
Kündigungsdienst Nr. 1 in Ireland

Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – LinkedIn Premium
70 Sir John Rogerson's Quay
D02 AY86 Dublin
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes LinkedIn Premium. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
13/01/2026
So beenden Sie Ihr LinkedIn Premium-Abonnement
Über LinkedIn Premium
LinkedIn Premium ist der kostenpflichtige Abonnementdienst des weltweit größten beruflichen Netzwerks LinkedIn. Mit über 900 Millionen Nutzern weltweit und mehreren Millionen Mitgliedern allein in Deutschland hat sich LinkedIn als zentrale Plattform für berufliche Vernetzung, Jobsuche und Business-Entwicklung etabliert. Die Premium-Version bietet erweiterte Funktionen, die über das kostenlose Basis-Konto hinausgehen und sich an unterschiedliche Nutzergruppen richten – von Jobsuchenden über Vertriebsprofis bis hin zu Recruitern und Unternehmern.
Die Premium-Mitgliedschaft ermöglicht Zugang zu erweiterten Suchfunktionen, InMail-Nachrichten an Personen außerhalb des eigenen Netzwerks, detaillierte Einblicke in Profilbesucher und Zugriff auf LinkedIn Learning-Kurse. Viele Nutzer schließen ein Premium-Abonnement für einen bestimmten Zeitraum ab – etwa während einer aktiven Jobsuche oder für ein spezifisches Projekt – und möchten danach wieder zur kostenlosen Version zurückkehren. Genau hier wird die Kündigung relevant.
LinkedIn wird in Deutschland von LinkedIn Ireland Unlimited Company betrieben, einer irischen Gesellschaft mit Sitz in Dublin. Diese Struktur ist für viele internationale Tech-Unternehmen in Europa üblich und hat Auswirkungen auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen deutsche Nutzer ihre Abonnements verwalten. Für deutsche Verbraucher gelten dennoch die strengen Verbraucherschutzgesetze der Bundesrepublik und der Europäischen Union, die klare Rechte bei der Kündigung von Abonnements garantieren.
Funktionsumfang und Zielgruppen
LinkedIn Premium unterscheidet sich vom kostenlosen Basis-Konto durch eine Reihe professioneller Werkzeuge. Nutzer können unbegrenzt nach Profilen suchen und dabei erweiterte Filter verwenden, um gezielt nach Kandidaten, potenziellen Geschäftspartnern oder Arbeitgebern zu suchen. Die InMail-Funktion erlaubt direkte Kontaktaufnahme mit Personen, mit denen man nicht vernetzt ist – ein wesentlicher Vorteil für Recruiter und Vertriebsprofis. Zudem erhalten Premium-Mitglieder vollständige Einblicke, wer ihr Profil in den letzten 90 Tagen besucht hat, während kostenlose Nutzer nur die letzten fünf Besucher sehen.
Ein weiterer Bestandteil vieler Premium-Pläne ist der Zugang zu LinkedIn Learning, einer umfangreichen Online-Lernplattform mit Tausenden von Kursen zu Business, Technologie, Kreativität und persönlicher Entwicklung. Für viele Abonnenten stellt diese Lernkomponente einen erheblichen Mehrwert dar. Allerdings stellt sich nach einiger Zeit oft die Frage, ob die monatlichen Kosten den tatsächlichen Nutzen rechtfertigen – insbesondere wenn die ursprünglichen Ziele erreicht wurden oder sich die berufliche Situation geändert hat.
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Als deutscher Verbraucher genießen Sie umfassende Rechte beim Abschluss und der Kündigung von Online-Abonnements. Das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und europäische Verbraucherschutzrichtlinien schützen Ihre Interessen. Besonders relevant ist das Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen, das Ihnen bei Neuabschlüssen ein 14-tägiges Widerrufsrecht einräumt. Auch die Transparenzpflichten für Unternehmen bezüglich Kündigungsbedingungen sind streng geregelt.
LinkedIn muss als Anbieter sicherstellen, dass Kündigungsprozesse klar kommuniziert und zugänglich sind. Deutsche Verbraucher haben das Recht, Verträge in Textform zu kündigen – dies umfasst sowohl elektronische Kommunikation als auch postalische Briefe. Die Schriftform per Post bietet dabei besondere Vorteile in Bezug auf Nachweisbarkeit und rechtliche Sicherheit, was sie zur bevorzugten Methode für sicherheitsbewusste Verbraucher macht.
