichtigsten Anbieter für Breitband-Kabelanschlüsse in der Region. Im Jahr 2011 erfolgte die Übernahme durch Unitymedia, und seit 2013 gehört Kabel BW vollständig zur Vodafone Kabel Deutschland GmbH. Heute firmiert das Unternehmen unter der Marke Vodafone, wobei viele Altverträge noch unter dem Namen Kabel BW laufen.
Die Integration in den Vodafone-Konzern brachte zahlreiche Veränderungen mit sich, sowohl für Bestandskunden als auch für die Servicestruktur. Kunden mit alten Kabel BW-Verträgen profitieren teilweise von günstigeren Konditionen als Neukunden, sind jedoch auch an längere Vertragslaufzeiten gebunden. Das Serviceangebot umfasst nach wie vor Highspeed-Internet mit Geschwindigkeiten bis zu 1000 Mbit/s, digitales Kabelfernsehen mit HD-Sendern und Festnetztelefonie. Die technische Infrastruktur basiert auf dem modernen DOCSIS-Standard, der hohe Übertragungsraten ermöglicht.
Für Kunden, die über eine Kündigung nachdenken, ist es wichtig zu verstehen, dass sie es rechtlich mit Vodafone Kabel Deutschland zu tun haben, auch wenn ihr Vertrag ursprünglich mit Kabel BW abgeschlossen wurde. Dies hat Auswirkungen auf die Kündigungsmodalitäten, Ansprechpartner und die postalische Adresse für Kündigungsschreiben. Die offizielle Kündigungsadresse lautet:
- Kabel BW, z. Hd. Kundenmanagement, Postfach 100231, 50442 Köln
Abonnementpläne und Preise bei Kabel BW
Historische Tarifstruktur
Die ursprünglichen Kabel BW-Tarife unterschieden sich deutlich von den heutigen Vodafone-Angeboten. Bestandskunden mit alten Verträgen haben oft noch Zugang zu Tarifen, die in dieser Form nicht mehr verfügbar sind. Diese Legacy-Tarife zeichneten sich durch transparente Preisstrukturen und moderate Geschwindigkeiten aus, die für die damalige Zeit durchaus konkurrenzfähig waren. Typische Geschwindigkeitsstufen lagen bei 32 Mbit/s, 100 Mbit/s und 200 Mbit/s im Download.
Die monatlichen Grundgebühren für reine Internettarife bewegten sich zwischen 20 und 50 Euro, abhängig von der gewählten Bandbreite. Kombipakete mit Telefon und Fernsehen waren entsprechend teurer und konnten bis zu 80 Euro monatlich kosten. Ein wesentlicher Unterschied zu modernen Tarifen bestand darin, dass Hardware wie Kabelmodems oft separat berechnet oder als Einmalzahlung fällig wurde.
Aktuelle Preisgestaltung für Bestandskunden
Nach der vollständigen Integration in Vodafone wurden viele Kabel BW-Kunden auf neue Tarifstrukturen umgestellt oder erhielten Angebote zur Vertragsanpassung. Dies führte in vielen Fällen zu Preiserhöhungen, die rechtlich durch Sonderkündigungsrechte abgesichert sein müssen. Bestandskunden sollten ihre Vertragsunterlagen genau prüfen, um zu verstehen, welche Konditionen aktuell gelten.
| Tarifbereich | Geschwindigkeit | Typischer Preisspanne | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Einsteiger-Internet | 50-100 Mbit/s | 25-35 Euro/Monat | Oft mit Drosselung |
| Standard-Internet | 200-400 Mbit/s | 35-50 Euro/Monat | Meist ohne Volumenbegrenzung |
| Premium-Internet | 500-1000 Mbit/s | 50-80 Euro/Monat | Für Hochleistungsnutzer |
| Kombi-Pakete | Variabel | 60-120 Euro/Monat | Internet + TV + Telefon |
Zusätzliche Kosten und Gebühren
Neben der monatlichen Grundgebühr fallen bei Kabel BW-Verträgen verschiedene Zusatzkosten an. Die Bereitstellungsgebühr für Neuanschlüsse betrug historisch zwischen 50 und 100 Euro. Für die Miete des Kabelmodems oder der Receiver-Hardware werden monatlich zwischen 3 und 10 Euro berechnet. Bei vorzeitiger Kündigung innerhalb der Mindestvertragslaufzeit können erhebliche Auslösesummen anfallen, die sich aus den verbleibenden Monatsgebühren berechnen.
