Kündigungsdienst Nr. 1 in Germany
Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – AfD
Chausseestraße 128a
10115 Berlin
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes AfD. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
12/01/2026
So brechen Sie Ihre Mitgliedschaft in der AfD ab
Über AfD
Die Alternative für Deutschland (AfD) ist eine politische Partei in Deutschland, die im Jahr 2013 gegründet wurde. Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in der Chausseestraße 128a in Berlin-Mitte und dient als zentrale Anlaufstelle für administrative Angelegenheiten, einschließlich der Bearbeitung von Mitgliedschaften. Als Mitglied einer politischen Partei in Deutschland gelten besondere rechtliche Rahmenbedingungen, die sowohl im Parteiengesetz als auch in der jeweiligen Parteisatzung verankert sind.
Eine Mitgliedschaft in einer politischen Partei ist in Deutschland durch das Grundrecht auf Vereinigungsfreiheit geschützt. Ebenso ist das Recht, aus einer Partei wieder auszutreten, ein fundamentales demokratisches Prinzip. Die AfD hat wie alle anderen Parteien spezifische Regelungen für den Beitritt und Austritt von Mitgliedern, die in ihrer Bundessatzung festgelegt sind. Diese Regelungen müssen mit dem deutschen Parteiengesetz konform sein und dürfen den Austritt nicht unverhältnismäßig erschweren.
Die Partei ist bundesweit mit Landesverbänden und Kreisverbänden organisiert. Für administrative Prozesse wie Kündigungen ist in der Regel die Bundesgeschäftsstelle zuständig, wobei manche Landesverbände eigene Regelungen haben können. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Mitgliedschaft in einer politischen Partei mit regelmäßigen Beitragszahlungen verbunden ist, deren Höhe vom jeweiligen Einkommen und von der Satzung abhängt.
Mitgliedsbeiträge und Kostenstruktur
Beitragsordnung der AfD
Die Mitgliedsbeiträge bei der AfD sind nach sozialen Gesichtspunkten gestaffelt und richten sich nach dem Einkommen der Mitglieder. Die Bundessatzung sieht verschiedene Beitragskategorien vor, die eine faire Beteiligung aller Mitglieder an der Finanzierung der Parteiarbeit ermöglichen sollen. Die genaue Höhe der Beiträge wird durch die Beitragsordnung festgelegt, die regelmäßig auf Bundesparteitagen beschlossen wird.
| Einkommenskategorie | Monatlicher Mindestbeitrag | Empfohlener Beitrag |
|---|---|---|
| Ohne Einkommen/Schüler/Studenten | 5 Euro | 10 Euro |
| Bis 2.000 Euro netto | 10 Euro | 20 Euro |
| 2.000 bis 4.000 Euro netto | 20 Euro | 40 Euro |
| Über 4.000 Euro netto | 40 Euro | 80 Euro oder mehr |
Zusätzliche finanzielle Verpflichtungen
Neben den regulären Mitgliedsbeiträgen können für Mitglieder weitere finanzielle Verpflichtungen entstehen. Dazu gehören beispielsweise Umlagen für Wahlkämpfe, die von der Partei beschlossen werden können. Auch Beiträge für Landesverbände oder Kreisverbände können zusätzlich anfallen, wobei diese in der Regel bereits im Gesamtbeitrag enthalten sind. Mitglieder haben zudem die Möglichkeit, durch freiwillige Spenden die Parteiarbeit zu unterstützen.
Die Beitragszahlung erfolgt üblicherweise per Lastschriftverfahren, kann aber auch durch Überweisung geleistet werden. Bei Zahlungsverzug kann die Mitgliedschaft ruhen oder im Extremfall durch die Partei beendet werden. Es ist daher wichtig, bei einer beabsichtigten Kündigung den formalen Weg einzuhalten, um sicherzustellen, dass keine weiteren Beiträge eingezogen werden.