Abonnementpläne und Preise
LinkedIn bietet verschiedene Premium-Pläne an, die auf unterschiedliche Nutzergruppen zugeschnitten sind. Die Preisgestaltung variiert je nach gewähltem Plan und Abrechnungszeitraum. Grundsätzlich sind Jahresabonnements günstiger als monatliche Zahlungen, binden Nutzer jedoch länger an den Dienst. Die Hauptpläne richten sich an vier Kernzielgruppen mit jeweils spezifischen Bedürfnissen.
| Plan | Zielgruppe | Preis (monatlich) | Preis (jährlich) |
|---|---|---|---|
| Career | Jobsuchende | ca. 29,99 € | ca. 239,88 € (19,99 €/Monat) |
| Business | Vertriebsprofis & Networker | ca. 59,99 € | ca. 575,88 € (47,99 €/Monat) |
| Sales Navigator Core | Vertriebsteams | ca. 79,99 € | ca. 959,88 € (79,99 €/Monat) |
| Recruiter Lite | Personalvermittler | ca. 119,95 € | auf Anfrage |
Die Preise können je nach Sonderaktionen, Region und Wechselkurs variieren. LinkedIn bietet häufig kostenlose Testphasen an – typischerweise einen Monat –, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, die Premium-Funktionen risikofrei auszuprobieren. Wichtig ist dabei, dass diese Testphasen automatisch in kostenpflichtige Abonnements übergehen, wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt werden. Viele Nutzer vergessen diese Kündigung und zahlen dann ungewollt für mehrere Monate.
Career-Plan für Jobsuchende
Der Career-Plan ist der beliebteste Premium-Plan und richtet sich primär an Personen in der aktiven Jobsuche oder Karriereentwicklung. Er bietet Zugang zu detaillierten Informationen über Stellenanzeigen, einschließlich der Angabe, wie die eigene Bewerbung im Vergleich zu anderen Kandidaten abschneidet. Nutzer erhalten monatlich fünf InMail-Nachrichten, um direkt mit Recruitern oder Hiring Managern in Kontakt zu treten. Zudem können sie sehen, wer sich ihre Bewerbungen angeschaut hat und erhalten Gehaltseinblicke für verschiedene Positionen.
Viele Nutzer schließen diesen Plan während einer Jobsuche ab und möchten ihn kündigen, sobald sie eine neue Position gefunden haben. Dies ist ein völlig nachvollziehbares Nutzungsmuster, das die zeitlich begrenzte Natur vieler Premium-Abonnements unterstreicht.
Business-Plan für Netzwerker
Der Business-Plan erweitert die Funktionen erheblich und richtet sich an Selbstständige, Unternehmer und Vertriebsprofis, die ihr Netzwerk strategisch ausbauen möchten. Mit 15 InMail-Nachrichten pro Monat und unbegrenztem Zugriff auf Profilansichten können Nutzer gezielt potenzielle Geschäftspartner, Kunden oder Investoren identifizieren und kontaktieren. Die erweiterten Suchfilter ermöglichen präzise Recherchen nach Unternehmensgröße, Branche, Standort und weiteren Kriterien.
Dieser Plan ist deutlich teurer als der Career-Plan, bietet aber auch wesentlich umfangreichere Business-Development-Tools. Dennoch stellen viele Nutzer nach einigen Monaten fest, dass sie die Funktionen nicht ausreichend nutzen oder dass der ROI die Investition nicht rechtfertigt – häufige Gründe für eine Kündigung.
Spezialisierte Pläne für Profis
Sales Navigator und Recruiter Lite sind hochspezialisierte Pläne mit entsprechend höheren Preispunkten. Der Sales Navigator richtet sich an Vertriebsteams und bietet erweiterte Lead-Generierung, CRM-Integration und Team-Kollaborationsfunktionen. Recruiter Lite ermöglicht Personalvermittlern erweiterte Kandidatensuche, Projektverwaltung und direkte Kommunikation mit potenziellen Kandidaten. Diese Pläne werden häufig von Unternehmen für ihre Mitarbeiter abonniert, können aber auch von Einzelpersonen genutzt werden.
Kündigungsbedingungen
Die Kündigungsbedingungen für LinkedIn Premium sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Dienstes festgelegt. Grundsätzlich können Premium-Abonnements jederzeit gekündigt werden, wobei die Kündigung zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums wirksam wird. Das bedeutet, dass bereits bezahlte Zeiträume vollständig genutzt werden können, aber keine automatische Verlängerung mehr stattfindet.