Besonders ärgerlich für viele Kunden sind versteckte Kosten wie Servicepauschalen für Technikerbesuche, die schnell 100 Euro oder mehr betragen können. Auch Preiserhöhungen während der Vertragslaufzeit sind ein häufiger Kündigungsgrund, wobei Kunden hier ein Sonderkündigungsrecht zusteht, wenn die Erhöhung nicht rechtzeitig und transparent kommuniziert wurde.
Kündigungsbedingungen bei Kabel BW
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Die Kündigung von Telekommunikationsverträgen unterliegt in Deutschland strengen gesetzlichen Regelungen, die im Telekommunikationsgesetz (TKG) verankert sind. Seit der TKG-Novelle von 2021 gelten neue Bestimmungen, die Verbraucher besser schützen sollen. Besonders relevant ist die Regelung zur Vertragslaufzeit: Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit dürfen sich Verträge nur noch um maximal einen Monat verlängern, und die Kündigungsfrist beträgt dann ebenfalls nur einen Monat.
Für Altverträge von Kabel BW, die vor der Gesetzesänderung abgeschlossen wurden, können jedoch noch die alten Regelungen gelten. Diese sahen typischerweise eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten vor, mit anschließender automatischer Verlängerung um weitere 12 Monate, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wurde. Die Kündigungsfrist betrug in der Regel drei Monate zum Vertragsende.
Ordentliche Kündigung
Die ordentliche Kündigung erfolgt zum Ende der Vertragslaufzeit unter Einhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist. Kunden müssen dabei genau auf die Fristen achten, da eine verspätete Kündigung automatisch zu einer Vertragsverlängerung führt. Bei einem typischen Kabel BW-Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit und drei Monaten Kündigungsfrist muss das Kündigungsschreiben spätestens im 21. Vertragsmonat beim Unternehmen eingehen.
Die Beweislast für den rechtzeitigen Zugang der Kündigung liegt beim Kunden. Deshalb ist es unerlässlich, die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein zu versenden. Nur so kann im Streitfall nachgewiesen werden, dass das Schreiben fristgerecht zugestellt wurde. Einfache Briefe oder E-Mails bieten diesen Nachweis nicht und bergen das Risiko, dass der Anbieter den Erhalt bestreitet.
Sonderkündigungsrechte
Neben der ordentlichen Kündigung gibt es verschiedene Situationen, die ein außerordentliches Kündigungsrecht begründen. Ein häufiger Fall ist die Preiserhöhung während der Vertragslaufzeit. Erhöht Vodafone die Preise für bestehende Kabel BW-Verträge, müssen Kunden mindestens einen Monat im Voraus informiert werden und haben dann ein Sonderkündigungsrecht innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe.
Ein weiteres Sonderkündigungsrecht besteht bei Umzug, sofern der Anbieter am neuen Wohnort keine vergleichbare Leistung erbringen kann. Auch bei erheblichen Leistungsstörungen, die trotz Mängelanzeige nicht behoben werden, kann eine außerordentliche Kündigung gerechtfertigt sein. In solchen Fällen sollte die Kündigung ausführlich begründet und mit Nachweisen versehen werden.
