
Kündigungsdienst Nr. 1 in Malta

Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – Anyoption
Valletta Buildings
STJ 1434 St Julian's
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes Anyoption. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
13/01/2026
Kündigung Ihres Anyoption-Kontos: So gehen Sie vor
Über Anyoption
Anyoption war einer der ersten und bekanntesten Anbieter für den Handel mit binären Optionen in Europa. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und hatte seinen Sitz in Malta unter der Firmierung ANYOPTION Ltd mit Geschäftsadresse im J & C Building in St Julian's. Über mehrere Jahre hinweg bot Anyoption deutschen Kunden eine Plattform für spekulative Finanzgeschäfte, bei denen auf steigende oder fallende Kurse von Währungen, Rohstoffen, Aktien und Indizes gewettet werden konnte.
Die Plattform richtete sich sowohl an erfahrene Trader als auch an Einsteiger und warb mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche sowie vergleichsweise niedrigen Einstiegshürden. Anyoption war in Malta reguliert und verfügte über eine Lizenz der Malta Financial Services Authority (MFSA), was dem Unternehmen erlaubte, seine Dienste im gesamten EU-Raum anzubieten, einschließlich Deutschland.
Im Jahr 2017 kam es jedoch zu einschneidenden Veränderungen in der Branche. Die European Securities and Markets Authority (ESMA) kündigte drastische Regulierungen für binäre Optionen an, die 2018 in einem vollständigen Verbot für Privatkunden mündeten. Anyoption stellte daraufhin sein EU-Geschäft ein und nahm keine neuen Kunden mehr auf. Bestehende Konten mussten geschlossen oder abgewickelt werden, was viele deutsche Nutzer vor die Notwendigkeit stellte, ihre Verträge formell zu kündigen.
Trotz der Geschäftseinstellung ist es für ehemalige Kunden wichtig, eine ordnungsgemäße Kündigung vorzunehmen, um sicherzustellen, dass keine Restforderungen bestehen und alle persönlichen Daten gemäß Datenschutzgrundverordnung gelöscht werden. Die korrekte Adresse für Kündigungsschreiben lautet:
- ANYOPTION Ltd, 3rd Floor, J & C Building, Valletta Buildings, St Julian's STJ 1434, Malta
Abonnementpläne und Preise
Im Gegensatz zu klassischen Abonnement-Diensten arbeitete Anyoption nicht mit monatlichen Festpreisen oder Mitgliedschaftsgebühren. Das Geschäftsmodell basierte vielmehr auf einem transaktionsbasierten System, bei dem Kunden Geld auf ihr Handelskonto einzahlten und dann einzelne Trades platzierten. Die Preisstruktur war komplex und hing von verschiedenen Faktoren ab.
Kontoarten und Mindesteinzahlungen
Anyoption bot verschiedene Kontotypen an, die sich durch unterschiedliche Mindesteinzahlungen und zusätzliche Leistungen unterschieden. Die Grundstruktur sah wie folgt aus:
| Kontotyp | Mindesteinzahlung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Bronze-Konto | 250 Euro | Standardzugang zur Plattform |
| Silber-Konto | 1.000 Euro | Persönlicher Account Manager |
| Gold-Konto | 5.000 Euro | Erweiterte Analysetools |
| Platin-Konto | 10.000 Euro | Premium-Support und Schulungen |
Kostenstruktur und Gebühren
Die eigentlichen Kosten entstanden nicht durch Kontoführungsgebühren, sondern durch die Struktur der binären Optionen selbst. Bei jedem Trade war eine Rendite von typischerweise 70 bis 85 Prozent im Gewinnfall möglich, während im Verlustfall der gesamte Einsatz verloren ging. Diese asymmetrische Struktur stellte den Hauptverdienst des Unternehmens dar.
Zusätzlich fielen bei manchen Transaktionen Gebühren an, etwa bei Auszahlungen unter bestimmten Beträgen oder bei der Nutzung bestimmter Zahlungsmethoden. Inaktivitätsgebühren konnten ebenfalls anfallen, wenn ein Konto über längere Zeit nicht genutzt wurde, was ein weiterer Grund für eine formelle Kündigung sein konnte.
Kündigungsbedingungen
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Für die Kündigung eines Anyoption-Kontos gelten sowohl maltesisches Recht als auch deutsche und europäische Verbraucherschutzbestimmungen. Nach den EU-Richtlinien über Finanzdienstleistungen haben Kunden das Recht, ihre Verträge jederzeit zu kündigen, sofern keine laufenden offenen Positionen bestehen.