Kündigungsbedingungen und rechtliche Grundlagen
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Das Recht auf Austritt aus einer politischen Partei ist in Deutschland verfassungsrechtlich durch die negative Vereinigungsfreiheit geschützt. Das Parteiengesetz regelt in § 10 Absatz 2, dass ein Parteimitglied jederzeit aus der Partei austreten kann. Eine Kündigungsfrist oder andere Einschränkungen des Austrittsrechts sind grundsätzlich unzulässig, sofern sie nicht in der Satzung verankert sind und angemessen bleiben.
Die Bundessatzung der AfD enthält spezifische Regelungen zum Austritt. Nach diesen Bestimmungen endet die Mitgliedschaft durch schriftliche Austrittserklärung gegenüber dem zuständigen Vorstand. Die Schriftform ist zwingend erforderlich, was bedeutet, dass eine mündliche Kündigung oder eine Kündigung per E-Mail nicht ausreichend ist. Diese Formvorschrift dient der Rechtssicherheit für beide Seiten und verhindert Missverständnisse.
Kündigungsfristen und Wirksamkeit
Gemäß der Satzung der AfD wird der Austritt mit Zugang der schriftlichen Erklärung beim zuständigen Vorstand wirksam. Es gibt keine gesetzliche Kündigungsfrist für den Austritt aus einer politischen Partei, allerdings kann die Satzung bestimmte Regelungen enthalten. In der Praxis bedeutet dies, dass die Mitgliedschaft zum Zeitpunkt des Zugangs der Kündigungserklärung endet.
| Kündigungsaspekt | Regelung | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Kündigungsfrist | Keine oder gemäß Satzung | Parteiengesetz § 10 |
| Formerfordernis | Schriftlich | Bundessatzung AfD |
| Wirksamkeit | Mit Zugang beim Vorstand | BGB § 130 |
| Beitragspflicht | Bis zum Wirksamwerden | Beitragsordnung |
Wichtige Hinweise zur Beitragspflicht
Nach dem Austritt endet die Beitragspflicht mit dem Wirksamwerden der Kündigung. Bereits eingezogene Beiträge für den laufenden Monat werden in der Regel nicht erstattet. Es ist daher ratsam, den Zeitpunkt der Kündigung so zu wählen, dass keine unnötigen Beitragszahlungen mehr erfolgen. Bei bestehenden Lastschriftmandaten sollte zusätzlich zur Kündigung auch das SEPA-Mandat widerrufen werden, um sicherzustellen, dass keine weiteren Abbuchungen stattfinden.
Sollten nach dem wirksamen Austritt dennoch weitere Beiträge eingezogen werden, haben ehemalige Mitglieder das Recht, diese zurückzufordern. Dies kann durch Rücklastschrift bei der Bank oder durch direkte Kontaktaufnahme mit der Partei erfolgen. Ein nachweisbarer Kündigungsbeleg ist in solchen Fällen besonders wertvoll.
Wie man AfD per Post kündigt
Warum die postalische Kündigung die sicherste Methode ist
Die Kündigung per Post, insbesondere per Einschreiben mit Rückschein, ist die rechtssicherste Methode für den Austritt aus einer politischen Partei. Im Gegensatz zu E-Mails oder telefonischen Kündigungen erfüllt ein Brief die Schriftformerfordernis nach deutschem Recht eindeutig. Das Einschreiben mit Rückschein bietet zudem einen gerichtsfesten Nachweis darüber, dass die Kündigungserklärung tatsächlich beim Empfänger angekommen ist und wann dies geschehen ist.
