
Kündigungsdienst Nr. 1 in Germany

Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – HILO Lohnsteuerhilfeverein
Tempelhofer Ufer 1-3
10963 Berlin
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes HILO Lohnsteuerhilfeverein. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
14/01/2026
So beenden Sie Ihre Mitgliedschaft bei HILO Lohnsteuerhilfeverein
Über HILO Lohnsteuerhilfeverein
Der HILO Lohnsteuerhilfeverein e.V. ist eine etablierte Institution in Deutschland, die sich auf die Beratung und Unterstützung von Arbeitnehmern und Rentnern bei steuerlichen Angelegenheiten spezialisiert hat. Mit Hauptsitz in Berlin am Tempelhofer Ufer 1-3 bietet der Verein seinen Mitgliedern professionelle Hilfe bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung und anderen steuerrechtlichen Fragen. Als Lohnsteuerhilfeverein unterliegt HILO den gesetzlichen Bestimmungen des Steuerberatungsgesetzes und darf ausschließlich Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre beraten.
Die Mitgliedschaft in einem Lohnsteuerhilfeverein wie HILO bietet zahlreiche Vorteile: fachkundige Beratung durch geschulte Mitarbeiter, Unterstützung bei Einsprüchen gegen Steuerbescheide, Vertretung vor dem Finanzamt und in vielen Fällen eine deutlich höhere Steuererstattung als bei selbstständiger Erstellung der Steuererklärung. Der Verein verfügt über bundesweite Beratungsstellen, die seinen Mitgliedern persönliche Beratungstermine ermöglichen.
Trotz der Vorteile kann es verschiedene Gründe geben, warum Mitglieder ihre Mitgliedschaft bei HILO beenden möchten. Manche entscheiden sich für einen Wechsel zu einem anderen Lohnsteuerhilfeverein, andere bevorzugen die Dienste eines Steuerberaters oder möchten ihre Steuererklärung künftig selbst erstellen. Auch Veränderungen in der persönlichen Lebenssituation, wie der Übergang in die Selbstständigkeit, können eine Kündigung erforderlich machen, da Lohnsteuerhilfevereine Selbstständige nicht beraten dürfen.
Mitgliedschaftsmodelle und Beitragsstruktur
Beitragsberechnung bei HILO
Die Beitragsstruktur bei Lohnsteuerhilfevereinen wie HILO richtet sich in der Regel nach dem Bruttoeinkommen der Mitglieder. Dieses Modell stellt sicher, dass die Kosten für die steuerliche Beratung im angemessenen Verhältnis zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Mitglieds stehen. Je höher das Einkommen, desto höher fällt der jährliche Mitgliedsbeitrag aus. Diese gestaffelte Beitragsordnung ist bei den meisten Lohnsteuerhilfevereinen in Deutschland üblich und transparent in der Satzung geregelt.
Der Mitgliedsbeitrag deckt üblicherweise die Erstellung der jährlichen Einkommensteuererklärung ab, einschließlich der Anlagen für Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen. Zusätzliche Leistungen wie die Bearbeitung von Einsprüchen, die Vertretung bei Außenprüfungen oder die Beratung in komplexen Steuerfällen sind in der Regel im Mitgliedsbeitrag enthalten.
Übersicht der Beitragskategorien
| Jahresbruttoeinkommen | Ungefährer Jahresbeitrag | Leistungsumfang |
|---|---|---|
| Bis 10.000 Euro | 60-80 Euro | Grundleistungen |
| 10.001 bis 20.000 Euro | 100-140 Euro | Grundleistungen |
| 20.001 bis 30.000 Euro | 150-200 Euro | Grundleistungen |
| 30.001 bis 40.000 Euro | 210-270 Euro | Grundleistungen |
| Über 40.000 Euro | 280-400 Euro | Grundleistungen |
Zahlungsmodalitäten und Mitgliedschaftsjahr
Der Mitgliedsbeitrag wird in der Regel jährlich im Voraus fällig und kann per Lastschriftverfahren oder Überweisung beglichen werden. Das Mitgliedschaftsjahr entspricht meist dem Kalenderjahr, wobei die Beitragszahlung zu Jahresbeginn erfolgt. Bei unterjährigem Eintritt wird der Beitrag anteilig berechnet. Diese Regelung ist wichtig für die Kündigungsfristen, da die Mitgliedschaft üblicherweise zum Ende eines Kalenderjahres beendet werden kann.