Das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sieht in den Paragrafen 312 bis 312k besondere Regelungen für Fernabsatzverträge vor, zu denen auch Online-Handelsplattformen gehören. Grundsätzlich besteht ein Widerrufsrecht von 14 Tagen nach Vertragsschluss, darüber hinaus kann der Vertrag ordentlich gekündigt werden.
Kündigungsfristen und Bedingungen
Die allgemeinen Geschäftsbedingungen von Anyoption sahen vor, dass Kunden ihr Konto jederzeit schließen konnten. Allerdings mussten folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Alle offenen Positionen mussten geschlossen sein
- Das Kontoguthaben musste ausgezahlt oder auf null reduziert worden sein
- Keine ausstehenden Bonusbedingungen durften mehr bestehen
- Die Identitätsprüfung musste abgeschlossen sein
Besonders wichtig war der Punkt bezüglich Bonuszahlungen. Anyoption bot häufig Einzahlungsboni an, die an Umsatzbedingungen geknüpft waren. Solange diese nicht erfüllt waren, konnte eine Auszahlung verweigert werden, was die Kontokündigung komplizierte.
Gründe für eine Kündigung
Deutsche Kunden kündigten ihre Anyoption-Konten aus verschiedenen Gründen. Nach dem ESMA-Verbot 2018 war die Kündigung oft zwingend erforderlich, da keine neuen Trades mehr möglich waren. Andere häufige Gründe umfassten Unzufriedenheit mit der Plattform, Verluste beim Trading, Schwierigkeiten bei Auszahlungen oder ein genereller Ausstieg aus dem risikoreichen Handel mit binären Optionen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte bereits vor dem EU-weiten Verbot wiederholt vor den Risiken binärer Optionen gewarnt und darauf hingewiesen, dass die meisten Privatanleger Geld verlieren. Diese Warnungen führten ebenfalls dazu, dass viele Nutzer ihre Konten kündigten.
Wie man Anyoption per Post kündigt
Warum die postalische Kündigung am sichersten ist
Die Kündigung per Post gilt als rechtssicherste Methode, um ein Anyoption-Konto zu schließen. Im Gegensatz zu E-Mails oder Online-Formularen bietet ein per Einschreiben versandter Brief einen nachweisbaren Zustellnachweis, der im Streitfall vor Gericht verwertbar ist. Dies ist besonders wichtig bei einem Unternehmen mit Sitz im Ausland, wo die Rechtsdurchsetzung komplizierter sein kann.
Nach deutschem Recht ist für wichtige Willenserklärungen wie Kündigungen die Schriftform empfehlenswert, auch wenn sie nicht immer zwingend vorgeschrieben ist. Das Einschreiben mit Rückschein dokumentiert nicht nur den Versand, sondern auch den Empfang des Schreibens. Dies schützt vor der Behauptung, die Kündigung sei nie eingegangen.
Gerade bei Finanzdienstleistern, bei denen es um Guthaben, Auszahlungen oder potenzielle Forderungen geht, ist dieser Nachweis von unschätzbarem Wert. Sollte es später zu Unstimmigkeiten kommen, kann der Postnachweis belegen, dass die Kündigung fristgerecht erfolgt ist.
Vorbereitung des Kündigungsschreibens
Ein wirksames Kündigungsschreiben sollte alle relevanten Informationen enthalten, um eine eindeutige Identifizierung zu ermöglichen und Rückfragen zu vermeiden. Folgende Angaben sind essentiell:
- Vollständiger Name und Geburtsdatum
- Aktuelle Adresse
- Kontonummer oder Kundennummer bei Anyoption
- Eindeutige Kündigungserklärung
- Gewünschtes Kündigungsdatum oder Formulierung "zum nächstmöglichen Zeitpunkt"
- Aufforderung zur Bestätigung der Kündigung
- Anweisung zur Auszahlung des Restguthabens
- Datum und Unterschrift
Das Schreiben sollte sachlich und präzise formuliert sein. Lange Begründungen sind nicht notwendig und können die Bearbeitung sogar verzögern. Eine klare, unmissverständliche Kündigungserklärung ist ausreichend.
Versand per Einschreiben
Der Versand sollte als Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Bei der Deutschen Post kostet diese Versandart zusätzlich zum Porto etwa 4,85 Euro für das Einschreiben Einwurf und 6,85 Euro für das Einschreiben mit Rückschein. Der Rückschein dokumentiert die Zustellung und wird dem Absender zurückgeschickt.
Für internationale Sendungen nach Malta gelten besondere Regelungen. Die Laufzeit kann 5 bis 10 Werktage betragen. Es empfiehlt sich, den Sendungsverlauf online zu verfolgen, was mit der Sendungsnummer möglich ist.
Wichtig ist, eine Kopie des Kündigungsschreibens für die eigenen Unterlagen aufzubewahren. Zusammen mit dem Einlieferungsbeleg und später dem Rückschein bildet dies eine vollständige Dokumentation der Kündigung.