In der Praxis kommt es immer wieder zu Streitigkeiten darüber, ob eine Kündigung wirksam zugegangen ist. Mit einem Einschreiben mit Rückschein lassen sich solche Diskussionen von vornherein vermeiden. Der Rückschein dokumentiert nicht nur den Zugang, sondern auch das genaue Datum und die Unterschrift des Empfängers. Dies ist besonders wichtig, wenn es später um die Frage geht, ab wann keine Beiträge mehr geschuldet werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur postalischen Kündigung
Der erste Schritt bei der Kündigung ist die Erstellung eines formgerechten Kündigungsschreibens. Dieses sollte klar und unmissverständlich die Absicht zum Austritt aus der Partei formulieren. Wichtige Bestandteile sind die vollständige Angabe der persönlichen Daten, die Mitgliedsnummer falls bekannt, sowie eine eindeutige Erklärung über den gewünschten Austritt. Das Schreiben muss handschriftlich unterschrieben werden, da eine digitale Unterschrift die Schriftform nicht erfüllt.
Das Kündigungsschreiben sollte folgende Elemente enthalten:
- Vollständiger Name und Anschrift des kündigenden Mitglieds
- Mitgliedsnummer, falls vorhanden
- Geburtsdatum zur eindeutigen Identifikation
- Klare Formulierung der Austrittserklärung
- Datum der Erklärung
- Handschriftliche Unterschrift
- Optional: Bitte um schriftliche Bestätigung des Austritts
Die korrekte Adresse für die Kündigung
Die Kündigungserklärung muss an die zuständige Stelle gerichtet werden. Für bundesweite Angelegenheiten und wenn keine andere Zuständigkeit bekannt ist, ist die Bundesgeschäftsstelle die richtige Anlaufstelle:
- Alternative für Deutschland, Bundesgeschäftsstelle, Chausseestraße 128a, 10115 Berlin
Es ist wichtig, die Adresse korrekt und vollständig anzugeben, um Verzögerungen bei der Zustellung zu vermeiden. Bei Unsicherheiten über die Zuständigkeit kann auch der jeweilige Landesverband kontaktiert werden, allerdings empfiehlt sich für einen rechtssicheren Austritt die Übermittlung an die Bundesgeschäftsstelle.
Der Versand per Einschreiben
Für den Versand der Kündigung sollte unbedingt die Option "Einschreiben mit Rückschein" gewählt werden. Diese Versandart kostet bei der Deutschen Post derzeit etwa 4,85 Euro zusätzlich zum normalen Porto und bietet maximale Rechtssicherheit. Der Rückschein wird nach Zustellung an den Absender zurückgeschickt und dient als Beweis für den erfolgten Zugang.
Alternativ kann auch ein "Einschreiben Einwurf" gewählt werden, das etwas günstiger ist. Hierbei dokumentiert der Zusteller den Einwurf in den Briefkasten, allerdings gibt es keinen Rückschein. Für besonders wichtige Kündigungen ist das Einschreiben mit Rückschein dennoch vorzuziehen, da es im Streitfall die stärkere Beweiskraft hat.
Moderne Lösungen für den Briefversand
Der Gang zur Post kann zeitaufwendig sein, besonders wenn die Öffnungszeiten nicht mit den eigenen Arbeitszeiten vereinbar sind. Hier bieten digitale Dienstleister wie Postclic eine praktische Alternative. Über solche Plattformen kann das Kündigungsschreiben online erstellt und direkt als nachverfolgbarer Brief versendet werden, ohne dass man selbst zur Post gehen muss.
Die Vorteile solcher Dienste liegen auf der Hand: Das Schreiben wird professionell formatiert, der Versand erfolgt mit Sendungsverfolgung, und man erhält einen digitalen Nachweis über den Versand. Besonders praktisch ist dies für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder bei Zeitmangel. Der Service übernimmt den Druck, das Kuvertieren und den postalischen Versand, sodass man sich um die technischen Details nicht kümmern muss.
Nach dem Versand: Was ist zu beachten?
Nach dem Versand der Kündigung sollte der Rückschein sorgfältig aufbewahrt werden. Dieser dient als Nachweis für den Zugang der Kündigungserklärung und kann bei späteren Unstimmigkeiten vorgelegt werden. Es empfiehlt sich, auch eine Kopie des Kündigungsschreibens für die eigenen Unterlagen anzufertigen.