Es ist zu beachten, dass der gezahlte Mitgliedsbeitrag steuerlich absetzbar ist. Die Kosten für die Mitgliedschaft in einem Lohnsteuerhilfeverein können als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden, was die tatsächliche finanzielle Belastung für das Mitglied reduziert. Diese steuerliche Absetzbarkeit macht die Mitgliedschaft für viele Arbeitnehmer besonders attraktiv.
Kündigungsbedingungen und rechtliche Grundlagen
Gesetzliche Rahmenbedingungen in Deutschland
Die Mitgliedschaft in einem Lohnsteuerhilfeverein ist vertraglich geregelt und unterliegt sowohl den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches als auch den vereinsspezifischen Satzungsregelungen. Nach deutschem Vereinsrecht kann eine Mitgliedschaft grundsätzlich ordentlich gekündigt werden, sofern die in der Satzung festgelegten Fristen und Bedingungen eingehalten werden. Diese Regelungen dienen dem Schutz beider Parteien und schaffen Rechtssicherheit.
Das Steuerberatungsgesetz regelt zusätzlich die besonderen Pflichten von Lohnsteuerhilfevereinen gegenüber ihren Mitgliedern. Dazu gehört auch die ordnungsgemäße Abwicklung von Kündigungen und die Herausgabe von Unterlagen nach Beendigung der Mitgliedschaft. Mitglieder haben das Recht, ihre steuerlichen Dokumente zurückzufordern oder die Weiterleitung an einen neuen Berater zu veranlassen.
Kündigungsfristen bei HILO
Die ordentliche Kündigung der Mitgliedschaft bei HILO Lohnsteuerhilfeverein muss unter Einhaltung bestimmter Fristen erfolgen. Üblicherweise beträgt die Kündigungsfrist drei Monate zum Ende des Kalenderjahres. Das bedeutet, dass eine Kündigung spätestens bis zum 30. September eines Jahres beim Verein eingehen muss, damit die Mitgliedschaft zum 31. Dezember desselben Jahres endet. Diese Frist ermöglicht es dem Verein, die Mitgliederverwaltung ordnungsgemäß zu organisieren.
Bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch um ein weiteres Jahr. Der Mitgliedsbeitrag für das neue Jahr wird dann fällig und kann nicht zurückgefordert werden, selbst wenn die Leistungen des Vereins nicht mehr in Anspruch genommen werden. Daher ist es essentiell, die Kündigungsfrist genau zu beachten und die Kündigung rechtzeitig abzusenden.
Außerordentliche Kündigung
Neben der ordentlichen Kündigung besteht unter bestimmten Umständen auch die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung kann beispielsweise eine schwerwiegende Pflichtverletzung des Vereins sein, etwa grobe Fehler bei der Steuerberatung oder die Nichteinhaltung von Terminen mit erheblichen finanziellen Folgen für das Mitglied. Auch persönliche Gründe wie der Wechsel in die Selbstständigkeit können eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen.
Bei einer außerordentlichen Kündigung ist es besonders wichtig, den Kündigungsgrund detailliert darzulegen und gegebenenfalls durch Nachweise zu belegen. Die außerordentliche Kündigung sollte ebenfalls schriftlich per Einschreiben erfolgen, um einen rechtssicheren Nachweis zu haben. In strittigen Fällen kann es ratsam sein, rechtlichen Rat einzuholen, bevor die Kündigung ausgesprochen wird.
Übersicht der Kündigungsfristen
| Kündigungsart | Kündigungsfrist | Kündigungstermin | Wirksamkeit |
|---|---|---|---|
| Ordentliche Kündigung | 3 Monate | Spätestens 30. September | Zum 31. Dezember |
| Außerordentliche Kündigung | Fristlos | Bei wichtigem Grund | Sofort |
| Kündigung bei Umzug ins Ausland | 1 Monat | Nach Mitteilung | Zum Monatsende |
Wie man HILO Lohnsteuerhilfeverein per Post kündigt
Warum die postalische Kündigung die sicherste Methode ist
Die Kündigung per Post, insbesondere per Einschreiben mit Rückschein, ist die rechtssicherste Methode zur Beendigung einer Mitgliedschaft bei HILO Lohnsteuerhilfeverein. Im Gegensatz zu E-Mails oder telefonischen Kündigungen bietet die postalische Kündigung einen rechtlich anerkannten Nachweis über den Zugang des Kündigungsschreibens beim Empfänger. Dies ist besonders wichtig, wenn es später zu Unstimmigkeiten über den Zeitpunkt der Kündigung oder deren Wirksamkeit kommen sollte.
