Cancellation service N°1 in Germany
Contract number:
To the attention of:
Cancellation Department – VGH Versicherungen
Am Alten Posthof 8
30159 Hannover
Subject: Contract Cancellation – Certified Email Notification
Dear Sir or Madam,
I hereby notify you of my decision to terminate contract number relating to the VGH Versicherungen service. This notification constitutes a firm, clear and unequivocal intention to cancel the contract, effective at the earliest possible date or in accordance with the applicable contractual notice period.
I kindly request that you take all necessary measures to:
– cease all billing from the effective date of cancellation;
– confirm in writing the proper receipt of this request;
– and, where applicable, send me the final statement or balance confirmation.
This cancellation is sent to you by certified email. The sending, timestamping and integrity of the content are established, making it equivalent proof meeting the requirements of electronic evidence. You therefore have all the necessary elements to process this cancellation properly, in accordance with the applicable principles regarding written notification and contractual freedom.
In accordance with the Consumer Rights Act 2015 and data protection regulations, I also request that you:
– delete all my personal data not necessary for your legal or accounting obligations;
– close any associated personal account;
– and confirm to me the effective deletion of data in accordance with applicable rights regarding privacy protection.
I retain a complete copy of this notification as well as proof of sending.
Yours sincerely,
14/01/2026
Ihr Leitfaden zur Kündigung bei VGH Versicherungen
Über VGH Versicherungen
Die VGH Versicherungen ist ein traditionsreiches Versicherungsunternehmen mit Sitz in Hannover, das seit über 270 Jahren am Markt besteht. Als öffentlicher Versicherer und Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) konzentriert sich die VGH auf Kunden in Niedersachsen und bietet ein breites Spektrum an Versicherungsprodukten für Privat- und Geschäftskunden. Die Unternehmensstruktur als VVaG bedeutet, dass die Versicherungsnehmer gleichzeitig Mitglieder des Vereins sind und von erwirtschafteten Überschüssen profitieren können.
Die VGH bietet verschiedene Versicherungsprodukte an, darunter Kfz-Versicherungen, Haftpflichtversicherungen, Hausratversicherungen, Wohngebäudeversicherungen, Rechtsschutzversicherungen sowie diverse weitere Sachversicherungen. Mit einem dichten Netz an Geschäftsstellen und Vertretungen in ganz Niedersachsen ist die VGH regional stark verankert und legt besonderen Wert auf persönliche Beratung vor Ort. Die Hauptverwaltung befindet sich am Standort Am Alten Posthof 8 in 30159 Hannover, wo auch sämtliche postalische Korrespondenz bearbeitet wird.
Als regionaler Versicherer unterscheidet sich die VGH von bundesweit agierenden Versicherungskonzernen durch ihre lokale Ausrichtung und das Engagement für die Region Niedersachsen. Diese regionale Fokussierung spiegelt sich sowohl in der Produktgestaltung als auch im Serviceangebot wider. Trotz der digitalen Transformation setzt die VGH weiterhin auf traditionelle Kommunikationswege und persönlichen Kontakt zu ihren Versicherungsnehmern.
Versicherungsprodukte und Beitragshöhen
Übersicht der Versicherungsangebote
Die VGH Versicherungen bietet ein umfangreiches Portfolio an Versicherungsprodukten, die auf die Bedürfnisse von Privatkunden und Gewerbetreibenden zugeschnitten sind. Die Beitragshöhe variiert dabei erheblich je nach gewähltem Versicherungsprodukt, Deckungsumfang und individuellen Risikofaktoren. Im Gegensatz zu standardisierten Abonnementmodellen werden Versicherungsbeiträge individuell kalkuliert, wobei verschiedene Faktoren wie Alter, Wohnort, Schadensfreiheitsklasse oder Objektwert eine Rolle spielen.
