Kündigungsdienst Nr. 1 in Germany
Vertragsnummer:
An:
Kündigungsabteilung – MLP
Im Breitspiel 14
69126 Heidelberg
Betreff: Vertragskündigung – Benachrichtigung per zertifizierter E-Mail
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich den Vertrag Nummer bezüglich des Dienstes MLP. Diese Benachrichtigung stellt eine feste, klare und eindeutige Absicht dar, den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder gemäß der anwendbaren vertraglichen Kündigungsfrist zu beenden.
Ich bitte Sie, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um:
– alle Abrechnungen ab dem wirksamen Kündigungsdatum einzustellen;
– den ordnungsgemäßen Eingang dieser Anfrage schriftlich zu bestätigen;
– und gegebenenfalls die Schlussabrechnung oder Saldenbestätigung zu übermitteln.
Diese Kündigung wird Ihnen per zertifizierter E-Mail zugesandt. Der Versand, die Zeitstempelung und die Integrität des Inhalts sind festgestellt, wodurch es einen gleichwertigen Nachweis darstellt, der den Anforderungen an elektronische Beweise entspricht. Sie verfügen daher über alle notwendigen Elemente, um diese Kündigung ordnungsgemäß zu bearbeiten, in Übereinstimmung mit den geltenden Grundsätzen der schriftlichen Benachrichtigung und der Vertragsfreiheit.
Gemäß BGB § 355 (Widerrufsrecht) und den Datenschutzbestimmungen bitte ich Sie außerdem:
– alle meine personenbezogenen Daten zu löschen, die nicht für Ihre gesetzlichen oder buchhalterischen Verpflichtungen erforderlich sind;
– alle zugehörigen persönlichen Konten zu schließen;
– und mir die wirksame Löschung der Daten gemäß den geltenden Rechten zum Schutz der Privatsphäre zu bestätigen.
Ich behalte eine vollständige Kopie dieser Benachrichtigung sowie den Versandnachweis.
Mit freundlichen Grüßen,
13/01/2026
Erfahren Sie, wie Sie Ihre MLP-Dienstleistungen kündigen
Über MLP
MLP SE ist ein deutsches Finanzdienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Heidelberg, das sich auf die ganzheitliche Beratung von Akademikern, Führungskräften und anspruchsvollen Privatkunden spezialisiert hat. Seit der Gründung im Jahr 1971 hat sich MLP zu einem der führenden Finanzberater in Deutschland entwickelt und betreut heute über 560.000 Kunden mit einem umfassenden Leistungsspektrum.
Das Unternehmen bietet Beratungsleistungen in den Bereichen Altersvorsorge, Versicherungen, Vermögensmanagement, Finanzierung sowie Rechts- und Steuerfragen an. MLP arbeitet dabei mit verschiedenen Produktpartnern zusammen und versteht sich als unabhängiger Vermittler, der individuell passende Lösungen für seine Mandanten zusammenstellt. Die Beratungsphilosophie basiert auf einer langfristigen Kundenbeziehung mit persönlichen Beratern, die ihre Klienten über verschiedene Lebensphasen hinweg begleiten.
Mit über 2.000 Beratern an mehr als 100 Standorten in Deutschland sowie Niederlassungen in der Schweiz ist MLP flächendeckend vertreten. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von klassischen Versicherungsmaklern durch den Fokus auf akademische Berufsgruppen und die Verbindung verschiedener Finanzdienstleistungen unter einem Dach. Neben der klassischen Finanzberatung bietet MLP über Tochtergesellschaften auch Banking-Dienstleistungen und Vermögensverwaltung an.
Die offizielle Unternehmensadresse für sämtliche Korrespondenz, einschließlich Kündigungen von Verträgen und Dienstleistungen, lautet:
- MLP SE, Im Breitspiel 14, 69126 Heidelberg
Für spezifische Verträge kann es jedoch abweichende Zuständigkeiten geben, weshalb Kunden vor einer Kündigung ihre Vertragsunterlagen prüfen oder den Kundenservice kontaktieren sollten, um die korrekte Anschrift zu verifizieren.
Produktpalette und Kostenstruktur bei MLP
Beratungsleistungen und Vertragsarten
MLP bietet keine standardisierten Abonnementpläne im klassischen Sinne an, sondern arbeitet mit individuellen Beratungsverträgen und vermittelten Versicherungs- sowie Finanzprodukten. Die Kostenstruktur variiert je nach Art der in Anspruch genommenen Dienstleistung erheblich. Bei Versicherungsprodukten erfolgt die Vergütung üblicherweise durch Provisionen der Produktanbieter, während bei Vermögensverwaltung und bestimmten Beratungsleistungen auch direkte Honorarvereinbarungen getroffen werden können.