| Kündigungsart | Kündigungsfrist | Voraussetzung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Ordentliche Kündigung (Altvertrag) | 3 Monate | Vertragsende | Schriftform erforderlich |
| Ordentliche Kündigung (nach TKG 2021) | 1 Monat | Nach Mindestlaufzeit | Nur für neue Verträge |
| Sonderkündigung Preiserhöhung | Sofort möglich | Preisanpassung | 3 Monate Zeit ab Mitteilung |
| Sonderkündigung Umzug | 3 Monate | Keine Verfügbarkeit | Nachweis erforderlich |
| Außerordentliche Kündigung | Fristlos | Erhebliche Störungen | Dokumentation wichtig |
Wichtige Fristen und Termine
Die Einhaltung aller relevanten Fristen ist bei der Kündigung von Kabel BW essentiell. Kunden sollten zunächst in ihren Vertragsunterlagen nachsehen, wann genau ihr Vertrag begonnen hat und welche Laufzeit vereinbart wurde. Der Vertragsbeginn ist oft nicht identisch mit dem Datum der Vertragsunterzeichnung, sondern mit dem tatsächlichen Aktivierungsdatum der Dienste.
Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von Kündigungsfrist und Kündigungstermin. Die Kündigungsfrist bezeichnet den Zeitraum vor Vertragsende, in dem gekündigt werden muss. Bei drei Monaten Kündigungsfrist und einem Vertragsende am 31. Dezember muss die Kündigung also spätestens am 30. September beim Anbieter eingehen. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich der Versand mindestens eine Woche früher, um Postlaufzeiten zu berücksichtigen.
Wie man Kabel BW per Post kündigt
Warum die postalische Kündigung am zuverlässigsten ist
Obwohl viele Anbieter heute Online-Kündigungsformulare oder telefonische Kündigungen anbieten, bleibt die postalische Kündigung per Einschreiben mit Rückschein die sicherste Methode. Der entscheidende Vorteil liegt im rechtssicheren Nachweis: Der Rückschein dokumentiert eindeutig, dass das Kündigungsschreiben zu einem bestimmten Datum zugestellt wurde. Dies ist vor Gericht als Beweis anerkannt und schützt vor Streitigkeiten über den Zugang der Kündigung.
Bei Online-Kündigungen besteht immer das Risiko technischer Probleme, fehlender Bestätigungen oder nachträglicher Behauptungen, die Kündigung sei nie eingegangen. Telefonische Kündigungen sind noch problematischer, da sie in der Regel nicht einmal schriftlich bestätigt werden und somit kaum nachweisbar sind. Manche Anbieter verweisen Kunden am Telefon auf die Schriftform oder versichern, die Kündigung weiterzuleiten, ohne dass dies tatsächlich geschieht.
Die postalische Kündigung mag zwar etwas aufwendiger erscheinen, bietet aber maximale Rechtssicherheit. In Zeiten, in denen Mobilfunkanbieter und Internetprovider häufig versuchen, Kündigungen zu verzögern oder anzufechten, ist dieser Nachweis unbezahlbar. Zudem erfüllt die schriftliche Kündigung per Post zweifelsfrei die gesetzliche Schriftformerfordernis nach § 126 BGB.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur postalischen Kündigung
Der erste Schritt zur erfolgreichen Kündigung ist die Zusammenstellung aller relevanten Vertragsdaten. Dazu gehören die vollständige Kundennummer, die Vertragsnummer (falls abweichend), die Anschlussadresse und das ursprüngliche Vertragsdatum. Diese Informationen finden sich auf Rechnungen, im Kundenportal oder in den ursprünglichen Vertragsunterlagen. Je präziser die Angaben, desto geringer das Risiko von Verwechslungen oder Verzögerungen.
Das Kündigungsschreiben selbst sollte klar strukturiert und unmissverständlich formuliert sein. Es muss eindeutig erkennbar sein, dass eine Kündigung gewünscht wird und nicht etwa nur eine Anfrage gestellt wird. Formulierungen wie "Ich möchte kündigen" oder "Ich denke über eine Kündigung nach" sind unzureichend. Stattdessen sollte es heißen: "Hiermit kündige ich meinen Vertrag fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt" oder bei bekanntem Datum "zum 31. Dezember 2024".