Kfz-Versicherungen
Bei der Kfz-Versicherung richtet sich der Beitrag nach zahlreichen Kriterien wie Fahrzeugtyp, Regionalklasse, Schadensfreiheitsklasse, jährlicher Fahrleistung und Nutzungsart. Die VGH bietet sowohl Haftpflichtversicherungen als auch Teil- und Vollkaskoversicherungen an. Die Beiträge können von wenigen hundert Euro jährlich für günstige Haftpflichtversicherungen bis zu mehreren tausend Euro für Vollkaskoversicherungen bei hochpreisigen Fahrzeugen reichen. Zusätzliche Bausteine wie Schutzbriefe oder Fahrerschutzversicherungen können individuell hinzugebucht werden.
Privathaftpflicht und Hausratversicherung
Die Privathaftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen im privaten Bereich und ist bei der VGH in verschiedenen Leistungsstufen verfügbar. Die Jahresbeiträge bewegen sich typischerweise zwischen 50 und 150 Euro, abhängig von der Deckungssumme und den eingeschlossenen Zusatzleistungen. Hausratversicherungen werden basierend auf der Wohnfläche, dem Wohnort und der gewünschten Versicherungssumme kalkuliert. Hier können die Beiträge zwischen 100 und 400 Euro jährlich liegen, wobei zusätzliche Bausteine wie Elementarschadenversicherung oder Fahrraddiebstahl die Kosten erhöhen.
Wohngebäude- und Rechtsschutzversicherung
Für Immobilieneigentümer bietet die VGH Wohngebäudeversicherungen an, deren Beiträge stark vom Wert und der Lage des Objekts abhängen. Die jährlichen Kosten können von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro reichen. Rechtsschutzversicherungen werden in verschiedenen Modulen angeboten, etwa als Verkehrsrechtsschutz, Privat- und Berufsrechtsschutz oder Wohnrechtsschutz. Die Beiträge variieren je nach gewähltem Umfang zwischen 150 und 500 Euro jährlich.
| Versicherungsart | Typische Jahresbeiträge | Faktoren für Beitragshöhe |
|---|---|---|
| Kfz-Haftpflicht | 300 - 1.500 Euro | Fahrzeugtyp, SF-Klasse, Region |
| Privathaftpflicht | 50 - 150 Euro | Deckungssumme, Zusatzleistungen |
| Hausrat | 100 - 400 Euro | Wohnfläche, Wohnort, Versicherungssumme |
| Wohngebäude | 300 - 2.000 Euro | Objektwert, Lage, Bauart |
| Rechtsschutz | 150 - 500 Euro | Gewählte Module, Selbstbeteiligung |
Kündigungsbedingungen und rechtliche Grundlagen
Vertragslaufzeiten und ordentliche Kündigung
Die Kündigungsbedingungen bei der VGH Versicherungen richten sich nach den allgemeinen versicherungsrechtlichen Bestimmungen in Deutschland, insbesondere dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Die meisten Versicherungsverträge haben eine Mindestlaufzeit von einem Jahr und verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt werden. Die ordentliche Kündigungsfrist beträgt in der Regel drei Monate zum Ende des Versicherungsjahres. Das bedeutet, dass die Kündigung spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres beim Versicherer eingegangen sein muss.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Kalenderjahr und dem Versicherungsjahr. Das Versicherungsjahr beginnt mit dem Datum des Vertragsabschlusses und nicht zwingend am ersten Januar. Wer beispielsweise einen Vertrag am 15. März abgeschlossen hat, muss bis spätestens 15. Dezember kündigen, damit die Kündigung zum 15. März des Folgejahres wirksam wird. Diese Fristen sind unbedingt einzuhalten, da eine verspätete Kündigung zur automatischen Verlängerung um ein weiteres Jahr führt.
Sonderkündigungsrechte nach deutschem Recht
Neben der ordentlichen Kündigung gibt es verschiedene Situationen, in denen Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht haben. Nach einer Beitragserhöhung durch den Versicherer steht dem Kunden ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht ab Zugang der Erhöhungsmitteilung zu. Dieses Recht gilt auch dann, wenn die Erhöhung auf veränderten Risikofaktoren beruht. Bei einem Schadensfall haben sowohl der Versicherer als auch der Versicherungsnehmer das Recht, den Vertrag innerhalb eines Monats nach Abschluss der Schadensregulierung zu kündigen.