Typische Produktkategorien umfassen Berufsunfähigkeitsversicherungen, private Krankenversicherungen, Lebensversicherungen, betriebliche Altersvorsorge, Wohngebäudeversicherungen, Haftpflichtversicherungen sowie verschiedene Anlageprodukte wie Fonds, ETFs und strukturierte Finanzprodukte. Jeder dieser Verträge unterliegt eigenen Kündigungsfristen und Vertragsbedingungen.
Kostenübersicht nach Produktbereichen
| Produktbereich | Typische Kostenstruktur | Laufzeit |
|---|---|---|
| Berufsunfähigkeitsversicherung | Monatliche Prämien ab 50-200 Euro | Langfristig, oft bis Rentenalter |
| Private Krankenversicherung | Individuell nach Alter und Gesundheit | Unbefristet mit jährlichen Anpassungen |
| Altersvorsorgeprodukte | Variable Beiträge, oft staatlich gefördert | Bis Rentenbeginn |
| Vermögensverwaltung | Prozentual vom verwalteten Vermögen | Meist jährlich kündbar |
| Sachversicherungen | Jährliche Prämien variabel | 1 Jahr mit automatischer Verlängerung |
Transparenz und Beratungskosten
Ein wichtiger Aspekt bei MLP ist die Frage der Vergütungstransparenz. Während das Unternehmen sich als unabhängiger Berater positioniert, erfolgt die Vergütung traditionell über Provisionen der Produktanbieter. Dies kann zu Interessenkonflikten führen, wenn provisionsstärkere Produkte empfohlen werden. In den letzten Jahren hat MLP jedoch verstärkt auch Honorarberatung angeboten, bei der Kunden direkt für die Beratungsleistung zahlen und dafür auf Provisionen verzichtet wird.
Die genauen Kosten für vermittelte Produkte ergeben sich aus den jeweiligen Vertragsunterlagen. Kunden sollten bei Vertragsabschluss auf Abschlusskosten, laufende Verwaltungsgebühren und eventuelle Rückkaufsverluste bei vorzeitiger Kündigung achten. Besonders bei Lebens- und Rentenversicherungen können diese Kosten in den ersten Jahren erheblich sein.
Kündigungsbedingungen bei MLP-Verträgen
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Die Kündigung von bei MLP abgeschlossenen Verträgen unterliegt den allgemeinen deutschen Rechtsvorschriften für Versicherungs- und Finanzdienstleistungsverträge. Besonders relevant sind hier das Versicherungsvertragsgesetz (VVG), das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sowie spezielle Regelungen für Finanzanlagen. Das Widerrufsrecht ermöglicht es Verbrauchern, innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss ohne Angabe von Gründen zu widerrufen, bei Versicherungsverträgen kann diese Frist sogar 30 Tage betragen.
Nach Ablauf der Widerrufsfrist gelten die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen. Diese variieren je nach Produktart erheblich. Während Sachversicherungen in der Regel jährlich mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende gekündigt werden können, haben Lebensversicherungen und Altersvorsorgeverträge oft längere Laufzeiten und komplexere Kündigungsmodalitaten.
Kündigungsfristen nach Vertragstyp
| Vertragsart | Reguläre Kündigungsfrist | Sonderkündigungsrecht |
|---|---|---|
| Sachversicherungen | 3 Monate zum Vertragsende | Bei Beitragserhöhung, Schadensfall |
| Lebensversicherung | Jederzeit zum Monatsende möglich | Nicht anwendbar |
| Berufsunfähigkeitsversicherung | 3 Monate zum Jahresende | Bei Beitragsanpassung |
| Private Krankenversicherung | 3 Monate zum Jahresende | Bei Tarifwechsel innerhalb Gesellschaft |
| Fondsgebundene Produkte | Vertraglich individuell geregelt | Abhängig von Produktbedingungen |
Besondere Kündigungsrechte und Ausnahmen
Neben den regulären Kündigungsfristen gibt es verschiedene Sonderkündigungsrechte, die Versicherungsnehmer kennen sollten. Bei Beitragserhöhungen, die nicht auf allgemeinen Kostensteigerungen oder Alterung beruhen, besteht oft ein Sonderkündigungsrecht innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Erhöhung. Nach einem Schadensfall können sowohl Versicherer als auch Versicherungsnehmer innerhalb eines Monats kündigen.