Für deutsche Nutzer gelten zusätzlich die Bestimmungen des deutschen Vertragsrechts. Bei monatlichen Abonnements beträgt die Kündigungsfrist in der Regel bis zum Ende des laufenden Monats. Bei Jahresabonnements sollte die Kündigung spätestens vor der automatischen Verlängerung erfolgen, um eine weitere Abbuchung zu vermeiden. LinkedIn sendet normalerweise Erinnerungen vor der Verlängerung, dennoch ist es ratsam, selbst den Überblick über Verlängerungstermine zu behalten.
Fristen und wichtige Termine
| Abrechnungszeitraum | Kündigungsfrist | Wirksamkeit |
|---|---|---|
| Monatlich | Jederzeit möglich | Ende des laufenden Abrechnungsmonats |
| Jährlich | Vor automatischer Verlängerung | Ende des Jahresabonnements |
| Kostenlose Testphase | Vor Ende der Testphase | Sofort, keine Abbuchung |
Besonders wichtig ist die rechtzeitige Kündigung während der kostenlosen Testphase. Viele Nutzer melden sich für die Testversion an, um Premium-Funktionen auszuprobieren, vergessen aber die Kündigung. Nach Ende der Testphase wird automatisch das volle Abonnement aktiviert und die Zahlung eingezogen. Eine Kündigung während der Testphase verhindert jegliche Kosten.
Widerrufsrecht bei Neuabschlüssen
Als deutscher Verbraucher haben Sie bei Online-Vertragsabschlüssen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Dies gilt auch für LinkedIn Premium-Abonnements. Wenn Sie ein Premium-Abo abschließen und innerhalb von 14 Tagen feststellen, dass es nicht Ihren Erwartungen entspricht, können Sie vom Vertrag zurücktreten und erhalten eine vollständige Rückerstattung bereits gezahlter Beträge.
Das Widerrufsrecht erlischt jedoch, wenn Sie ausdrücklich zustimmen, dass die Dienstleistung sofort beginnt, und Sie zur Kenntnis nehmen, dass Sie dadurch Ihr Widerrufsrecht verlieren. LinkedIn informiert Nutzer bei Vertragsabschluss über diese Bedingungen. Dennoch können Sie in den ersten 14 Tagen argumentieren, dass Sie von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen möchten, insbesondere wenn die Belehrung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist.
Gründe für Kündigungen
Die Gründe, warum Nutzer ihr LinkedIn Premium-Abonnement kündigen, sind vielfältig. Häufig haben Jobsuchende nach erfolgreicher Stellensuche keinen weiteren Bedarf für die erweiterten Funktionen. Andere Nutzer stellen fest, dass sie die Premium-Features nicht ausreichend nutzen, um die monatlichen Kosten zu rechtfertigen. Manche empfinden das Preis-Leistungs-Verhältnis als unausgewogen oder haben ihre beruflichen Prioritäten geändert.
Weitere häufige Kündigungsgründe sind finanzielle Überlegungen, Unzufriedenheit mit der Plattform oder der Wechsel zu alternativen Netzwerken und Diensten. Einige Nutzer berichten auch von technischen Problemen oder mangelndem Kundenservice. Unabhängig vom Grund ist es wichtig, dass die Kündigung rechtssicher und nachweisbar erfolgt, um ungewollte weitere Abbuchungen zu vermeiden.
Wie man LinkedIn Premium per Post kündigt
Die postalische Kündigung ist die rechtssicherste Methode, um ein LinkedIn Premium-Abonnement zu beenden. Während LinkedIn auch Online-Kündigungsmöglichkeiten über die Plattform selbst anbietet, bietet die schriftliche Kündigung per Brief entscheidende Vorteile: Sie haben einen physischen Nachweis über Ihre Kündigungserklärung, können den Versand durch Einschreiben dokumentieren und haben im Streitfall einen rechtlich belastbaren Beweis.
Gerade bei höherwertigen Abonnements wie LinkedIn Premium, wo monatlich erhebliche Beträge anfallen, ist dieser zusätzliche Schutz wertvoll. Online-Kündigungen können durch technische Probleme, Serverausfälle oder Benutzer-Interface-Änderungen erschwert werden. Ein Brief hingegen ist eindeutig, klar und unabhängig von der Funktionalität der LinkedIn-Plattform.
Vorteile der postalischen Kündigung
Die Kündigung per Post bietet mehrere wesentliche Vorteile gegenüber Online-Methoden. Erstens haben Sie durch ein Einschreiben mit Rückschein einen gerichtsfesten Zustellungsnachweis. Dies ist besonders wichtig, falls LinkedIn behaupten sollte, keine Kündigung erhalten zu haben. Zweitens ist die schriftliche Form rechtlich besonders stark, da sie den Anforderungen des BGB an Kündigungserklärungen vollständig entspricht.