Ein weiteres wichtiges Sonderkündigungsrecht besteht bei Risikowegfall. Wenn das versicherte Risiko wegfällt – beispielsweise durch den Verkauf eines Fahrzeugs oder einer Immobilie – kann der Vertrag außerordentlich gekündigt werden. Auch bei einem Wohnortwechsel außerhalb des Geschäftsgebiets der VGH, also außerhalb Niedersachsens, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Bei Vertragsübernahme durch einen neuen Eigentümer, etwa beim Immobilienverkauf, haben sowohl der neue Eigentümer als auch der Versicherer ein einmonatiges Kündigungsrecht.
Kündigungsfristen im Überblick
| Kündigungsart | Kündigungsfrist | Kündigungszeitpunkt |
|---|---|---|
| Ordentliche Kündigung | 3 Monate | Zum Ende des Versicherungsjahres |
| Nach Beitragserhöhung | 1 Monat | Ab Zugang der Mitteilung |
| Nach Schadensfall | 1 Monat | Nach Abschluss der Regulierung |
| Bei Risikowegfall | Unverzüglich | Nach Eintritt des Wegfalls |
| Bei Vertragsübernahme | 1 Monat | Ab Kenntnis der Übernahme |
Wichtige Hinweise zur Kündigungsform
Nach deutschem Recht muss eine Kündigung in Textform erfolgen, was bedeutet, dass sie schriftlich und mit Unterschrift versehen sein muss. Eine mündliche Kündigung oder eine bloße E-Mail ohne qualifizierte elektronische Signatur ist nicht ausreichend. Die Kündigung muss eindeutig erkennbar sein und sollte alle relevanten Vertragsdaten enthalten, insbesondere die Versicherungsnummer, die Art der Versicherung und das gewünschte Kündigungsdatum. Es empfiehlt sich, eine klare Kündigungsbestätigung zu verlangen.
Wie man VGH Versicherungen per Post kündigt
Warum die postalische Kündigung am zuverlässigsten ist
Die Kündigung per Post, insbesondere als Einschreiben mit Rückschein, ist die sicherste und rechtlich zuverlässigste Methode, um einen Versicherungsvertrag bei der VGH zu beenden. Im Gegensatz zu digitalen Kommunikationswegen bietet der postalische Weg einen eindeutigen und gerichtsfesten Nachweis über den Zugang der Kündigung beim Versicherer. Dies ist besonders wichtig, da bei Streitigkeiten über den Zugang einer Kündigung der Versicherungsnehmer in der Beweispflicht steht. Ein Einschreiben mit Rückschein dokumentiert nicht nur das Absenden, sondern auch den Empfang durch den Versicherer.
Die deutsche Rechtsprechung hat wiederholt bestätigt, dass bei fristgebundenen Kündigungen der Nachweis des Zugangs entscheidend ist. Eine Kündigung gilt als zugegangen, wenn sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist und dieser unter normalen Umständen die Möglichkeit hatte, davon Kenntnis zu nehmen. Bei einem Einschreiben mit Rückschein ist dieser Zeitpunkt eindeutig dokumentiert. Digitale Kommunikationswege wie E-Mail oder Online-Formulare bieten diesen Nachweis nicht in gleichem Maße, da technische Probleme, Spam-Filter oder Systemfehler den Zugang beeinträchtigen können.
Vorbereitung der Kündigung
Bevor Sie Ihre Kündigung verfassen, sollten Sie alle relevanten Unterlagen zusammenstellen. Dazu gehören Ihre Versicherungspolice, die letzte Beitragsrechnung und alle Dokumente, die Ihre Versicherungsnummer und Vertragsdaten enthalten. Prüfen Sie genau, wann Ihr Versicherungsjahr endet und berechnen Sie die Kündigungsfrist. Notieren Sie sich alle wichtigen Informationen, die in das Kündigungsschreiben aufgenommen werden müssen. Dies umfasst Ihren vollständigen Namen, Ihre Adresse, die Versicherungsnummer, die Art der Versicherung und das gewünschte Kündigungsdatum.