Das Einschreiben mit Rückschein dokumentiert nicht nur den Versand, sondern auch den Zugang beim Empfänger. Der Rückschein mit Unterschrift des Empfängers dient als Beweis dafür, dass das Kündigungsschreiben tatsächlich bei HILO eingegangen ist. Diese Nachweisführung ist vor allem dann entscheidend, wenn die Kündigungsfrist knapp bemessen ist und jeder Tag zählt. Bei späteren Rechtsstreitigkeiten kann dieser Nachweis den Unterschied zwischen einer erfolgreichen und einer unwirksamen Kündigung ausmachen.
Telefonische Kündigungen werden von den meisten Vereinen und Unternehmen nicht akzeptiert, da sie keine ausreichende Rechtssicherheit bieten. Auch E-Mail-Kündigungen sind problematisch, da ihre Zustellung nicht immer garantiert ist und technische Probleme wie Spam-Filter oder volle Postfächer den Zugang verhindern können. Die klassische Briefpost bleibt daher das bevorzugte und rechtlich sicherste Kommunikationsmittel für Kündigungen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur postalischen Kündigung
Vorbereitung des Kündigungsschreibens
Das Kündigungsschreiben sollte alle wesentlichen Informationen enthalten, um eine eindeutige Identifizierung zu ermöglichen und Missverständnisse zu vermeiden. Beginnen Sie mit Ihren vollständigen Kontaktdaten inklusive Name, Adresse und Mitgliedsnummer. Die Mitgliedsnummer ist besonders wichtig, da sie eine schnelle Zuordnung in der Mitgliederverwaltung ermöglicht. Falls Sie Ihre Mitgliedsnummer nicht zur Hand haben, können Sie diese in früheren Schreiben oder auf Ihrer Mitgliedskarte finden.
Formulieren Sie die Kündigung klar und unmissverständlich. Verwenden Sie eindeutige Formulierungen wie "Hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft im HILO Lohnsteuerhilfeverein e.V. fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt" oder "Hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft zum 31. Dezember 2024". Vermeiden Sie vage Ausdrücke oder Konjunktivformulierungen, die Raum für Interpretationen lassen könnten. Die Kündigung sollte höflich, aber bestimmt formuliert sein.
Fügen Sie das aktuelle Datum hinzu und unterschreiben Sie das Schreiben handschriftlich. Eine handschriftliche Unterschrift ist bei Kündigungen erforderlich und bestätigt die Authentizität des Dokuments. Bei einer Familienmitgliedschaft müssen alle berechtigten Mitglieder das Kündigungsschreiben unterschreiben. Bewahren Sie eine Kopie des Kündigungsschreibens für Ihre Unterlagen auf.
Wichtige Bestandteile des Kündigungsschreibens
- Vollständiger Name und aktuelle Anschrift des Mitglieds
- Mitgliedsnummer zur eindeutigen Identifizierung
- Eindeutige Kündigungserklärung mit gewünschtem Beendigungszeitpunkt
- Datum der Kündigung
- Handschriftliche Unterschrift
- Optional: Bitte um schriftliche Kündigungsbestätigung
- Optional: Angabe des Kündigungsgrundes (nicht verpflichtend)
Versand per Einschreiben
Nachdem Sie das Kündigungsschreiben vorbereitet haben, sollten Sie es per Einschreiben mit Rückschein an die Hauptgeschäftsstelle von HILO versenden. Die korrekte Adresse für Kündigungen lautet:
- HILO Lohnsteuerhilfeverein e.V., Tempelhofer Ufer 1-3, 10963 Berlin
Begeben Sie sich mit dem frankierten und adressierten Umschlag zu einer Postfiliale und lassen Sie das Schreiben als Einschreiben mit Rückschein versenden. Die Mitarbeiter der Post werden Ihnen eine Einlieferungsquittung aushändigen, die Sie unbedingt aufbewahren sollten. Diese Quittung enthält eine Sendungsnummer, mit der Sie den Versandstatus online verfolgen können. Nach Zustellung erhalten Sie den Rückschein mit der Unterschrift des Empfängers zurück.
Die Kosten für ein Einschreiben mit Rückschein betragen derzeit etwa 4,85 Euro zusätzlich zum normalen Porto. Diese Investition ist jedoch gerechtfertigt, da sie Ihnen Rechtssicherheit bietet und mögliche Streitigkeiten über den Zugang der Kündigung vermeidet. Bewahren Sie sowohl die Einlieferungsquittung als auch den zurückgesandten Rückschein mindestens bis zur endgültigen Bestätigung der Kündigung auf.