In den meisten Fällen bestätigt die Partei den Austritt schriftlich. Sollte innerhalb von zwei bis drei Wochen keine Reaktion erfolgen, ist es ratsam, telefonisch oder schriftlich nachzufragen. Dabei sollte man sich auf das Einschreiben beziehen und gegebenenfalls das Datum des Zugangs laut Rückschein nennen. Eine fehlende Bestätigung macht die Kündigung jedoch nicht unwirksam, wenn sie ordnungsgemäß zugegangen ist.
Widerruf des Lastschriftmandats
Parallel zur Kündigung sollte das SEPA-Lastschriftmandat widerrufen werden, falls die Beiträge per Lastschrift eingezogen wurden. Dies kann durch ein separates Schreiben an die Partei erfolgen oder direkt bei der eigenen Bank. Der Widerruf bei der Bank ist oft der schnellere Weg, um sicherzustellen, dass keine weiteren Abbuchungen erfolgen. Auch hierfür sollte die Schriftform gewählt und ein Nachweis aufbewahrt werden.
Gründe für eine Kündigung
Politische Meinungsänderungen
Der häufigste Grund für den Austritt aus einer politischen Partei sind Veränderungen in der eigenen politischen Überzeugung. Menschen entwickeln sich weiter, sammeln neue Erfahrungen und können zu der Erkenntnis gelangen, dass die Positionen der Partei nicht mehr mit ihren eigenen Werten übereinstimmen. Dies ist ein völlig legitimer und im demokratischen System vorgesehener Prozess. Die Meinungsfreiheit umfasst auch das Recht, seine politische Zugehörigkeit zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern.
Auch Entwicklungen innerhalb der Partei können dazu führen, dass Mitglieder sich nicht mehr repräsentiert fühlen. Programmatische Änderungen, neue Schwerpunktsetzungen oder personelle Veränderungen in der Führung können Gründe sein, warum Menschen ihre Mitgliedschaft beenden möchten. Das Recht auf Austritt ist dabei unabhängig von der Begründung und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen ausgeübt werden.
Persönliche und finanzielle Gründe
Nicht immer sind politische Differenzen der Grund für einen Parteiaustritt. Oft spielen auch persönliche Umstände eine Rolle. Veränderte Lebenssituationen wie ein Umzug ins Ausland, berufliche Verpflichtungen oder gesundheitliche Gründe können dazu führen, dass eine aktive Parteiarbeit nicht mehr möglich ist. In solchen Fällen entscheiden sich manche Menschen dafür, ihre Mitgliedschaft zu beenden.
Auch finanzielle Aspekte können relevant sein. Die regelmäßigen Mitgliedsbeiträge stellen für manche Menschen eine spürbare finanzielle Belastung dar, besonders bei veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen wie Arbeitslosigkeit oder Renteneintritt. Obwohl die Beitragsordnung soziale Staffelungen vorsieht, kann auch der Mindestbeitrag in schwierigen Zeiten eine Herausforderung darstellen.
Zeitliche Belastung und Erwartungen
Eine Parteimitgliedschaft ist oft mit Erwartungen an aktive Mitarbeit verbunden. Sitzungen, Wahlkampfveranstaltungen, Infostände und andere Aktivitäten können zeitintensiv sein. Nicht jeder hat die Kapazität oder den Wunsch, sich in diesem Umfang zu engagieren. Wenn die zeitlichen Anforderungen mit beruflichen oder familiären Verpflichtungen kollidieren, kann dies ein Grund für den Austritt sein.
Erfahrungen und praktische Tipps
Erfahrungsberichte ehemaliger Mitglieder
Viele Menschen, die aus politischen Parteien austreten, berichten von einem reibungslosen Ablauf, sofern die formalen Anforderungen beachtet wurden. Die Verwendung eines Einschreibens wird durchweg als sinnvoll bewertet, da es Klarheit über den Zeitpunkt des Zugangs schafft. Probleme entstehen meist dann, wenn die Schriftform nicht eingehalten wurde oder die Kündigung an eine falsche Adresse geschickt wurde.