Überprüfen Sie auch, ob in Ihrem Fall ein Sonderkündigungsrecht besteht. Bei einer Beitragserhöhung sollten Sie das entsprechende Schreiben der VGH bereithalten. Bei einem Schadensfall benötigen Sie die Dokumentation über den Abschluss der Schadensregulierung. Wenn Sie aufgrund eines Risikowegfalls kündigen möchten, sollten Sie entsprechende Nachweise wie einen Kaufvertrag oder eine Abmeldebescheinigung vorbereiten. Diese Dokumente müssen zwar nicht zwingend der Kündigung beigefügt werden, können aber bei Rückfragen hilfreich sein.
Inhalt und Aufbau des Kündigungsschreibens
Ein wirksames Kündigungsschreiben sollte klar strukturiert und unmissverständlich formuliert sein. Beginnen Sie mit Ihren vollständigen Kontaktdaten im Briefkopf, gefolgt von der korrekten Empfängeradresse der VGH Versicherungen. Das Schreiben sollte eine eindeutige Betreffzeile enthalten, die bereits die Kündigung und die betreffende Versicherung benennt. Im Haupttext formulieren Sie die Kündigung klar und eindeutig, ohne Raum für Interpretationen zu lassen. Verwenden Sie Formulierungen wie "Hiermit kündige ich den Versicherungsvertrag" und nicht "Ich möchte kündigen" oder "Ich bitte um Kündigung".
Geben Sie alle relevanten Vertragsdaten an, insbesondere die Versicherungsnummer und die genaue Bezeichnung der Versicherung. Nennen Sie das Datum, zu dem die Kündigung wirksam werden soll. Bei einer ordentlichen Kündigung ist dies das Ende des Versicherungsjahres, bei Sonderkündigungsrechten der frühestmögliche Zeitpunkt. Fügen Sie alternativ hinzu "zum nächstmöglichen Zeitpunkt", um sicherzustellen, dass die Kündigung auch bei Unsicherheiten über das genaue Datum wirksam wird. Fordern Sie eine schriftliche Kündigungsbestätigung an und bitten Sie um die Mitteilung des Beendigungsdatums sowie um eine Endabrechnung.
Die korrekte Adresse für Kündigungen
Kündigungsschreiben an die VGH Versicherungen müssen an die Hauptverwaltung in Hannover gerichtet werden. Die korrekte Adresse lautet:
- VGH Versicherungen VVaG, Am Alten Posthof 8, 30159 Hannover
Es ist wichtig, diese Adresse exakt zu verwenden und nicht an lokale Geschäftsstellen oder Vertretungen zu senden, da dies zu Verzögerungen führen kann. Die Hauptverwaltung ist für die Bearbeitung aller Kündigungen zuständig und verfügt über die entsprechenden Prozesse und Systeme. Auch wenn Sie Ihren Vertrag über eine lokale Vertretung abgeschlossen haben, sollten Kündigungen immer an die zentrale Adresse gesandt werden.
Versand als Einschreiben mit Rückschein
Der Versand der Kündigung sollte unbedingt als Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Dieses Verfahren kostet bei der Deutschen Post derzeit etwa 4,85 Euro zusätzlich zum normalen Briefporto, bietet aber den höchsten Grad an Rechtssicherheit. Beim Einschreiben mit Rückschein erhalten Sie eine Sendungsnummer, mit der Sie die Zustellung online verfolgen können. Nach der Zustellung wird Ihnen der unterschriebene Rückschein zugesandt, der als Beweis dient, dass Ihre Kündigung am angegebenen Datum beim Versicherer eingegangen ist.
