Kündigungsdienst Nr. 1 in Germany
Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – Sage
Hans-Böckler-Ring 15
85072 Eichstätt
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes Sage. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
13/01/2026
So beenden Sie Ihr Sage-Abonnement problemlos
Über Sage
Sage ist ein international führender Anbieter von Unternehmenssoftware, der sich auf Buchhaltungs-, Finanz- und Geschäftsverwaltungslösungen spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde 1981 in Großbritannien gegründet und ist heute in über 23 Ländern weltweit tätig. In Deutschland bietet Sage Deutschland GmbH mit Sitz in Eichstätt verschiedene cloudbasierte und lokale Softwarelösungen für kleine und mittelständische Unternehmen an. Die Produktpalette umfasst Lösungen für Finanzbuchhaltung, Lohnabrechnung, Warenwirtschaft, Customer Relationship Management und Enterprise Resource Planning.
Sage richtet sich primär an Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen, von Einzelunternehmen und Freiberuflern bis hin zu mittelständischen Betrieben mit komplexen Anforderungen. Die Software wird sowohl als Software-as-a-Service (SaaS) in der Cloud als auch als On-Premise-Lösung angeboten. Besonders bekannt ist Sage in Deutschland für seine Buchhaltungssoftware, die speziell auf die Anforderungen des deutschen Steuerrechts und der Rechnungslegungsvorschriften zugeschnitten ist.
Die Nutzung von Sage-Produkten erfolgt typischerweise auf Abonnementbasis, wobei Kunden monatliche oder jährliche Lizenzgebühren entrichten. Diese Vertragsmodelle bringen spezifische Kündigungsrechte und -pflichten mit sich, die für Nutzer wichtig sind, wenn sie den Service beenden möchten. Die rechtliche Grundlage für solche Verträge bildet in Deutschland das Bürgerliche Gesetzbuch sowie spezielle Regelungen für Fernabsatzverträge und digitale Dienstleistungen.
Abonnementpläne und Preise
Produktvarianten von Sage
Sage bietet in Deutschland verschiedene Produktlinien an, die auf unterschiedliche Unternehmensgrößen und Anforderungen zugeschnitten sind. Die wichtigsten Produktkategorien umfassen Sage Business Cloud, Sage 50 Cloud, Sage 100 Cloud und Sage HR Solutions. Jede dieser Produktlinien verfügt über mehrere Editionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang und entsprechenden Preisstrukturen.
Die Preisgestaltung bei Sage variiert erheblich je nach gewähltem Produkt, Anzahl der Benutzer, Funktionsumfang und Vertragslaufzeit. Kleinere Lösungen wie Sage Business Cloud Buchhaltung beginnen bei monatlichen Gebühren im niedrigen zweistelligen Bereich, während umfassendere ERP-Lösungen wie Sage 100 Cloud mehrere hundert bis tausend Euro pro Monat kosten können. Zusätzlich zu den Lizenzgebühren können Kosten für Implementierung, Schulung, Support und Updates anfallen.
| Produktlinie | Zielgruppe | Preisbereich (monatlich) |
|---|---|---|
| Sage Business Cloud | Kleinunternehmen, Freiberufler | Ab ca. 10-30 Euro |
| Sage 50 Cloud | Kleine bis mittlere Unternehmen | Ab ca. 40-80 Euro |
| Sage 100 Cloud | Mittelständische Unternehmen | Ab ca. 100-500+ Euro |
| Sage HR Solutions | Unternehmen mit Personalabteilung | Individuelle Preisgestaltung |
Vertragslaufzeiten und Zahlungsmodelle
Sage bietet typischerweise verschiedene Vertragslaufzeiten an, darunter monatliche, jährliche und in manchen Fällen mehrjährige Abonnements. Jährliche Verträge werden häufig mit Rabatten gegenüber monatlichen Zahlungen angeboten, binden den Kunden jedoch für einen längeren Zeitraum. Die Zahlungsweise erfolgt meist per Lastschriftverfahren oder Kreditkarte, wobei bei jährlicher Zahlung oft ein Preisvorteil gewährt wird.