Alternative: Digitale Versandservices
Für Personen, die den Gang zur Post scheuen oder eine bequemere Lösung suchen, bieten digitale Services wie Postclic eine praktische Alternative. Solche Dienste ermöglichen es, Kündigungsschreiben online zu erstellen und als echten Brief mit Einschreiben versenden zu lassen. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der professionellen Formatierung.
Postclic und ähnliche Anbieter übernehmen den Druck, das Kuvertieren und den Versand, während der Kunde einen digitalen Nachweis über den Versand erhält. Dies kann besonders praktisch sein, wenn mehrere Kündigungen gleichzeitig zu versenden sind oder wenn man sich unsicher über die korrekte Formatierung ist.
Nachverfolgung und Bestätigung
Nach dem Versand sollte die Zustellung überwacht werden. Sobald der Rückschein eintrifft oder die Online-Sendungsverfolgung die Zustellung bestätigt, beginnt die Bearbeitungszeit. Anyoption sollte innerhalb von 2 bis 4 Wochen eine schriftliche Kündigungsbestätigung senden.
Falls keine Bestätigung eintrifft, ist ein Nachfassschreiben ratsam, ebenfalls per Einschreiben. Darin sollte auf das erste Schreiben verwiesen und eine Bestätigung innerhalb einer angemessenen Frist gefordert werden.
Kundenbewertungen und Tipps
Erfahrungen mit dem Kündigungsprozess
Die Erfahrungen deutscher Kunden mit der Kündigung von Anyoption waren gemischt. Vor der Geschäftseinstellung 2017 berichteten viele Nutzer von reibungslosen Kündigungen, sofern keine offenen Positionen oder Bonusbedingungen bestanden. Problematisch wurde es häufig, wenn noch Guthaben auf dem Konto war oder Umsatzbedingungen für Boni nicht erfüllt waren.
Nach der Ankündigung der ESMA-Regulierung und der faktischen Geschäftseinstellung häuften sich Berichte über verzögerte Auszahlungen und erschwerte Kontaktaufnahme. Der Kundenservice war teilweise schwer erreichbar, was die Abwicklung von Kündigungen komplizierte.
Häufige Probleme und Lösungen
Ein wiederkehrendes Problem war die Verweigerung von Auszahlungen mit Verweis auf nicht erfüllte Bonusbedingungen. In solchen Fällen empfahl sich eine schriftliche Anfrage nach den genauen Bedingungen und dem aktuellen Status. Bei berechtigten Forderungen half oft die Einschaltung der BaFin oder der maltesischen MFSA.
Ein weiteres Problem stellten Inaktivitätsgebühren dar, die das Kontoguthaben nach und nach reduzierten. Wer sein Konto längere Zeit nicht nutzte, sollte es aktiv kündigen, um solche Gebühren zu vermeiden.
Wichtige Tipps für die Kündigung
Dokumentieren Sie alle Kommunikation mit Anyoption sorgfältig. Speichern Sie E-Mails, machen Sie Screenshots von Kontoständen und bewahren Sie alle Postbelege auf. Diese Dokumentation kann bei Streitigkeiten entscheidend sein.
Fordern Sie explizit die Löschung Ihrer personenbezogenen Daten gemäß Artikel 17 der Datenschutzgrundverordnung. Dies sollte im Kündigungsschreiben erwähnt werden.
Lassen Sie sich die Kündigung und die Schließung des Kontos schriftlich bestätigen. Nur mit dieser Bestätigung haben Sie einen belastbaren Nachweis, dass keine weiteren Verpflichtungen bestehen.
Rechtliche Unterstützung
Bei Problemen mit der Kündigung oder verweigerten Auszahlungen kann die BaFin kontaktiert werden. Die Bundesanstalt nimmt Beschwerden entgegen und vermittelt gegebenenfalls. Auch Verbraucherzentralen bieten Beratung zu Finanzdienstleistungen an.
In schwerwiegenden Fällen kann ein auf Finanzrecht spezialisierter Anwalt hinzugezogen werden. Dies ist besonders sinnvoll, wenn größere Beträge auf dem Spiel stehen. Die Rechtsdurchsetzung gegen ein maltesisches Unternehmen ist zwar aufwendiger, aber durch EU-Recht grundsätzlich möglich.
Abschließend ist festzuhalten, dass die postalische Kündigung per Einschreiben die sicherste Methode darstellt, um ein Anyoption-Konto rechtswirksam zu schließen. Die sorgfältige Dokumentation aller Schritte schützt vor späteren Problemen und ermöglicht im Streitfall eine effektive Rechtsdurchsetzung.