Das Schreiben muss folgende Elemente enthalten: Absenderadresse, Empfängeradresse, Datum, Betreff mit Kundennummer, eindeutige Kündigungserklärung, gewünschter Kündigungstermin, Bitte um schriftliche Bestätigung und eigenhändige Unterschrift. Bei gemeinsamen Verträgen müssen beide Vertragspartner unterschreiben. Eine Kopie sollte für die eigenen Unterlagen aufbewahrt werden.
Versand per Einschreiben mit Rückschein
Der Versand erfolgt ausschließlich als Einschreiben mit Rückschein bei der Deutschen Post. Diese Versandart kostet zusätzlich zur normalen Briefmarke etwa 4,85 Euro und garantiert, dass der Empfänger den Erhalt quittieren muss. Der Rückschein wird dann an den Absender zurückgeschickt und dient als Beweis für die Zustellung. Alternativ kann auch ein Einschreiben Einwurf gewählt werden, das mit etwa 2,95 Euro günstiger ist, aber nur den Einwurf dokumentiert, nicht die persönliche Übergabe.
Die korrekte Adresse für die Kündigung von Kabel BW-Verträgen ist essentiell. Kündigungen müssen an folgende Adresse gesendet werden:
- Kabel BW, z. Hd. Kundenmanagement, Postfach 100231, 50442 Köln
Diese Postfachadresse wird von Vodafone Kabel Deutschland für die Bearbeitung von Kündigungen genutzt. Briefe an andere Adressen oder lokale Servicecenter können zu Verzögerungen führen oder als nicht ordnungsgemäß zugestellt gelten. Die Angabe "z. Hd. Kundenmanagement" stellt sicher, dass das Schreiben in der richtigen Abteilung landet.
Digitale Unterstützung durch Services wie Postclic
Für Kunden, die den Aufwand des postalischen Versands scheuen oder sicherstellen möchten, dass alle formalen Anforderungen erfüllt sind, bieten digitale Dienste wie Postclic eine praktische Alternative. Solche Services ermöglichen es, Kündigungsschreiben online zu erstellen und direkt als echten Brief mit Sendungsverfolgung versenden zu lassen. Der Vorteil liegt in der professionellen Formatierung, der automatischen Verwendung der korrekten Empfängeradresse und dem digitalen Nachweis über den Versand.
Postclic und ähnliche Anbieter kümmern sich um den Druck, das Kuvertieren und den Versand als Einschreiben. Kunden erhalten eine digitale Sendungsverfolgung und können den Status ihrer Kündigung jederzeit online einsehen. Dies spart nicht nur Zeit und den Gang zur Post, sondern minimiert auch Fehlerquellen bei der Adressierung oder Formulierung. Die Kosten für solche Services sind in der Regel moderat und werden durch die gewonnene Sicherheit und Zeitersparnis aufgewogen.
Nach dem Versand: Bestätigung und Nachverfolgung
Nach dem Versand des Kündigungsschreibens sollten Kunden aktiv die Bestätigung durch Vodafone verfolgen. Der Rückschein der Post dokumentiert zwar die Zustellung, aber erst die schriftliche Kündigungsbestätigung des Anbieters gibt endgültige Sicherheit. Diese Bestätigung sollte innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung eintreffen und das konkrete Vertragsende sowie eventuelle Rückgabemodalitäten für Hardware enthalten.
Bleibt eine Bestätigung aus, ist proaktives Handeln gefragt. Ein Anruf bei der Kundenhotline kann klären, ob die Kündigung bearbeitet wurde. Dabei sollte die Sendungsnummer des Einschreibens bereitgehalten werden. Falls der Anbieter behauptet, keine Kündigung erhalten zu haben, dient der Rückschein als Beweis. In hartnäckigen Fällen kann eine erneute Kündigung mit Verweis auf das erste Schreiben und Kopie des Rückscheins sinnvoll sein.
