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Kündigungsdienst Nr. 1 in Switzerland
Wer Degiro kündigen will, ist oft nicht wegen eines klassischen Abos hier, sondern wegen eines Wertschriftendepots mit laufenden Gebühren. Genau das sorgt für Verwirrung: Degiro ist kein Streamingdienst, sondern ein Online-Broker für Aktien, ETFs, Anleihen, Optionen und weitere Börsenprodukte. Laut den Schweizer Unterlagen läuft das Angebot über die niederländische Niederlassung der flatexDEGIRO Bank SE, mit wichtigem Vertragsmaterial auf degiro.ch.
Für Kundinnen und Kunden in der Schweiz zählt vor allem das praktische Modell: Es gibt keine feste Mindestvertragsdauer, keine typische Abo-Bindung und keine automatische Verlängerungsklausel in den AGB. Das Konto kann laut Helpdesk jederzeit geschlossen werden, wenn offene Punkte erledigt sind. Diese Kombination ist angenehm, führt aber auch dazu, dass manche zu spät merken, welche Börsen- oder Transaktionskosten noch anfallen können.
Bei Degiro zahlen Sie nicht für ein Monatsabo im klassischen Sinn, sondern für Nutzung und Marktzugang. Verrechnet werden laut Preisübersicht unter anderem CHF 1.00 pro Transaktion an Schweizer Börsen, monatliche Gebühren von CHF 5.00 für Börsenverbindungen sowie eine Konnektivitätsgebühr von CHF 2.50 jährlich, begrenzt auf 0.25 Prozent des Kontowerts pro Jahr und pro Börse. Die Preisbasis ist mit 1. Januar 2026 ausgewiesen.
Für viele ist genau das der Knackpunkt bei der Kündigung. Wer das Depot kaum noch nutzt, zahlt unter Umständen trotzdem noch Gebühren für Börsenzugänge oder Verbindungen. Das lohnt sich kaum, wenn Sie nicht mehr handeln. Darum ist eine saubere Kontoschliessung sinnvoller, als das Depot einfach leer stehen zu lassen.
Degiro ist in der Schweiz online verfügbar und stellt deutschsprachige Informationen sowie Vertragsdokumente bereit. Der Support ist über [email protected] und telefonisch unter +41 435 086 329 erreichbar, typischerweise zu Geschäftszeiten. Aus Rückmeldungen aus der Praxis fällt aber auf, dass Wartezeiten vorkommen und der Telefon-Support häufig vor allem auf Englisch läuft.
Für die Schweiz wichtig: Es gibt laut vorliegenden Bedingungen keine Gratis-Testphase und keine erkennbare Abo-Falle mit automatischer Verlängerung. Gezahlt wird für genutzte Leistungen. Wer zu einem anderen Broker wechseln will, schaut häufig auch auf Interactive Brokers, Trading 212 oder Saxo Bank. Ein Wechsel kann sich lohnen, wenn Sie andere Märkte handeln oder mehr Service brauchen.
Viele Degiro-Nutzerinnen und Nutzer ärgern sich, wenn nach der Kündigung noch etwas verrechnet wird oder wenn der Zugang zu früh weg ist. Gehen Sie deshalb zuerst auf Nummer sicher und prüfen Sie vor dem Absenden der Kündigung drei Dinge: offenes Guthaben, offene Positionen und letzte Belastungen. Ein leeres Konto ohne offene Wertschriften lässt sich in der Regel deutlich reibungsloser schliessen.
Speichern Sie ausserdem wichtige Unterlagen lokal. Dazu gehören Transaktionshistorie, Steuerunterlagen, Kontoauszüge und ein Bildschirmfoto Ihrer aktuellen Einstellungen. Notieren Sie auch das Datum der letzten Gebührenbelastung. Gerade bei Börsenverbindungen ist das nützlich, falls später Unklarheiten entstehen.
Der direkteste Weg führt über das Kundenkonto. Laut Degiro loggen Sie sich ein, gehen in den Einstellungsbereich und wählen dort die Funktion zum Schliessen des Kontos. Die Beschreibung im Helpdesk lautet sinngemäss: anmelden, Einstellungen öffnen, Konto schliessen auswählen und die weiteren Hinweise bestätigen. Den offiziellen Hilfeeintrag finden Sie auf degiro.ch.
In der Praxis sollten Sie vor dem letzten Klick kontrollieren, ob wirklich keine offenen Positionen mehr vorhanden sind. Falls noch Wertschriften, Restguthaben oder ausstehende Vorgänge bestehen, kann sich die Schliessung verzögern. Genau an dieser Stelle fühlen sich viele frustriert, weil die Kündigung zwar ausgelöst wurde, aber nicht sofort abgeschlossen ist.