Ein wichtiger Aspekt ist die Unterscheidung zwischen Kündigung und Beitragsfreistellung. Bei Lebens- und Rentenversicherungen sowie Altersvorsorgeprodukten ist eine Kündigung zwar jederzeit möglich, führt aber oft zu erheblichen finanziellen Verlusten durch Stornoabzüge. Alternativ kann eine Beitragsfreistellung beantragt werden, bei der der Vertrag mit reduzierter Leistung weiterläuft, aber keine weiteren Beiträge gezahlt werden müssen.
Wichtige Hinweise zur Kündigungsfrist
Entscheidend für die Einhaltung von Kündigungsfristen ist das Zugangsdatum beim Vertragspartner, nicht das Absendedatum. Daher ist es ratsam, Kündigungen rechtzeitig und mit Nachweis zu versenden. Die Kündigungsfrist beginnt in der Regel erst, wenn die Kündigung dem zuständigen Unternehmen tatsächlich zugegangen ist. Bei knappen Fristen sollte daher ein Zeitpuffer eingeplant werden.
Manche Verträge verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht fristgerecht gekündigt wird. Dies gilt besonders für Sachversicherungen. Versäumt man die Kündigungsfrist, ist man für ein weiteres Jahr vertraglich gebunden. Daher empfiehlt es sich, Kündigungstermine frühzeitig zu notieren und die Kündigung rechtzeitig vorzubereiten.
Wie man MLP-Verträge per Post kündigt
Warum die postalische Kündigung am zuverlässigsten ist
Die Kündigung per Brief mit Einschreiben ist die rechtlich sicherste Methode, um einen Vertrag bei MLP zu beenden. Im Gegensatz zu telefonischen Kündigungen oder E-Mails bietet die postalische Kündigung einen rechtssicheren Nachweis über den Zugang der Kündigungserklärung. Dieser Nachweis kann im Streitfall entscheidend sein, wenn es um die Frage geht, ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde.
Das deutsche Recht verlangt für die meisten Versicherungskündigungen zwar keine bestimmte Form, jedoch ist die Schriftform aus Beweisgründen dringend zu empfehlen. Ein Einschreiben mit Rückschein dokumentiert nicht nur das Absendedatum, sondern auch den Zugang beim Empfänger. Dies ist besonders wichtig, da die Kündigungsfrist erst mit Zugang der Kündigung zu laufen beginnt.
Während einige Unternehmen mittlerweile Online-Kündigungsportale anbieten, ist die Rechtslage hier teilweise noch unklar. Zudem können technische Probleme oder fehlende Bestätigungen zu Unsicherheiten führen. Die klassische Briefkündigung bleibt daher die verlässlichste Methode, insbesondere bei wichtigen Versicherungsverträgen mit hohen finanziellen Auswirkungen.
Notwendige Angaben im Kündigungsschreiben
Ein wirksames Kündigungsschreiben muss bestimmte Mindestangaben enthalten, um eindeutig identifiziert und zugeordnet werden zu können. Dazu gehören der vollständige Name und die Anschrift des Kündigenden, die Vertragsnummer oder Versicherungsscheinnummer sowie eine eindeutige Kündigungserklärung. Es empfiehlt sich, das gewünschte Kündigungsdatum anzugeben oder alternativ zu formulieren, dass zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt wird.
Wichtige Bestandteile eines Kündigungsschreibens sind:
- Vollständiger Name und aktuelle Anschrift des Versicherungsnehmers
- Vertragsnummer oder Versicherungsscheinnummer zur eindeutigen Identifikation
- Klare Kündigungserklärung ohne missverständliche Formulierungen
- Gewünschtes Kündigungsdatum oder Hinweis auf nächstmöglichen Termin
- Bitte um schriftliche Kündigungsbestätigung
- Datum und handschriftliche Unterschrift
Versandweg und Zustellungsnachweis
Für den Versand der Kündigung sollte unbedingt ein Einschreiben gewählt werden. Das Einschreiben mit Rückschein ist die sicherste Variante, da hier dokumentiert wird, wann und von wem die Sendung beim Empfänger entgegengenommen wurde. Alternativ kann auch ein Einschreiben Einwurf verwendet werden, bei dem der Zusteller den Einwurf in den Briefkasten bestätigt.
Die korrekte Adresse für Kündigungen ist:
- MLP SE, Im Breitspiel 14, 69126 Heidelberg
Bei bestimmten Verträgen kann es jedoch abweichende Zuständigkeiten geben. So werden manche Versicherungsprodukte über Partnergesellschaften abgewickelt, die eigene Kündigungsadressen haben können. In solchen Fällen ist die Adresse des tatsächlichen Vertragspartners zu verwenden, die sich aus den Vertragsunterlagen ergibt. Im Zweifelsfall sollte die Kündigung sowohl an MLP als auch an die Versicherungsgesellschaft gesendet werden.