Drittens sind Sie nicht auf die Funktionalität der LinkedIn-Website oder -App angewiesen. Technische Probleme, Account-Sperren oder Interface-Änderungen können Ihre Kündigung nicht verhindern. Viertens dokumentiert ein Brief Ihre Kündigungsabsicht eindeutig und unmissverständlich, ohne dass Interpretationsspielraum besteht. Schließlich zeigt eine formelle schriftliche Kündigung, dass Sie die Angelegenheit ernst nehmen und rechtliche Schritte nicht scheuen würden.
Notwendige Angaben im Kündigungsschreiben
Ein wirksames Kündigungsschreiben an LinkedIn muss bestimmte Informationen enthalten, um eindeutig identifizierbar und rechtlich wirksam zu sein. Folgende Angaben sollten Sie unbedingt aufnehmen:
- Ihre vollständigen persönlichen Daten: Name, Adresse, gegebenenfalls Geburtsdatum
- Die E-Mail-Adresse Ihres LinkedIn-Kontos zur eindeutigen Zuordnung
- Eine klare Kündigungserklärung mit dem Wortlaut "Hiermit kündige ich mein LinkedIn Premium-Abonnement"
- Den gewünschten Kündigungszeitpunkt, idealerweise "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" oder zu einem konkreten Datum
- Die Bitte um schriftliche Bestätigung der Kündigung
- Datum und Ihre handschriftliche Unterschrift
Zusätzlich können Sie um Bestätigung bitten, dass keine weiteren Zahlungen eingezogen werden, und um Mitteilung des genauen Enddatums Ihrer Premium-Mitgliedschaft. Je präziser und vollständiger Ihr Schreiben ist, desto geringer ist das Risiko von Missverständnissen oder Verzögerungen.
Die korrekte Versandadresse
Für die postalische Kündigung Ihres LinkedIn Premium-Abonnements senden Sie Ihr Kündigungsschreiben an die europäische Geschäftsadresse von LinkedIn. Diese Adresse ist für alle rechtlichen Mitteilungen, einschließlich Kündigungen, zuständig:
- LinkedIn Ireland Unlimited Company, 70 Sir John Rogerson's Quay, Dublin 2, D02 AY86, Ireland
Dies ist die offizielle Geschäftsadresse der LinkedIn-Einheit, die für europäische Nutzer zuständig ist. Alle rechtlichen Mitteilungen an diese Adresse sind wirksam und müssen von LinkedIn bearbeitet werden. Achten Sie darauf, die Adresse vollständig und korrekt zu übernehmen, um Zustellungsprobleme zu vermeiden.
Einschreiben mit Rückschein nutzen
Versenden Sie Ihre Kündigung unbedingt als Einschreiben mit Rückschein. Diese Versandart kostet bei der Deutschen Post für internationale Sendungen zusätzliche Gebühren, bietet aber entscheidende Vorteile. Sie erhalten einen Nachweis über die Aufgabe des Briefes und später einen Rückschein, der die Zustellung bei LinkedIn dokumentiert. Diese Nachweise sind im Streitfall vor Gericht verwertbar.
Das Einschreiben stellt sicher, dass LinkedIn nicht behaupten kann, Ihre Kündigung nie erhalten zu haben. Der Zustellungsnachweis beweist eindeutig, dass Ihr Schreiben die Empfängeradresse erreicht hat. Bewahren Sie sowohl den Einlieferungsbeleg als auch den Rückschein sorgfältig auf – am besten fotografieren oder scannen Sie diese Dokumente zusätzlich zur physischen Aufbewahrung.
Zeitplanung und Fristen beachten
Planen Sie Ihre Kündigung mit ausreichend Vorlauf. Internationale Postsendungen nach Irland benötigen in der Regel drei bis fünf Werktage. Hinzu kommt die interne Bearbeitungszeit bei LinkedIn. Um sicherzugehen, dass Ihre Kündigung rechtzeitig vor dem nächsten Abrechnungszeitpunkt wirksam wird, sollten Sie mindestens zwei Wochen vor dem gewünschten Kündigungstermin versenden.