Bewahren Sie sowohl die Einlieferungsquittung mit der Sendungsnummer als auch den zurückgesandten Rückschein sorgfältig auf. Diese Dokumente sind im Streitfall Ihre wichtigsten Beweise. Machen Sie zusätzlich eine Kopie Ihres Kündigungsschreibens für Ihre Unterlagen. Notieren Sie sich das Datum der Aufgabe und das Datum der Zustellung. Falls Sie nach zwei Wochen keine Kündigungsbestätigung erhalten, sollten Sie bei der VGH nachfragen und dabei auf Ihr Einschreiben mit der entsprechenden Sendungsnummer verweisen.
Alternative: Digitaler Versand mit Postclic
Für diejenigen, die den Gang zur Post scheuen oder eine komfortablere Lösung bevorzugen, bietet sich die Nutzung von Diensten wie Postclic an. Postclic ist ein Service, der das Versenden von wichtigen Dokumenten per Post digitalisiert und vereinfacht. Sie erstellen Ihr Kündigungsschreiben online, und Postclic übernimmt den professionellen Druck, die Kuvertierung und den Versand als Einschreiben. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der digitalen Nachverfolgung des gesamten Prozesses.
Postclic bietet einen vollständigen digitalen Nachweis über den Versand und die Zustellung Ihres Kündigungsschreibens. Sie erhalten eine elektronische Bestätigung und können den Status Ihrer Sendung jederzeit online einsehen. Der Service stellt sicher, dass Ihr Schreiben professionell formatiert und fristgerecht versandt wird. Besonders praktisch ist dies bei zeitkritischen Kündigungen, da Sie den Versand von überall aus initiieren können, ohne auf Postöffnungszeiten angewiesen zu sein. Die Kosten sind vergleichbar mit dem direkten Versand per Einschreiben, bieten aber zusätzlichen Komfort und Sicherheit durch die digitale Dokumentation.
Nach der Kündigung: Was zu beachten ist
Nachdem Sie Ihre Kündigung versandt haben, sollten Sie auf die Kündigungsbestätigung der VGH warten. Diese sollte innerhalb von zwei bis drei Wochen eintreffen. Die Bestätigung enthält das genaue Beendigungsdatum des Vertrags und Informationen zur Beitragsabrechnung. Prüfen Sie diese Angaben sorgfältig und gleichen Sie sie mit Ihrem Kündigungsschreiben ab. Falls das bestätigte Kündigungsdatum nicht mit Ihren Angaben übereinstimmt, sollten Sie umgehend Kontakt mit der VGH aufnehmen und auf Ihr Kündigungsrecht verweisen.
Achten Sie darauf, dass eventuelle Lastschriftmandate nach der Kündigung nicht mehr belastet werden. Bei monatlicher Zahlweise sollten die Abbuchungen mit dem Kündigungsdatum enden. Erhalten Sie eine Endabrechnung, prüfen Sie diese genau auf ihre Richtigkeit. Zu viel gezahlte Beiträge müssen vom Versicherer erstattet werden. Falls Sie zu einer anderen Versicherung wechseln, stellen Sie sicher, dass der neue Versicherungsschutz nahtlos an die Beendigung des alten Vertrags anschließt, um Versicherungslücken zu vermeiden.
Kundenerfahrungen und praktische Tipps zur Kündigung
Häufige Gründe für die Kündigung
Kunden entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für die Kündigung ihrer VGH Versicherung. Ein häufiger Grund sind Beitragserhöhungen, die über das als angemessen empfundene Maß hinausgehen. Besonders bei langjährigen Verträgen können sich die Beiträge über die Jahre erheblich erhöhen, während andere Anbieter günstigere Konditionen bieten. Viele Versicherungsnehmer nutzen regelmäßige Vergleiche, um festzustellen, ob ihre aktuelle Versicherung noch wettbewerbsfähig ist. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter bei gleichem oder besserem Leistungsumfang ist ein nachvollziehbarer Kündigungsgrund.