Kundenbewertungen und Tipps zur Kündigung
Häufige Kündigungsgründe bei Kabel BW
Die Gründe für eine Kündigung von Kabel BW sind vielfältig und spiegeln typische Probleme wider, die Kunden mit großen Telekommunikationsanbietern erleben. An erster Stelle stehen Unzufriedenheit mit der Servicequalität und wiederkehrende technische Probleme. Viele Kunden berichten von instabilen Internetverbindungen, häufigen Ausfällen und langen Wartezeiten bei der Störungsbehebung. Besonders in den Abendstunden, wenn viele Nutzer gleichzeitig online sind, kommt es zu Geschwindigkeitseinbußen, die weit unter der vertraglich zugesicherten Bandbreite liegen.
Ein weiterer häufiger Kündigungsgrund sind Preiserhöhungen. Nach der Übernahme durch Vodafone wurden viele Bestandskunden schrittweise auf teurere Tarife umgestellt oder erhielten Preisanpassungen, die nicht immer transparent kommuniziert wurden. Kunden, die ursprünglich günstige Kabel BW-Tarife hatten, sahen sich plötzlich mit Mehrkosten von 10 bis 20 Euro monatlich konfrontiert, ohne dass sich die Leistung verbessert hätte.
Der Wechsel zu anderen Anbietern motiviert ebenfalls viele Kündigungen. Konkurrenten wie Telekom, 1&1 oder regionale Glasfaseranbieter locken mit attraktiven Neukundenangeboten, höheren Geschwindigkeiten oder besserer Netzstabilität. Besonders der Ausbau von Glasfasernetzen macht Kabelanschlüsse für technikaffine Nutzer weniger attraktiv, da Glasfaser symmetrische Upload- und Download-Geschwindigkeiten bietet, während Kabelanschlüsse typischerweise deutlich langsamere Uploads haben.
Erfahrungen mit dem Kündigungsprozess
Die Erfahrungen von Kunden mit dem Kündigungsprozess bei Kabel BW sind gemischt. Während einige von reibungslosen Abläufen berichten, schildern andere erhebliche Schwierigkeiten. Ein wiederkehrendes Problem ist die verzögerte oder fehlende Kündigungsbestätigung. Selbst bei Versand per Einschreiben dauert es manchmal Wochen, bis eine schriftliche Bestätigung erfolgt, was bei Kunden zu Unsicherheit führt.
Manche Kunden berichten auch von Versuchen des Anbieters, die Kündigung anzufechten oder zu verzögern. Typische Taktiken sind Behauptungen, die Kündigung sei nicht fristgerecht eingegangen, oder Angebote für Tarifwechsel statt Vertragsbeendigung. Hier zeigt sich der Wert eines Einschreibens mit Rückschein: Kunden, die diesen Nachweis vorlegen konnten, hatten deutlich weniger Probleme, ihre Kündigung durchzusetzen.
Positiv wird hingegen oft die Abwicklung nach erfolgter Kündigung bewertet. Die Rückgabe von Hardware wie Kabelmodem und Receivern funktioniert meist problemlos, wenn die vorgegebenen Rücksendeetiketten verwendet werden. Auch die Abschlussrechnung wird in der Regel korrekt erstellt, wobei Guthaben aus Vorauszahlungen zuverlässig erstattet werden.
Praktische Tipps für eine erfolgreiche Kündigung
Basierend auf Erfahrungen zahlreicher Kunden lassen sich einige bewährte Praktiken für eine erfolgreiche Kündigung ableiten. Erstens sollte die Kündigung so früh wie möglich verschickt werden, idealerweise vier bis fünf Monate vor dem gewünschten Vertragsende. Dies gibt ausreichend Puffer für eventuelle Komplikationen und ermöglicht rechtzeitige Nachfassaktionen, falls die Bestätigung ausbleibt.