Bei der Wahl eines Abonnementplans sollten Unternehmen nicht nur die monatlichen Kosten berücksichtigen, sondern auch die Kündigungsfristen und Vertragsbindungen. Diese Faktoren spielen eine entscheidende Rolle, wenn man später den Service beenden möchte. Viele Nutzer entscheiden sich zunächst für längere Laufzeiten aufgrund der Kostenersparnis, stellen jedoch später fest, dass ihre Anforderungen sich geändert haben oder die Software nicht ihren Erwartungen entspricht.
Kündigungsbedingungen
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Die Kündigung eines Sage-Abonnements unterliegt den allgemeinen deutschen Vertragsrechtsbestimmungen sowie den spezifischen Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Sage Deutschland GmbH. Grundsätzlich gilt bei Verträgen mit bestimmter Laufzeit, dass diese zum Ende der vereinbarten Laufzeit gekündigt werden können. Bei Verträgen ohne feste Laufzeit oder nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gelten in der Regel kürzere Kündigungsfristen.
Gemäß deutschem Recht haben Verbraucher bei Fernabsatzverträgen ein 14-tägiges Widerrufsrecht ab Vertragsschluss. Dieses Recht gilt jedoch nur für Verbraucher im rechtlichen Sinne, nicht für Unternehmer, die die Software für ihre gewerbliche Tätigkeit nutzen. Da Sage-Produkte primär an Geschäftskunden vertrieben werden, findet das Widerrufsrecht in den meisten Fällen keine Anwendung. Dennoch sollten Neukunden die AGB sorgfältig prüfen, ob möglicherweise Testphasen oder Rückgaberechte eingeräumt werden.
Kündigungsfristen bei Sage
Die konkreten Kündigungsfristen bei Sage variieren je nach gewähltem Produkt und Vertragsmodell. Typischerweise gelten bei jährlichen Verträgen Kündigungsfristen zwischen einem und drei Monaten zum Ende der Vertragslaufzeit. Bei monatlichen Abonnements sind die Fristen in der Regel kürzer, oft 30 Tage zum Monatsende. Es ist jedoch unbedingt erforderlich, die individuellen Vertragsunterlagen und AGB zu konsultieren, da abweichende Regelungen möglich sind.
Besonders wichtig ist die Beachtung der automatischen Vertragsverlängerung. Viele Sage-Verträge verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht fristgerecht gekündigt wird. Dies bedeutet, dass eine versäumte Kündigungsfrist zu einer weiteren Vertragsbindung von zwölf Monaten führen kann. Daher empfiehlt es sich, Kündigungsfristen frühzeitig zu notieren und die Kündigung rechtzeitig vorzubereiten.
| Vertragstyp | Typische Kündigungsfrist | Verlängerung bei Nichtkündigung |
|---|---|---|
| Monatliches Abonnement | 30 Tage zum Monatsende | Um einen weiteren Monat |
| Jährliches Abonnement | 1-3 Monate zum Vertragsende | Um ein weiteres Jahr |
| Mehrjähriger Vertrag | 3 Monate zum Vertragsende | Um ein weiteres Jahr |
Außerordentliche Kündigung
Neben der ordentlichen Kündigung zum Vertragsende besteht unter bestimmten Umständen auch die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung kann beispielsweise eine erhebliche Verletzung der Vertragspflichten durch Sage sein, etwa durch langanhaltende technische Störungen, die die Nutzung der Software unmöglich machen. Auch erhebliche Preiserhöhungen können unter Umständen ein Sonderkündigungsrecht begründen.
Bei einer außerordentlichen Kündigung ist es besonders wichtig, die Gründe detailliert zu dokumentieren und in der Kündigung präzise darzulegen. Eine außerordentliche Kündigung sollte immer schriftlich erfolgen und die konkreten Vertragsverletzungen benennen. In solchen Fällen kann es ratsam sein, vorab rechtlichen Rat einzuholen, um sicherzustellen, dass die Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung tatsächlich vorliegen.