Wenn Sie den Vorgang im Konto starten, machen Sie ein Bildschirmfoto von der Bestätigungsseite. Falls kein separates Bestätigungsmail eintrifft, haben Sie damit wenigstens einen klaren Nachweis mit Datum. Der passende Hilfebereich ist über die Hilfe zur Kontoschliessung erreichbar.
Wenn die Schliessung im Konto nicht klappt oder eine Fehlermeldung erscheint, können Sie die Kündigung zusätzlich per E-Mail senden. Die bekannte Adresse lautet [email protected]. Schreiben Sie kurz und klar: vollständiger Name, bei Degiro hinterlegte E-Mail-Adresse, Benutzerkennung oder Depotnummer und der ausdrückliche Wunsch, das Konto zu schliessen. So vermeiden Sie Rückfragen, die den Prozess um Tage verlängern.
Telefonisch erreichen Sie Degiro unter +41 435 086 329, in der Regel zu Geschäftszeiten. Rechnen Sie aber damit, dass die Unterstützung am Telefon vor allem auf Englisch erfolgt. Wenn Sie auf Deutsch kommunizieren wollen, ist E-Mail oft besser dokumentiert. Nach dem Anruf lohnt es sich, sofort noch eine E-Mail mit einer kurzen Zusammenfassung zu senden.
Wer bei heiklen Fällen einen physischen Nachweis will, kann die Kündigung auch schriftlich an die bekannte Firmenadresse senden. Das ist nicht zwingend nötig, aber bei ausbleibender Reaktion eine brauchbare Zusatzspur. Neben klassischer eingeschriebener Post gibt es heute auch digitale Zustelllösungen wie Postclic, die Versand, Empfang und Öffnung dokumentieren.
Wenn Sie diesen Weg wählen, halten Sie den Brief knapp und eindeutig. Schreiben Sie nicht seitenlang. Entscheidend sind Ihre Kontodaten, das Kündigungsbegehren und das Datum. So reduzieren Sie das Risiko, dass Ihre Mitteilung intern hängen bleibt.
Viele befürchten, dass sie direkt nach dem Klick keinen Zugriff mehr haben. Bei Degiro hängt der effektive Abschluss davon ab, ob das Konto wirklich bereinigt ist. Solange offene Positionen, Restguthaben oder ausstehende Prozesse vorhanden sind, kann sich die Kontoschliessung verzögern. Einen fixen Zeitraum in Tagen nennt Degiro in den öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht.
Aus der Praxis ist deshalb sinnvoll, mit mehreren Arbeitstagen zu rechnen und die Bestätigung abzuwarten. Wenn Ihre Kündigung bereits erfasst wurde, Sie aber noch Zugriff haben, ist das nicht automatisch ein Problem. Kritisch wird es erst, wenn nach der Schliessung weiterhin neue Gebühren auftauchen.
Laut den vorliegenden Bedingungen gibt es keine klassische automatische Abo-Verlängerung. Das bedeutet aber nicht, dass nichts mehr passiert, wenn Sie das Konto einfach liegen lassen. Sobald kostenpflichtige Verbindungen oder Transaktionen anfallen, können weiterhin Gebühren entstehen. Gerade bei wenig genutzten Depots ist das ärgerlich.
Es gibt zudem keine Mindestvertragsdauer. Sie müssen also nicht bis zu einem festen Jahresende warten. Wenn Sie Degiro nicht mehr verwenden, ist eine aktive Schliessung sauberer als blosses Nichtstun. So vermeiden Sie spätere Diskussionen über Restkosten.
Ihre Daten werden laut Vertragsunterlagen nicht sofort vollständig gelöscht. Degiro hält Daten nach der Kontoschliessung gemäss gesetzlichen Vorgaben weiter vor. Das ist bei Finanzdienstleistern üblich, weil Aufbewahrungspflichten für Transaktions- und Identitätsdaten bestehen. Wer Unterlagen für Steuern oder die eigene Ablage braucht, sollte sie vor der Schliessung herunterladen.
Praktisch heisst das: Exportieren Sie Kontoauszüge, Jahresübersichten und Transaktionslisten vorab. Nach einer abgeschlossenen Schliessung ist der Zugriff oft eingeschränkt oder ganz weg. Wenn Sie später Belege brauchen, kostet das unter Umständen Zeit und Nerven.
Viele kündigen mit der Hoffnung auf eine anteilige Rückerstattung. Genau hier gibt es oft Enttäuschung. Laut den Angaben von Degiro gibt es grundsätzlich keine Rückerstattung für bereits genutzte Leistungen. Auch Gebühren für eine ungenutzte Restperiode nach Kontoschliessung sind in der Regel nicht rückerstattbar.