Alternative Versandmethoden mit Sendungsverfolgung
Neben dem klassischen Einschreiben mit Rückschein gibt es weitere Versandoptionen, die eine Nachverfolgung ermöglichen. Das Einschreiben Einwurf dokumentiert zwar den Einwurf in den Briefkasten, liefert aber keine Unterschrift des Empfängers. Diese Variante ist kostengünstiger, bietet jedoch weniger Rechtssicherheit als das Einschreiben mit Rückschein. Für wichtige Kündigungen mit knappen Fristen ist das Einschreiben mit Rückschein die empfohlene Option.
Moderne digitale Dienste wie Postclic bieten eine zeitgemäße Alternative zum Gang zur Post. Solche Services ermöglichen es, Kündigungsschreiben online zu erstellen und als nachverfolgbare Briefe versenden zu lassen. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der digitalen Dokumentation des gesamten Versandprozesses. Sie erhalten einen digitalen Nachweis über den Versand und die Zustellung, der rechtlich anerkannt ist und denselben Beweiswert wie ein traditionelles Einschreiben hat.
Die Nutzung solcher digitaler Versanddienste ist besonders praktisch, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, persönlich zur Post zu gehen, oder wenn die Kündigungsfrist sehr knapp ist. Die professionelle Formatierung und automatische Prüfung der Vollständigkeit minimieren zudem das Risiko von Formfehlern, die die Wirksamkeit der Kündigung gefährden könnten. Die digitale Archivierung aller Dokumente erleichtert zudem die spätere Nachvollziehbarkeit.
Nach dem Versand: Bestätigung und Nachverfolgung
Nach dem Versand Ihrer Kündigung sollten Sie die Sendungsnummer nutzen, um den Zustellstatus online zu verfolgen. Die Deutsche Post bietet auf ihrer Website ein Tracking-System an, mit dem Sie jederzeit den aktuellen Status Ihrer Sendung abrufen können. Sobald das Einschreiben zugestellt wurde, sollten Sie innerhalb weniger Tage den Rückschein per Post erhalten. Dieser dokumentiert den erfolgreichen Zugang bei HILO.
Es ist empfehlenswert, zusätzlich zur Kündigung um eine schriftliche Kündigungsbestätigung zu bitten. Viele Vereine versenden automatisch eine Bestätigungsmail oder einen Brief, in dem die Beendigung der Mitgliedschaft bestätigt und der letzte Gültigkeitstag genannt wird. Falls Sie innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung keine Bestätigung erhalten, sollten Sie telefonisch oder schriftlich nachfragen, ob Ihre Kündigung ordnungsgemäß bearbeitet wurde.
Prüfen Sie nach Ablauf der Kündigungsfrist Ihre Kontoauszüge, um sicherzustellen, dass keine weiteren Beiträge abgebucht werden. Falls dennoch eine Abbuchung erfolgt, können Sie diese innerhalb von acht Wochen bei Ihrer Bank zurückbuchen lassen. Kontaktieren Sie in diesem Fall umgehend HILO und weisen Sie auf die erfolgte Kündigung hin. Mit dem Rückschein und der Kopie Ihres Kündigungsschreibens können Sie den rechtzeitigen Zugang nachweisen.
Mitgliedererfahrungen und praktische Hinweise
Häufige Kündigungsgründe
Mitglieder entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für eine Kündigung ihrer Mitgliedschaft bei HILO. Ein häufiger Grund ist der Wechsel zu einem anderen Lohnsteuerhilfeverein, der möglicherweise günstigere Beiträge oder eine besser erreichbare Beratungsstelle bietet. Manche Mitglieder bevorzugen auch eine persönlichere Betreuung oder haben mit der Qualität der Beratung negative Erfahrungen gemacht.
Veränderungen in der beruflichen Situation sind ein weiterer häufiger Kündigungsgrund. Wer sich selbstständig macht, kann die Dienste eines Lohnsteuerhilfevereins nicht mehr in Anspruch nehmen und muss zu einem Steuerberater wechseln. Auch bei Renteneintritt oder einem Umzug ins Ausland kann eine Kündigung sinnvoll oder notwendig werden. Finanzielle Gründe spielen ebenfalls eine Rolle, wenn Mitglieder ihre Steuererklärung künftig selbst erstellen möchten, um Kosten zu sparen.