Wie man Sage per Post kündigt
Warum die postalische Kündigung die sicherste Methode ist
Obwohl wir in einer zunehmend digitalisierten Welt leben, bleibt die postalische Kündigung per Einschreiben die rechtlich sicherste Methode zur Beendigung eines Vertrages mit Sage. Der Hauptvorteil liegt im Nachweis: Ein Einschreiben mit Rückschein dokumentiert eindeutig, dass die Kündigung versendet und beim Empfänger zugestellt wurde. Dies ist besonders wichtig bei der Einhaltung von Kündigungsfristen, da der Zugang beim Empfänger entscheidend ist, nicht das Absendedatum.
Im Streitfall kann der Rückschein als Beweis dienen, dass die Kündigung rechtzeitig zugegangen ist. Bei E-Mail-Kündigungen besteht hingegen immer das Risiko, dass diese im Spam-Ordner landen, technische Probleme auftreten oder der Empfang bestritten wird. Auch wenn einige Unternehmen Online-Kündigungsformulare anbieten, ist deren rechtliche Verbindlichkeit nicht immer eindeutig geklärt. Die postalische Kündigung per Einschreiben bietet daher die größte Rechtssicherheit.
Vorbereitung der Kündigung
Bevor Sie Ihre Kündigung verfassen, sollten Sie alle relevanten Vertragsinformationen zusammentragen. Dazu gehören Ihre Kundennummer, die genaue Produktbezeichnung, das Datum des Vertragsbeginns und die vereinbarte Laufzeit. Diese Informationen finden Sie in Ihren Vertragsunterlagen, Rechnungen oder im Kundenportal von Sage. Je präziser Ihre Angaben sind, desto reibungsloser wird die Kündigungsabwicklung verlaufen.
Prüfen Sie außerdem noch einmal genau Ihre Kündigungsfrist. Berechnen Sie, bis wann die Kündigung spätestens bei Sage eingegangen sein muss, und planen Sie ausreichend Zeit für den Postweg ein. Berücksichtigen Sie dabei auch mögliche Verzögerungen durch Wochenenden, Feiertage oder unvorhergesehene Ereignisse. Eine Kündigung, die nur einen Tag zu spät ankommt, kann bedeuten, dass Sie ein weiteres Jahr an den Vertrag gebunden sind.
Inhalt des Kündigungsschreibens
Ein wirksames Kündigungsschreiben muss bestimmte Mindestangaben enthalten, um rechtlich bindend zu sein. Zunächst sollten Sie Ihre vollständigen Kontaktdaten angeben, einschließlich Name, Anschrift und idealerweise auch Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Adressieren Sie das Schreiben an die offizielle Geschäftsadresse von Sage Deutschland GmbH.
Der Betreff sollte klar als "Kündigung" gekennzeichnet sein. Im Text selbst erklären Sie eindeutig, dass Sie den Vertrag kündigen möchten. Geben Sie dabei Ihre Kundennummer und die genaue Produktbezeichnung an. Nennen Sie entweder einen konkreten Kündigungstermin oder formulieren Sie "zum nächstmöglichen Zeitpunkt", falls Sie unsicher bezüglich des exakten Datums sind. Bitten Sie um eine schriftliche Kündigungsbestätigung und um Auskunft über das genaue Vertragsende.
Falls Sie eine außerordentliche Kündigung aussprechen, müssen Sie die Gründe detailliert darlegen und auf Ihr außerordentliches Kündigungsrecht hinweisen. In diesem Fall sollten Sie auch alle relevanten Beweise oder Dokumentationen beifügen, die Ihre Begründung stützen. Unterschreiben Sie das Schreiben handschriftlich, da dies die Authentizität unterstreicht und rechtlich bindender ist als eine digitale Unterschrift.