Digitale Unterstützung beim Kündigungsprozess
Der traditionelle Kündigungsprozess per Brief kann zeitaufwendig sein und erfordert den Gang zur Post sowie die korrekte Formatierung des Schreibens. Moderne Dienstleister wie Postclic haben sich darauf spezialisiert, diesen Prozess zu vereinfachen. Über solche Plattformen können Kündigungsschreiben digital erstellt und anschließend automatisch als nachverfolgter Brief versendet werden.
Die Vorteile solcher Services liegen in der Zeitersparnis, der professionellen Formatierung der Dokumente sowie dem digitalen Nachweis über den Versand. Nutzer müssen nicht selbst zur Post gehen und erhalten dennoch die rechtliche Sicherheit eines Einschreibens. Zudem werden alle relevanten Angaben systematisch abgefragt, sodass keine wichtigen Informationen im Kündigungsschreiben fehlen.
Solche Dienste ersetzen nicht die rechtliche Wirksamkeit des Briefes, sondern erleichtern lediglich den administrativen Prozess. Die Kündigung erfolgt weiterhin auf dem klassischen Postweg mit allen rechtlichen Sicherheiten, nur die Erstellung und der Versand werden digitalisiert und vereinfacht.
Nach der Kündigung: Bestätigung und Abwicklung
Nach Versand der Kündigung sollte innerhalb von zwei bis drei Wochen eine schriftliche Kündigungsbestätigung vom Versicherer eintreffen. Diese Bestätigung sollte das Datum des Vertragsendes sowie Informationen zur weiteren Abwicklung enthalten. Falls keine Bestätigung eintrifft, sollte man beim Kundenservice nachfragen und dabei auf das Einschreiben und dessen Zustellnachweis verweisen.
Bei Versicherungen mit bereits gezahlten Jahresbeiträgen erfolgt eine anteilige Rückerstattung für den nicht genutzten Zeitraum. Bei Lebensversicherungen und Sparprodukten wird der Rückkaufswert ausgezahlt, der je nach Vertragsdauer deutlich unter den eingezahlten Beiträgen liegen kann. Diese Auszahlung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Wichtig ist auch die Prüfung, ob durch die Kündigung Versicherungslücken entstehen. Besonders bei Haftpflicht- und Krankenversicherungen sollte ein nahtloser Übergang zu einem neuen Anbieter sichergestellt werden. Der neue Vertrag sollte bereits vor Beendigung des alten Vertrages abgeschlossen werden, um lückenlos versichert zu sein.
Kundenerfahrungen und praktische Tipps zur Kündigung
Häufige Kündigungsgründe bei MLP
Kunden entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für die Kündigung ihrer MLP-Verträge. Ein häufiger Grund sind veränderte Lebensumstände wie Berufswechsel, Umzug ins Ausland oder familiäre Veränderungen, die eine Anpassung der Versicherungs- und Vorsorgelandschaft erfordern. Manche Kunden empfinden die Kosten als zu hoch, insbesondere wenn sie feststellen, dass vergleichbare Produkte bei anderen Anbietern günstiger erhältlich sind.
Ein weiterer Kündigungsgrund ist Unzufriedenheit mit der Beratungsqualität. Obwohl MLP für persönliche Beratung bekannt ist, berichten manche Kunden von zu verkaufsorientierten Gesprächen oder dem Gefühl, dass provisionsstärkere Produkte bevorzugt empfohlen wurden. Der Wechsel zu Honorarberatern oder digitalen Anlageanbietern ist für kostenbewusste Kunden eine Alternative.
Auch die Komplexität mancher Produktstrukturen führt zu Kündigungen. Besonders bei fondsgebundenen Versicherungen mit intransparenten Kostenstrukturen entscheiden sich Kunden manchmal für einfachere Anlageformen wie ETF-Sparpläne bei Direktbanken. Die Erkenntnis, dass langjährige Verträge durch hohe Abschlusskosten in den ersten Jahren kaum Rendite erwirtschaften, motiviert ebenfalls zur Kündigung.
Erfahrungen mit dem Kündigungsprozess
Die Erfahrungen von Kunden mit dem Kündigungsprozess bei MLP sind unterschiedlich. Viele berichten von einer reibungslosen Abwicklung, wenn die Kündigung korrekt formuliert und fristgerecht eingereicht wurde. Die Kündigungsbestätigung erfolgt in solchen Fällen zügig, und auch die Rückabwicklung von Beiträgen verläuft problemlos.