Einige ehemalige Mitglieder berichten, dass nach dem Austritt noch Kontaktversuche der Partei erfolgten, etwa mit der Bitte, die Entscheidung zu überdenken. Dies ist rechtlich unproblematisch, solange keine Belästigung vorliegt. Niemand ist verpflichtet, auf solche Kontaktversuche zu reagieren oder seine Entscheidung zu begründen. Der Austritt ist mit Zugang der Kündigungserklärung wirksam, unabhängig von weiterer Kommunikation.
Häufige Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass eine E-Mail oder eine mündliche Erklärung ausreichend sei. Da die Satzung die Schriftform vorschreibt, sind solche Kündigungen nicht wirksam. Ein weiterer Fehler ist das Versenden ohne Nachweis, etwa als normaler Brief ohne Einschreiben. Wenn später Unklarheiten über den Zugang entstehen, fehlt dann der Beweis.
Auch das Vergessen des Widerrufs des Lastschriftmandats führt manchmal zu Problemen. Selbst nach wirksamer Kündigung können noch Beiträge abgebucht werden, wenn das Mandat nicht widerrufen wurde. Zwar müssen diese dann zurückerstattet werden, aber der administrative Aufwand lässt sich durch rechtzeitigen Widerruf vermeiden.
Dokumentation und Aufbewahrung
Es ist ratsam, alle Dokumente im Zusammenhang mit der Kündigung mindestens drei Jahre aufzubewahren. Dazu gehören das Kündigungsschreiben, der Rückschein des Einschreibens, eventuelle Bestätigungen der Partei und der Widerruf des Lastschriftmandats. Diese Unterlagen können wichtig werden, wenn es später zu Unstimmigkeiten über Beitragsforderungen oder den Zeitpunkt des Austritts kommt.
Eine digitale Kopie der Dokumente ist zusätzlich empfehlenswert. Eingescannte Versionen können in Cloud-Speichern oder auf externen Festplatten gesichert werden. So sind die Nachweise auch dann verfügbar, wenn die Papierversion verloren geht.
Umgang mit Nachfragen
Nach einem Parteiaustritt kann es vorkommen, dass ehemalige Mitglieder Nachfragen erhalten, etwa zu den Gründen für die Entscheidung. Es besteht keinerlei Verpflichtung, solche Fragen zu beantworten. Der Austritt aus einer Partei ist ein Grundrecht, das keiner Begründung bedarf. Wer dennoch antworten möchte, sollte sachlich bleiben und persönliche Angriffe vermeiden.
Bei anhaltenden unerwünschten Kontaktversuchen kann man deutlich machen, dass man keine weitere Kommunikation wünscht. In extremen Fällen können auch rechtliche Schritte wie eine Unterlassungsaufforderung in Betracht gezogen werden, allerdings ist dies nur selten notwendig.
Neustart nach dem Austritt
Der Austritt aus einer politischen Partei kann auch eine Chance für einen Neuanfang sein. Viele Menschen engagieren sich nach dem Verlassen einer Partei in anderen Formen des politischen oder gesellschaftlichen Engagements, etwa in Bürgerinitiativen, Vereinen oder anderen Organisationen. Die politische Landschaft in Deutschland bietet vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen, ohne zwingend Parteimitglied sein zu müssen.
Wichtig ist, dass die Entscheidung für einen Austritt respektiert wird – sowohl von anderen als auch von einem selbst. Politische Überzeugungen können sich ändern, und das ist ein normaler Teil der persönlichen Entwicklung. Der formale Austritt sollte dabei so reibungslos wie möglich gestaltet werden, weshalb die Einhaltung der beschriebenen Schritte und die Verwendung der postalischen Kündigung per Einschreiben so wichtig sind.