Die korrekte Versandadresse
Für die Kündigung Ihres Sage-Abonnements verwenden Sie die offizielle Geschäftsadresse des Unternehmens:
- Sage Deutschland GmbH, Hans-Böckler-Ring 15, 85072 Eichstätt
Diese Adresse ist im offiziellen Impressum des Unternehmens angegeben und dient für rechtliche Korrespondenz einschließlich Kündigungen. Achten Sie darauf, die Adresse vollständig und korrekt zu verwenden, um Zustellprobleme zu vermeiden. Überprüfen Sie vor dem Versand noch einmal alle Angaben auf dem Umschlag, insbesondere die Postleitzahl und den Ortsnamen.
Versand per Einschreiben
Versenden Sie Ihre Kündigung ausschließlich per Einschreiben mit Rückschein. Dies kostet zwar etwas mehr als ein normaler Brief, bietet aber die notwendige Rechtssicherheit. Bei der Post wählen Sie die Option "Einschreiben Rückschein", wodurch Sie später einen unterschriebenen Beleg erhalten, der die Zustellung dokumentiert. Bewahren Sie sowohl den Einlieferungsbeleg als auch den zurückgesandten Rückschein sorgfältig auf, idealerweise zusammen mit einer Kopie des Kündigungsschreibens.
Der Einlieferungsbeleg enthält eine Sendungsnummer, mit der Sie online den Zustellstatus verfolgen können. Prüfen Sie regelmäßig, ob die Sendung zugestellt wurde. Falls die Zustellung nicht innerhalb von etwa einer Woche erfolgt, sollten Sie bei der Post nachfragen. Beachten Sie, dass die Kündigung erst mit dem Zugang bei Sage wirksam wird, nicht mit dem Absendedatum.
Digitale Alternativen mit Nachweisfunktion
Für diejenigen, die den traditionellen Postweg als umständlich empfinden, gibt es moderne Dienste wie Postclic, die den Prozess vereinfachen. Solche Services ermöglichen es, Kündigungen digital zu erstellen und automatisch als nachverfolgbaren Brief versenden zu lassen. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der professionellen Formatierung, während gleichzeitig die rechtliche Sicherheit eines postalischen Einschreibens gewahrt bleibt.
Diese Dienste bieten typischerweise Vorlagen für verschiedene Kündigungsarten, automatische Adressvalidierung und digitale Nachweise über den Versand und die Zustellung. Der gesamte Prozess kann bequem online abgewickelt werden, ohne dass man zur Post gehen muss. Dennoch wird das Schreiben physisch gedruckt, kuvertiert und per Einschreiben versendet, sodass die rechtliche Beweiskraft erhalten bleibt. Solche Lösungen können besonders für Geschäftskunden interessant sein, die mehrere Verträge verwalten müssen.
Nach der Kündigung
Nachdem Sie Ihre Kündigung versendet haben, sollten Sie innerhalb von ein bis zwei Wochen eine Kündigungsbestätigung von Sage erhalten. Diese Bestätigung sollte das genaue Datum des Vertragsendes enthalten. Falls Sie keine Bestätigung erhalten, kontaktieren Sie Sage proaktiv und weisen Sie auf Ihre Kündigung hin. Nennen Sie dabei das Versanddatum und idealerweise die Sendungsnummer des Einschreibens.
Prüfen Sie auch Ihre Bankkontoauszüge, um sicherzustellen, dass nach dem Kündigungstermin keine weiteren Abbuchungen erfolgen. Falls doch Beträge abgebucht werden, widersprechen Sie diesen umgehend bei Ihrer Bank und kontaktieren Sie Sage schriftlich. Sichern Sie außerdem alle wichtigen Daten aus der Sage-Software, bevor Ihr Zugang endet, da Sie nach Vertragsende möglicherweise keinen Zugriff mehr auf diese Informationen haben.