Zweitens ist eine akribische Dokumentation unerlässlich. Kunden sollten Kopien aller Schreiben, Rückscheine, E-Mails und Gesprächsnotizen aufbewahren. Bei telefonischen Kontakten sollten Datum, Uhrzeit, Name des Gesprächspartners und Inhalt notiert werden. Diese Dokumentation ist Gold wert, wenn es zu Streitigkeiten kommt.
Drittens empfiehlt sich die gleichzeitige Suche nach einem neuen Anbieter. Die Kündigungsfrist sollte genutzt werden, um Alternativen zu vergleichen und einen nahtlosen Übergang zu organisieren. Viele neue Anbieter übernehmen sogar die Kündigung beim alten Provider, wobei Kunden dennoch selbst eine Sicherheitskündigung verschicken sollten.
Umgang mit Rückgewinnungsversuchen
Nach Eingang einer Kündigung versuchen viele Anbieter, Kunden mit speziellen Angeboten zum Bleiben zu bewegen. Vodafone kontaktiert häufig kündigende Kabel BW-Kunden telefonisch oder schriftlich mit vergünstigten Tarifen, Hardware-Upgrades oder Preisnachlässen. Diese sogenannten Retention-Angebote können durchaus attraktiv sein, sollten aber kritisch geprüft werden.
Wichtig ist zu verstehen, dass solche Angebote oft zeitlich begrenzt sind und nach 12 oder 24 Monaten wieder die alten oder sogar höhere Preise gelten. Kunden sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und die Angebote in Ruhe mit Alternativen vergleichen. Wer sich für ein Retention-Angebot entscheidet, sollte alle Konditionen schriftlich bestätigen lassen und darauf achten, dass die ursprüngliche Kündigung zurückgenommen wird.
Wer bei seiner Kündigungsentscheidung bleiben möchte, sollte dies klar kommunizieren und nicht auf weitere Gespräche eingehen. Ein einfaches "Ich habe mich bereits für einen anderen Anbieter entschieden" beendet meist die Rückgewinnungsversuche. Keinesfalls sollte man sich zu voreiligen Zusagen hinreißen lassen oder neue Verträge am Telefon abschließen, ohne die Bedingungen schriftlich geprüft zu haben.
Rechtliche Absicherung und Verbraucherschutz
Bei Problemen mit der Kündigung stehen Verbrauchern verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung. Die Bundesnetzagentur ist die zuständige Aufsichtsbehörde für Telekommunikationsanbieter und nimmt Beschwerden entgegen, wenn Anbieter gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen. Besonders bei Streitigkeiten über Kündigungsfristen oder verweigerten Sonderkündigungsrechten kann die Bundesnetzagentur vermitteln.
Verbraucherzentralen bieten ebenfalls Unterstützung und Beratung bei Vertragsproblemen. Sie können einschätzen, ob eine Kündigung rechtmäßig ist, helfen bei der Formulierung von Beschwerden und vermitteln im Streitfall. Viele Verbraucherzentralen haben spezialisierte Berater für Telekommunikationsverträge, die mit den Fallstricken der Branche vertraut sind.
Als letztes Mittel bleibt der Rechtsweg. Bei größeren Streitwerten oder grundsätzlichen Rechtsfragen kann die Einschaltung eines Anwalts sinnvoll sein. Viele Rechtsschutzversicherungen decken Streitigkeiten im Vertragsrecht ab. Vor einer Klage sollte jedoch immer der Versuch einer außergerichtlichen Einigung stehen, da Gerichtsverfahren langwierig und kostspielig sein können. Die gute Nachricht: Mit einer ordnungsgemäßen postalischen Kündigung per Einschreiben haben Verbraucher meist eine starke Ausgangsposition, die selten zu ernsthaften Rechtsstreitigkeiten führt.