Ein weiterer häufiger Grund ist die Unzufriedenheit mit der Schadensregulierung. Wenn Versicherungsnehmer das Gefühl haben, dass ihre Schadensfälle nicht angemessen oder zu langsam bearbeitet werden, verlieren sie das Vertrauen in ihren Versicherer. Auch Veränderungen in der persönlichen Lebenssituation spielen eine Rolle. Ein Umzug aus Niedersachsen in ein anderes Bundesland macht eine Fortsetzung des Vertrags mit der regional ausgerichteten VGH oft unpraktisch oder unmöglich. Der Verkauf eines versicherten Objekts, etwa eines Fahrzeugs oder einer Immobilie, führt ebenfalls zu Kündigungen.
Erfahrungen mit dem Kündigungsprozess
Die Erfahrungen von Kunden mit dem Kündigungsprozess bei der VGH Versicherungen sind überwiegend unkompliziert, sofern die formalen Anforderungen beachtet werden. Viele Versicherungsnehmer berichten, dass sie nach dem Versand ihrer Kündigung per Einschreiben innerhalb von zwei bis drei Wochen eine schriftliche Bestätigung erhalten haben. Die Bearbeitung erfolgt in der Regel zuverlässig, und die angegebenen Fristen werden eingehalten. Wichtig ist jedoch, dass alle erforderlichen Angaben im Kündigungsschreiben enthalten sind und die Kündigung rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist eingeht.
Einige Kunden berichten von Nachfragen seitens der VGH, insbesondere wenn Sonderkündigungsrechte geltend gemacht werden. In solchen Fällen wird oft um Nachweise gebeten, etwa bei einer Beitragserhöhung oder einem Risikowegfall. Diese Nachfragen sind legitim und sollten zeitnah beantwortet werden, um Verzögerungen zu vermeiden. Vereinzelt berichten Kunden auch von Rückgewinnungsversuchen durch Außendienstmitarbeiter oder Vertretungen, die alternative Angebote unterbreiten. Hier ist es wichtig, konsequent zu bleiben, wenn die Entscheidung zur Kündigung gefallen ist.
Praktische Tipps für eine erfolgreiche Kündigung
Um sicherzustellen, dass Ihre Kündigung reibungslos verläuft, sollten Sie einige bewährte Praktiken beachten. Erstens: Planen Sie ausreichend Zeit ein. Versenden Sie Ihre Kündigung nicht erst kurz vor Ablauf der Kündigungsfrist, sondern mindestens eine Woche früher. Dies gibt Ihnen einen Puffer für unvorhergesehene Verzögerungen beim Postversand. Zweitens: Seien Sie präzise in Ihrer Formulierung. Vermeiden Sie vage Ausdrücke und nennen Sie konkrete Daten und Vertragsnummern. Eine klare Kommunikation reduziert Missverständnisse und beschleunigt die Bearbeitung.
Drittens: Dokumentieren Sie alles sorgfältig. Bewahren Sie Kopien aller Schreiben, Einlieferungsbelege und Rücksendescheine auf. Diese Dokumentation ist Ihre Versicherung gegen eventuelle Streitigkeiten. Viertens: Informieren Sie sich über Ihre Rechte. Kennen Sie die gesetzlichen Kündigungsfristen und Sonderkündigungsrechte, die Ihnen zustehen. Das Versicherungsvertragsgesetz bietet Verbrauchern umfangreiche Rechte, die Sie zu Ihrem Vorteil nutzen sollten. Fünftens: Sorgen Sie für lückenlosen Versicherungsschutz. Schließen Sie eine neue Versicherung ab, bevor die alte endet, um nicht unversichert zu sein.
Umgang mit Problemen bei der Kündigung
Falls Probleme bei der Kündigung auftreten, sollten Sie strukturiert vorgehen. Wenn Sie keine Kündigungsbestätigung erhalten, kontaktieren Sie die VGH schriftlich und verweisen Sie auf Ihr Einschreiben mit Angabe der Sendungsnummer und des Zustelldatums. Fordern Sie eine umgehende Bestätigung an und setzen Sie eine angemessene Frist. Sollte die VGH die Kündigung ablehnen oder ein späteres Kündigungsdatum nennen als von Ihnen angegeben, widersprechen Sie schriftlich und begründen Sie Ihre Rechtsauffassung.