Kundenbewertungen und Tipps
Häufige Kündigungsgründe
Die Gründe, warum Kunden ihre Sage-Abonnements kündigen, sind vielfältig. Ein häufiger Grund sind die Kosten, insbesondere wenn Unternehmen feststellen, dass sie nicht alle Funktionen nutzen oder günstigere Alternativen verfügbar sind. Gerade bei kleineren Unternehmen oder Freiberuflern kann das Preis-Leistungs-Verhältnis als nicht optimal empfunden werden, wenn der tatsächliche Nutzungsumfang hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibt.
Ein weiterer häufiger Grund ist die Komplexität der Software. Sage-Produkte bieten umfangreiche Funktionen, die jedoch eine entsprechende Einarbeitung erfordern. Manche Nutzer empfinden die Bedienung als zu komplex für ihre Bedürfnisse und wechseln zu benutzerfreundlicheren Lösungen. Auch technische Probleme, unzureichender Support oder Unzufriedenheit mit Updates und Änderungen können zur Kündigung führen.
Geschäftliche Veränderungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn ein Unternehmen wächst, kann es sein, dass Sage nicht mehr skalierbar genug ist und eine leistungsfähigere ERP-Lösung benötigt wird. Umgekehrt kann bei schrumpfenden Geschäften oder Geschäftsaufgabe die Software nicht mehr benötigt werden. Auch Fusionen, Übernahmen oder die Umstellung auf andere Geschäftsprozesse können einen Wechsel der Softwarelösung erforderlich machen.
Erfahrungen mit dem Kündigungsprozess
Die Erfahrungen von Kunden mit dem Kündigungsprozess bei Sage sind gemischt. Viele Nutzer berichten, dass die Kündigung grundsätzlich problemlos möglich ist, sofern die Kündigungsfristen eingehalten werden. Die schriftliche Kündigung per Post wird in der Regel zuverlässig bearbeitet, und Kündigungsbestätigungen werden zeitnah versendet. Besonders positiv wird oft hervorgehoben, wenn der Kundenservice bei Fragen zum Kündigungsprozess hilfsbereit ist.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Kunden berichten von Schwierigkeiten, wenn Kündigungsfristen knapp waren oder Unklarheiten über die genauen Vertragsbedingungen bestanden. In manchen Fällen wurde die Kündigung zunächst nicht akzeptiert, weil formale Anforderungen nicht erfüllt waren oder die Kündigung an eine falsche Adresse gesendet wurde. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, alle Details sorgfältig zu beachten und die Kündigung mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf zu versenden.
Wichtige Tipps für eine erfolgreiche Kündigung
Basierend auf den Erfahrungen zahlreicher Kunden lassen sich einige bewährte Tipps für eine erfolgreiche Kündigung ableiten. Erstens: Beginnen Sie frühzeitig mit der Vorbereitung. Setzen Sie sich eine Erinnerung mehrere Wochen vor Ablauf der Kündigungsfrist, um ausreichend Zeit für die Vorbereitung und den Versand zu haben. Dies gibt Ihnen auch Spielraum, falls Sie noch Fragen klären müssen oder Dokumente suchen müssen.
Zweitens: Dokumentieren Sie alles. Erstellen Sie Kopien aller relevanten Unterlagen, einschließlich des Kündigungsschreibens, der Vertragsunterlagen, des Einlieferungsbelegs und des Rückscheins. Diese Dokumentation ist wertvoll, falls später Unstimmigkeiten auftreten sollten. Notieren Sie sich auch Datum und Uhrzeit von Telefonaten mit dem Kundenservice sowie die Namen der Gesprächspartner.
Drittens: Seien Sie präzise in Ihrer Formulierung. Vermeiden Sie vage Aussagen oder mehrdeutige Formulierungen. Nennen Sie konkrete Daten, Vertragsnummern und Produktbezeichnungen. Eine klare, unmissverständliche Kündigungserklärung minimiert das Risiko von Missverständnissen und beschleunigt die Bearbeitung. Halten Sie das Schreiben sachlich und professionell, auch wenn Sie möglicherweise unzufrieden mit dem Service waren.