Eine Erstattung kommt vor allem dann infrage, wenn eine Belastung fehlerhaft war. Bei Abrechnungsfehlern will Degiro den Fehler berichtigen und gegebenenfalls zurückzahlen. Die Erfolgschance ist also deutlich höher bei einer falschen Abbuchung als bei einer blossen Meinungsverschiedenheit über normale Gebühren.
Hier gibt es viel Verwirrung. Im Schweizer Recht besteht für Online- und Telefonverträge grundsätzlich kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht. Die oft genannten 14 Tage gelten nicht automatisch für jeden Onlineabschluss. Solche Fristen gibt es nur in besonderen Fällen, etwa bei Haustürgeschäften nach Art. 40a ff. OR, bei Konsumkrediten oder bestimmten Versicherungen.
Wenn Degiro freiwillig ein Rücktrittsrecht in den Vertragsunterlagen einräumt, gilt diese Zusage zusätzlich. In den bereitgestellten Angaben ist ein 14-tägiger Rücktritt erwähnt, zugleich ist für die Schweiz entscheidend: Verlassen Sie sich nicht blind auf allgemeine Internetregeln. Im Zweifel zählen die konkreten Vertragsunterlagen und die Information von SECO.
Wenn Sie eine falsche Belastung reklamieren wollen, senden Sie die Anfrage an [email protected]. Nennen Sie das Belastungsdatum, den Betrag in CHF, die betroffene Gebühr und legen Sie einen Kontoauszug oder ein Bildschirmfoto bei. Eine kurze, sachliche Nachricht wirkt meist besser als eine lange Beschwerde ohne Belege.
Falls innert vernünftiger Frist keine Reaktion kommt, haken Sie telefonisch unter +41 435 086 329 nach. Bleiben Sie konkret: Welche Buchung, welcher Betrag, welches Datum. Für normale, korrekt erhobene Gebühren sind die Chancen auf Rückzahlung erfahrungsgemäss eher tief.
Wenn trotz Kündigung oder trotz klarer Fehlbelastung weiter Geld eingezogen wird, können Sie in der Schweiz bei Ihrer Bank eine Beanstandung der Kartentransaktion verlangen. Das läuft meist über die kartenausgebende Bank, nicht über eine staatliche Stelle. Häufig gilt eine Frist von 30 Tagen nach Erhalt des Kartenabschlusses.
Reichen Sie dafür die Kündigungsbestätigung, E-Mails, Bildschirmfotos und den Kartenbeleg ein. Zuständig sind vor allem Ihre Bank sowie die Regeln von Visa oder Mastercard. FINMA beaufsichtigt den Finanzmarkt, bearbeitet aber nicht Ihre einzelne Rückbuchung.
Die Bedingungen von Degiro sind für Kündigungen vergleichsweise schlicht. In den vorliegenden Unterlagen findet sich keine automatische Verlängerungsklausel und keine Mindestbindungsdauer. Für Schweizer Kundinnen und Kunden heisst das: Sie können das Konto grundsätzlich jederzeit schliessen, sofern das Depot bereinigt ist. Das steht im Einklang mit den Helpdesk-Angaben von degiro.ch.
Auch eine Gratis-Testphase mit späterer Umwandlung ist nicht ausgewiesen. Degiro funktioniert vielmehr nutzungsbasiert. Sie zahlen also nicht für ein Probeabo, das heimlich weiterläuft, sondern für effektive Gebühren gemäss Preisverzeichnis.
Für den Vertrag gilt Schweizer Recht. Nach der Kündigung dürfen Daten gemäss gesetzlichen Aufbewahrungspflichten weiter gespeichert werden. Das betrifft besonders finanzielle und identitätsbezogene Informationen. Wer eine vollständige sofortige Löschung erwartet, wird hier oft überrascht.
Streitigkeiten sollen zunächst einvernehmlich gelöst werden; wenn das nicht klappt, ist laut den vorliegenden Angaben ein Schiedsverfahren vorgesehen. Die wichtigsten Unterlagen dazu finden Sie in den AGB und im Kundenvertrag auf degiro.ch.
| Leistung | Preis in CHF | Periode | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Handel Schweizer Börsen | CHF 1.00 | Pro Transaktion | ohne Tradegate Aktien |
| Börsenverbindungen | CHF 5.00 | Monatlich | Zugang Schweizer Börsen |
| Konnektivitätsgebühr | CHF 2.50 | Jährlich | max. 0.25 Prozent |
Am teuersten im laufenden Rhythmus ist in den vorliegenden Daten die monatliche Gebühr von CHF 5.00 für Börsenverbindungen. Wer nicht mehr handelt, sollte gerade diese Kosten im Auge behalten. Die Transaktionsgebühr von CHF 1.00 fällt nur an, wenn Sie tatsächlich handeln.