Andere Kunden berichten jedoch von Verzögerungen oder Rückfragen seitens MLP. Teilweise werden Kündigungen mit dem Hinweis auf angeblich fehlende Angaben zurückgewiesen, oder es erfolgen Kontaktaufnahmen durch Berater, die den Kunden zum Verbleib bewegen möchten. Solche Rückhalteversuche sind im Finanzdienstleistungssektor nicht unüblich, sollten aber die Wirksamkeit einer korrekt formulierten Kündigung nicht beeinträchtigen.
Besonders wichtig ist die Dokumentation des gesamten Kündigungsprozesses. Der Rückschein des Einschreibens sollte aufbewahrt werden, ebenso wie Kopien des Kündigungsschreibens und der erhaltenen Bestätigung. Bei Unstimmigkeiten kann diese Dokumentation entscheidend sein, um die eigenen Rechte durchzusetzen.
Praktische Tipps für eine erfolgreiche Kündigung
Um den Kündigungsprozess möglichst reibungslos zu gestalten, sollten einige bewährte Vorgehensweisen beachtet werden. Zunächst ist es ratsam, alle Vertragsunterlagen zu sichten und die genauen Kündigungsfristen zu ermitteln. Diese finden sich in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen oder können beim Kundenservice erfragt werden.
Vor der Kündigung sollte man sich über die finanziellen Konsequenzen im Klaren sein. Bei Lebensversicherungen und Altersvorsorgeprodukten kann eine vorzeitige Kündigung zu erheblichen Verlusten führen. In solchen Fällen kann eine Beitragsfreistellung die bessere Alternative sein. Eine unabhängige Beratung durch Verbraucherzentralen oder Honorarberater kann hier wertvolle Orientierung bieten.
Das Kündigungsschreiben sollte präzise und unmissverständlich formuliert sein. Lange Begründungen sind nicht erforderlich und können sogar kontraproduktiv sein, da sie Anlass für Rückfragen bieten. Eine klare Kündigungserklärung mit allen notwendigen Angaben ist ausreichend. Die Bitte um eine schriftliche Bestätigung sollte nicht fehlen.
Alternativen zur vollständigen Kündigung
Nicht immer ist eine vollständige Kündigung die beste Lösung. Bei vorübergehenden finanziellen Engpässen kann eine Beitragsreduzierung oder -stundung vereinbart werden. Viele Versicherer bieten flexible Lösungen an, um Verträge an veränderte Lebensumstände anzupassen, ohne dass diese komplett beendet werden müssen.
Bei Sachversicherungen lohnt sich oft eine Tarifoptimierung. Durch Anpassung von Selbstbehalten oder Leistungsumfang können Beiträge reduziert werden, ohne den Versicherungsschutz vollständig aufzugeben. Auch ein Wechsel in einen günstigeren Tarif beim gleichen Versicherer ist manchmal möglich und einfacher als ein kompletter Anbieterwechsel.
Für Altersvorsorgeverträge gibt es oft die Möglichkeit der Beitragsfreistellung, bei der keine weiteren Einzahlungen erfolgen, der Vertrag aber mit reduzierter Leistung bestehen bleibt. Dies vermeidet die hohen Stornokosten einer Kündigung und erhält zumindest einen Teil der eingezahlten Beiträge für die Altersvorsorge.
Rechtliche Unterstützung bei Problemen
Sollte es bei der Kündigung zu Problemen kommen, etwa weil MLP die Wirksamkeit der Kündigung bestreitet oder die Rückzahlung von Beiträgen verweigert, stehen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung. Verbraucherzentralen bieten Beratung zu Versicherungsfragen und können bei der Durchsetzung von Rechten helfen.
Bei strittigen Fragen kann auch der Versicherungsombudsmann angerufen werden. Diese unabhängige Schlichtungsstelle vermittelt kostenlos bei Streitigkeiten zwischen Versicherungsnehmern und Versicherungsunternehmen. Die Entscheidungen sind für Versicherer bis zu einem bestimmten Streitwert bindend, für Verbraucher jedoch unverbindlich, sodass der Rechtsweg offen bleibt.
In komplexen Fällen oder bei hohen Streitwerten kann die Konsultation eines auf Versicherungsrecht spezialisierten Anwalts sinnvoll sein. Die Kosten hierfür können durch eine Rechtsschutzversicherung abgedeckt sein. Wichtig ist in jedem Fall eine lückenlose Dokumentation aller Korrespondenz und Nachweise über den Versand der Kündigung.