Datensicherung vor Vertragsende
Ein oft übersehener, aber äußerst wichtiger Aspekt ist die Datensicherung vor dem Vertragsende. Sage-Software enthält in der Regel wichtige Geschäftsdaten wie Buchhaltungsunterlagen, Kundendaten, Rechnungen und Berichte. Nach Beendigung des Vertrages kann der Zugriff auf diese Daten eingeschränkt oder vollständig gesperrt werden. Daher ist es essentiell, rechtzeitig vor dem Kündigungstermin alle relevanten Daten zu exportieren und sicher zu speichern.
Prüfen Sie, welche Exportformate Sage unterstützt und welche Daten Sie für Ihre Geschäftsunterlagen, steuerliche Aufbewahrungspflichten oder die Migration zu einer neuen Software benötigen. In Deutschland gelten strenge Aufbewahrungsfristen für Geschäftsunterlagen, die teilweise bis zu zehn Jahre betragen. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Daten in einem Format exportieren, das auch ohne Sage-Software lesbar bleibt, beispielsweise als PDF oder CSV-Dateien.
Alternativen zu Sage
Wenn Sie Sage kündigen, steht meist die Suche nach einer Alternative an. Der deutsche Markt bietet zahlreiche Buchhaltungs- und ERP-Lösungen, die je nach Unternehmensgröße und Anforderungen in Frage kommen. Zu den bekannten Alternativen gehören DATEV, Lexware, sevDesk, FastBill und für größere Unternehmen SAP Business One oder Microsoft Dynamics. Jede dieser Lösungen hat spezifische Stärken und Schwächen sowie unterschiedliche Preismodelle.
Bei der Auswahl einer Alternative sollten Sie Ihre Erfahrungen mit Sage berücksichtigen. Überlegen Sie, welche Funktionen Sie tatsächlich benötigen und welche Sie bei Sage vermisst oder als überflüssig empfunden haben. Nutzen Sie kostenlose Testversionen, um verschiedene Produkte auszuprobieren, bevor Sie sich festlegen. Achten Sie auch auf die Kündigungsbedingungen der neuen Software, um nicht erneut in eine unflexible Vertragssituation zu geraten.
Rechtliche Unterstützung bei Problemen
In den meisten Fällen verläuft die Kündigung eines Sage-Abonnements unkompliziert. Sollten jedoch Probleme auftreten, etwa wenn Sage die Kündigung nicht anerkennt oder weiterhin Beträge abbucht, kann rechtliche Unterstützung notwendig werden. Zunächst sollten Sie versuchen, die Angelegenheit direkt mit Sage zu klären, indem Sie auf Ihre Kündigungsnachweise verweisen und eine schriftliche Stellungnahme einfordern.
Falls dies nicht zum Erfolg führt, können Sie sich an Verbraucherschutzzentralen wenden oder einen Fachanwalt für IT-Recht konsultieren. Bei kleineren Streitwerten kann auch ein Schlichtungsverfahren eine kostengünstige Alternative zum Gerichtsverfahren sein. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie über eine lückenlose Dokumentation verfügen, die Ihre Position untermauert. Dies unterstreicht noch einmal die Bedeutung des Versands per Einschreiben mit Rückschein.
Abschließend lässt sich festhalten, dass die Kündigung eines Sage-Abonnements mit der richtigen Vorbereitung und Vorgehensweise in der Regel problemlos möglich ist. Die postalische Kündigung per Einschreiben bietet die größte Rechtssicherheit und sollte daher bevorzugt werden. Beachten Sie die Kündigungsfristen, verwenden Sie die korrekte Adresse und dokumentieren Sie alle Schritte sorgfältig. So stellen Sie sicher, dass Ihr Vertrag zum gewünschten Zeitpunkt endet und Sie keine unerwarteten Kosten oder rechtlichen Probleme entstehen.