Bei anhaltenden Schwierigkeiten können Sie sich an die Versicherungsombudsstelle wenden, eine unabhängige Schlichtungsstelle für Streitigkeiten zwischen Versicherungsnehmern und Versicherern. Dieses kostenlose Verfahren kann helfen, Konflikte außergerichtlich zu lösen. Alternativ können Sie sich an Verbraucherzentralen wenden, die Beratung und Unterstützung in versicherungsrechtlichen Fragen bieten. In besonders komplexen Fällen kann auch die Konsultation eines auf Versicherungsrecht spezialisierten Anwalts sinnvoll sein.
Besonderheiten bei verschiedenen Versicherungsarten
Je nach Art der Versicherung gibt es spezifische Besonderheiten bei der Kündigung. Bei Kfz-Versicherungen ist zu beachten, dass bei einem Fahrzeugwechsel oder -verkauf ein Sonderkündigungsrecht besteht. Die Kündigung muss hier innerhalb eines Monats nach dem Ereignis erfolgen. Bei Lebens- und Rentenversicherungen gelten andere Regelungen, da diese oft langfristige Sparverträge sind. Hier sollte eine Kündigung sorgfältig überdacht werden, da sie mit erheblichen finanziellen Nachteilen verbunden sein kann. Eine beitragsfreie Stellung ist oft die bessere Alternative.
Bei Sachversicherungen wie Hausrat oder Wohngebäude sollten Sie bedenken, dass bei einem Wechsel des Versicherers die Schadensfreiheitsrabatte möglicherweise nicht vollständig übertragen werden. Informieren Sie sich beim neuen Versicherer über die Anerkennungspraxis. Bei Rechtsschutzversicherungen ist die Wartezeit zu beachten, die bei einem neuen Vertrag erneut zu durchlaufen ist. Planen Sie den Wechsel so, dass keine Lücke im Versicherungsschutz entsteht, insbesondere bei laufenden Rechtsstreitigkeiten.
Checkliste für die Kündigung
Um den Kündigungsprozess zu erleichtern, hier eine praktische Checkliste: Prüfen Sie zunächst Ihre Vertragsdaten und das Ende des Versicherungsjahres. Berechnen Sie die Kündigungsfrist und markieren Sie sich das späteste Versanddatum. Sammeln Sie alle relevanten Unterlagen wie Versicherungspolice und Versicherungsnummer. Verfassen Sie ein klares und eindeutiges Kündigungsschreiben mit allen erforderlichen Angaben. Verwenden Sie die korrekte Adresse der VGH Hauptverwaltung in Hannover.
Versenden Sie das Schreiben als Einschreiben mit Rückschein oder nutzen Sie einen Service wie Postclic. Bewahren Sie alle Nachweise und Kopien sorgfältig auf. Warten Sie auf die Kündigungsbestätigung und prüfen Sie diese auf Richtigkeit. Stellen Sie sicher, dass ein nahtloser Übergang zu einer neuen Versicherung gewährleistet ist. Überwachen Sie Ihre Bankabbuchungen und prüfen Sie die Endabrechnung. Bei Problemen reagieren Sie zeitnah mit schriftlichen Nachfragen und Widersprüchen.
Die Kündigung einer Versicherung bei der VGH Versicherungen ist ein formaler Prozess, der bei Beachtung der rechtlichen Vorgaben und praktischen Tipps in der Regel problemlos verläuft. Die postalische Kündigung per Einschreiben bietet die größte Rechtssicherheit und sollte daher bevorzugt werden. Mit der richtigen Vorbereitung, klarer Kommunikation und sorgfältiger Dokumentation können Sie sicherstellen, dass Ihre Kündigung fristgerecht und wirksam wird. Ob aus Kostengründen, aufgrund von Unzufriedenheit oder wegen veränderter Lebensumstände – Ihre Rechte als Versicherungsnehmer sind durch das deutsche Versicherungsvertragsgesetz umfassend geschützt, und eine Kündigung ist jederzeit unter Einhaltung der entsprechenden Fristen möglich.