Tipps für einen reibungslosen Kündigungsprozess
Um den Kündigungsprozess so reibungslos wie möglich zu gestalten, sollten Sie frühzeitig planen. Notieren Sie sich die Kündigungsfrist in Ihrem Kalender und bereiten Sie das Kündigungsschreiben rechtzeitig vor. Eine Kündigung zwei bis drei Monate vor Ablauf der Frist gibt Ihnen ausreichend Zeit, um auf eventuelle Probleme zu reagieren. Vermeiden Sie es, die Kündigung auf den letzten Drücker zu versenden, da Verzögerungen bei der Post oder Fehler im Kündigungsschreiben sonst die Frist gefährden könnten.
Informieren Sie sich vor der Kündigung über alternative Anbieter oder Möglichkeiten. Wenn Sie zu einem anderen Lohnsteuerhilfeverein wechseln möchten, können Sie sich bereits vor der Kündigung dort anmelden. Viele Vereine bieten Unterstützung beim Wechsel an und können die Übernahme Ihrer steuerlichen Unterlagen koordinieren. Falls Sie Ihre Steuererklärung künftig selbst erstellen möchten, sollten Sie sich mit den entsprechenden Softwarelösungen vertraut machen.
Fordern Sie nach der Kündigung alle Ihre Unterlagen zurück oder lassen Sie diese an Ihren neuen Berater weiterleiten. HILO ist verpflichtet, Ihnen Ihre Dokumente auszuhändigen. Dazu gehören Kopien früherer Steuererklärungen, Steuerbescheide und andere relevante Unterlagen. Diese Dokumente benötigen Sie möglicherweise für künftige Steuererklärungen oder bei Rückfragen des Finanzamts.
Häufige Fehler bei der Kündigung vermeiden
Ein häufiger Fehler ist das Versäumen der Kündigungsfrist. Viele Mitglieder unterschätzen die Bedeutung des Stichtags 30. September und versenden ihre Kündigung zu spät. Die Folge ist eine automatische Verlängerung der Mitgliedschaft um ein weiteres Jahr mit entsprechender Beitragspflicht. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Kündigung spätestens Anfang September versenden und den Zugang durch ein Einschreiben dokumentieren.
Ein weiterer Fehler ist die fehlende oder unleserliche Unterschrift auf dem Kündigungsschreiben. Eine Kündigung ohne handschriftliche Unterschrift kann als unwirksam angesehen werden. Achten Sie darauf, dass Ihre Unterschrift gut lesbar ist und mit der Unterschrift auf Ihrer Mitgliedskarte übereinstimmt. Bei gemeinsamen Mitgliedschaften müssen alle berechtigten Personen unterschreiben.
Manche Mitglieder vergessen, ihre Mitgliedsnummer anzugeben, was die Bearbeitung der Kündigung verzögern kann. Ohne Mitgliedsnummer muss der Verein Ihre Mitgliedschaft erst aufwendig über Name und Adresse suchen, was zu Verzögerungen führen kann. Überprüfen Sie daher vor dem Versand, ob alle notwendigen Angaben vollständig sind.
Was nach der Kündigung zu beachten ist
Nach erfolgreicher Kündigung sollten Sie prüfen, ob alle offenen Fragen geklärt sind. Dazu gehört die Rückerstattung eventuell zu viel gezahlter Beiträge bei unterjähriger Kündigung aus wichtigem Grund. In den meisten Fällen erfolgt jedoch keine anteilige Beitragsrückerstattung bei ordentlicher Kündigung zum Jahresende, da die Leistungen für das gesamte Jahr bereits erbracht wurden oder zur Verfügung standen.
Stellen Sie sicher, dass alle laufenden Verfahren mit dem Finanzamt abgeschlossen sind, bevor die Mitgliedschaft endet. Falls noch Einsprüche oder Anträge beim Finanzamt anhängig sind, sollten Sie klären, wer diese nach der Kündigung weiterverfolgt. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Kündigung erst nach Abschluss aller offenen Verfahren auszusprechen, um eine lückenlose Vertretung sicherzustellen.
Denken Sie daran, dass Sie nach der Kündigung selbst für Ihre steuerlichen Angelegenheiten verantwortlich sind. Informieren Sie sich rechtzeitig über die Fristen für die Abgabe der Steuererklärung und die erforderlichen Unterlagen. Ohne die Unterstützung eines Lohnsteuerhilfevereins verkürzt sich die Abgabefrist für die Steuererklärung erheblich. Während Mitglieder eines Lohnsteuerhilfevereins oft bis Ende des Folgejahres Zeit haben, müssen Steuerpflichtige ohne Beratung ihre Erklärung bereits bis zum 31. Juli des Folgejahres einreichen.