Bei Jahresabonnements ist besondere Sorgfalt geboten. Prüfen Sie Ihr Verlängerungsdatum und senden Sie die Kündigung mindestens vier Wochen vorher ab. So haben Sie einen Puffer für eventuelle Verzögerungen und können gegebenenfalls nachfassen, falls keine Bestätigung eintrifft. Notieren Sie sich das Versanddatum und setzen Sie sich eine Erinnerung, um nach etwa zwei Wochen den Eingang zu überprüfen.
Digitale Unterstützung durch Postclic
Für Nutzer, die den Aufwand der postalischen Kündigung minimieren möchten, bieten Dienste wie Postclic eine praktische Lösung. Postclic ermöglicht es, Kündigungsschreiben digital zu erstellen und automatisch als echten Brief mit Sendungsverfolgung zu versenden. Der Dienst übernimmt die korrekte Formatierung, den Druck, die Kuvertierung und den Versand als Einschreiben.
Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der Gewissheit, dass alle formalen Anforderungen erfüllt sind. Sie erhalten einen digitalen Nachweis über den Versand und können den Status Ihrer Sendung online verfolgen. Gerade für Menschen mit wenig Zeit oder eingeschränktem Zugang zu Postdienstleistungen kann dies eine wertvolle Unterstützung sein. Der Service kostet eine geringe Gebühr, erspart aber den Gang zur Post und die Beschaffung von Briefumschlägen, Porto und Einschreiben-Formularen.
Kundenbewertungen und Tipps
Die Erfahrungen von LinkedIn Premium-Nutzern mit dem Dienst und insbesondere mit dem Kündigungsprozess sind gemischt. Während viele die Funktionalität der Premium-Features schätzen, gibt es auch kritische Stimmen bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses und der Kündigungsabwicklung. Ein Blick auf Nutzerbewertungen und praktische Tipps kann helfen, häufige Probleme zu vermeiden.
Häufige Nutzererfahrungen
Viele Nutzer berichten, dass die Online-Kündigung über die LinkedIn-Einstellungen grundsätzlich funktioniert, aber manchmal schwer zu finden ist. LinkedIn ändert regelmäßig das Interface, sodass Kündigungsoptionen an unterschiedlichen Stellen versteckt sein können. Einige Nutzer haben Schwierigkeiten, die richtige Menüoption zu finden, was Frustration verursacht und den Eindruck erweckt, die Kündigung werde absichtlich erschwert.
Andere berichten von Problemen mit der Bestätigung der Kündigung. Während einige eine sofortige E-Mail-Bestätigung erhalten, warten andere vergeblich auf eine Rückmeldung. Dies führt zu Unsicherheit, ob die Kündigung tatsächlich registriert wurde. In solchen Fällen bietet die postalische Kündigung mit Einschreiben deutlich mehr Sicherheit, da der Zustellnachweis unabhängig von LinkedIn-Systemen existiert.
Positive Aspekte aus Nutzersicht
Trotz Kritikpunkten heben viele Nutzer positive Aspekte hervor. Die Premium-Funktionen selbst werden oft als nützlich und wertvoll beschrieben, insbesondere von Jobsuchenden, die durch InMail-Nachrichten direkt mit Recruitern in Kontakt treten konnten. Die Transparenz über Profilbesucher und die erweiterten Suchfunktionen werden ebenfalls geschätzt. LinkedIn Learning wird häufig als wertvolle Zusatzleistung genannt, die allein den Abopreis rechtfertigen könne.
Nutzer, die rechtzeitig kündigen und dabei systematisch vorgehen, berichten meist von reibungslosen Abläufen. Die Kündigung wird verarbeitet, das Abonnement läuft zum vereinbarten Zeitpunkt aus, und es erfolgen keine weiteren Abbuchungen. Besonders positiv wird vermerkt, wenn LinkedIn proaktiv an bevorstehende Verlängerungen erinnert und Nutzern die Möglichkeit gibt, vor der Abbuchung zu kündigen.
Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge
Ein häufiger Kritikpunkt betrifft die automatische Verlängerung von Abonnements. Viele Nutzer vergessen, dass ihre kostenlose Testphase oder ihr Jahresabo automatisch verlängert wird, und sind überrascht von unerwarteten Abbuchungen. Kritisiert wird, dass die Erinnerungen vor der Verlängerung zu unauffällig oder zu kurzfristig erfolgen. Nutzer wünschen sich deutlichere Warnungen und längere Reaktionszeiten.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Preisgestaltung. Einige Nutzer empfinden die Kosten als zu hoch, insbesondere wenn sie die Premium-Funktionen nicht regelmäßig nutzen. Es wird angemerkt, dass flexible Tarife oder Pay-per-Use-Optionen attraktiver wären als starre Monats- oder Jahresabos. Auch die Tatsache, dass bereits gezahlte Beträge bei vorzeitiger Kündigung nicht anteilig erstattet werden, stößt auf Kritik.
Praktische Tipps für die Kündigung
Basierend auf Nutzererfahrungen lassen sich mehrere praktische Tipps ableiten, um die Kündigung reibungslos zu gestalten. Erstens: Setzen Sie sich eine Kalendererinnerung für das Ende Ihrer Testphase oder vor der Verlängerung Ihres Jahresabos. So vergessen Sie die rechtzeitige Kündigung nicht. Zweitens: Dokumentieren Sie jeden Schritt Ihrer Kündigung – ob online oder per Post – mit Screenshots, Fotos oder Kopien.
Drittens: Überprüfen Sie nach der Kündigung Ihre Kontoeinstellungen und Kreditkartenabrechnungen, um sicherzustellen, dass keine weiteren Zahlungen erfolgen. Viertens: Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Online-Kündigung erfolgreich war, senden Sie zusätzlich ein Kündigungsschreiben per Post. Die doppelte Absicherung kostet wenig, verhindert aber potenzielle Probleme. Fünftens: Bewahren Sie alle Bestätigungen, Belege und Nachweise mindestens ein Jahr lang auf.
Umgang mit Problemen nach der Kündigung
Falls trotz ordnungsgemäßer Kündigung weiterhin Zahlungen eingezogen werden, sollten Sie sofort handeln. Kontaktieren Sie zunächst den LinkedIn-Kundenservice mit Ihrer Kündigungsbestätigung und fordern Sie die Rückerstattung unrechtmäßig eingezogener Beträge. Dokumentieren Sie diese Kommunikation schriftlich. Wenn LinkedIn nicht reagiert oder die Rückerstattung verweigert, können Sie über Ihre Bank eine Lastschriftrückgabe veranlassen.
Bei hartnäckigen Problemen können Sie sich an Verbraucherschutzzentralen wenden oder rechtlichen Beistand suchen. Als deutscher Verbraucher haben Sie starke Rechte gegenüber Unternehmen, die in der EU operieren. Die Europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform bietet ebenfalls Unterstützung bei grenzüberschreitenden Verbraucherbeschwerden. In den meisten Fällen lassen sich Probleme jedoch durch klare, dokumentierte Kommunikation lösen.
Alternative Optionen vor der Kündigung
Bevor Sie Ihr LinkedIn Premium-Abonnement endgültig kündigen, sollten Sie alternative Optionen in Betracht ziehen. LinkedIn bietet manchmal die Möglichkeit, das Abonnement zu pausieren oder auf einen günstigeren Plan herunterzustufen. Wenn Sie die Premium-Funktionen gelegentlich benötigen, könnte ein Wechsel vom Business- zum Career-Plan eine kostengünstigere Alternative zur vollständigen Kündigung sein.
Prüfen Sie auch, ob Ihr Arbeitgeber oder Ihre Bildungseinrichtung LinkedIn Premium-Zugang als Benefit anbietet. Viele Unternehmen und Universitäten haben Rahmenverträge mit LinkedIn, die Mitarbeitern oder Studierenden kostenlosen oder vergünstigten Zugang ermöglichen. In solchen Fällen könnten Sie Ihr persönliches Abonnement kündigen und stattdessen die institutionelle Lizenz nutzen.
Schließlich sollten Sie überlegen, ob die kostenlose Basis-Version von LinkedIn Ihre Bedürfnisse ausreichend abdeckt. Für viele Nutzer ist das kostenlose Konto völlig ausreichend für Networking, Jobsuche und berufliche Präsenz. Die Premium-Funktionen sind zweifellos nützlich, aber nicht für jeden unverzichtbar. Eine ehrliche Bewertung Ihrer tatsächlichen Nutzung kann helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Unabhängig davon, ob Sie sich für die Kündigung entscheiden oder eine Alternative wählen, ist es wichtig, dass Sie die Kontrolle über Ihre Abonnements behalten und bewusste Entscheidungen treffen. LinkedIn Premium kann ein wertvolles Werkzeug sein, aber nur, wenn es Ihren aktuellen beruflichen Zielen und Ihrer finanziellen Situation entspricht. Eine rechtzeitige, ordnungsgemäße Kündigung per Post mit Einschreiben gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihre Entscheidung rechtswirksam umgesetzt wird und keine ungewollten Kosten entstehen.