Die jährliche Konnektivitätsgebühr von CHF 2.50 wirkt klein, kann aber unnötig sein, wenn das Konto brachliegt. Unterm Strich ist Degiro für aktive Selbstentscheider oft günstig. Für inaktive Nutzerinnen und Nutzer können selbst kleine Gebühren störend werden, wenn das Depot eigentlich weg sollte.
Die massgeblichen Preisquellen sind die Preisseite von Degiro, der Kostenrechner und das Preis- und Leistungsverzeichnis. Wenn kurz vor der Kündigung noch Gebühren auftauchen, vergleichen Sie sie immer mit diesen offiziellen Dokumenten.
Preiserhöhungen oder Strukturänderungen sollten Sie nicht aus Erinnerungen beurteilen, sondern anhand des Verzeichnisses. So sehen Sie sofort, ob eine Belastung korrekt war oder ob eine Reklamation Sinn ergibt.
Für Schweizer Kundinnen und Kunden gilt nicht automatisch das, was man oft aus dem Ausland liest. Es gibt in der Schweiz keine generelle gesetzliche Standardkündigungsfrist für alle Abos und auch kein allgemeines Widerrufsrecht für jeden Onlinevertrag. Wenn in den Bedingungen nichts Spezielles steht, wird oft auf die vereinbarten AGB abgestellt; fehlt eine Frist völlig, wird in der Praxis teils auf Grundsätze wie eine Kündigung auf Ende der Zahlungsperiode verwiesen.
Bei Degiro ist die Lage einfacher, weil laut Vertragsdaten keine Mindestdauer und keine klassische Verlängerung vorgesehen sind. Das hilft Ihnen bei der Schliessung. Schwierigkeiten entstehen eher operativ, etwa durch langsame Antworten oder unklare Bestätigungen.
Ein 14-tägiges Widerrufsrecht gibt es in der Schweiz nur in bestimmten Konstellationen, etwa bei Haustürgeschäften nach Art. 40a ff. OR, bei Konsumkrediten oder bei vielen Versicherungen. Für ein online eröffnetes Brokerkonto ist ein allgemeiner gesetzlicher Widerruf nicht selbstverständlich. Genau deshalb sollten Sie nicht auf Annahmen bauen, sondern die Degiro-Unterlagen lesen.
Wenn Sie sehr kurz nach Vertragsabschluss zurücktreten möchten, formulieren Sie Ihr Begehren sofort schriftlich und beziehen Sie sich auf die Vertragsannahme und das Datum. Je früher Sie handeln, desto eher lässt sich ein unnötiger Gebührenlauf verhindern.
Wenn Degiro auf Ihre Kündigung oder Reklamation nicht reagiert, schicken Sie zuerst eine saubere schriftliche Nachfrist per E-Mail mit allen Belegen. Danach können Sie sich für allgemeine Konsumententhemen an die Stiftung für Konsumentenschutz und für wirtschaftsrechtliche Grundinformationen an das SECO halten. Diese Stellen ersetzen keine direkte Kontoschliessung, helfen aber bei der Einordnung.
Für Kartenthemen ist Ihre Bank die erste Anlaufstelle. Für allgemeine Informationen finden Sie beim SECO offizielle Hinweise unter SECO. Für Konsumentenberatung ist die Stiftung für Konsumentenschutz in der Schweiz oft hilfreicher als abstrakte Rechtsratgeber.
Das klare Fazit ist ernüchternd: Die Kündigung von Degiro wirkt nach den vorliegenden Rückmeldungen eher schwierig als einfach. Die Auswertung zeigt 0 positive und 7 negative Stimmen aus 8 einzigartigen Bewertungen. Das Hauptproblem ist nicht eine offizielle Strafgebühr, sondern langsame oder unklare Kommunikation während des Schliessungsprozesses.
Positiv bleibt, dass keine eigentliche Abo-Falle und keine bekannte automatische Verlängerung erkennbar sind. Der Prozess ist also nicht unfair konstruiert, aber offenbar in der Praxis teilweise mühsam. In der Schweiz kommen laut Rückmeldungen zudem längere Wartezeiten beim Support und ein häufig englischsprachiger Telefondienst dazu.
| Thema | Häufigkeit | Typisches Beispiel |
|---|---|---|
| Langsame Antworten | hoch | Wochen ohne Rückmeldung |
| Unklare Kündigung | hoch | Konto bleibt offen |
| Gebührenstreit | mittel | Belastung nach Schliessung |
| Quelle | Bewertung | Anzahl Bewertungen |
|---|---|---|
| Kritische Anleger | negativ | 5 |
| TrustPilot | negativ | 1 |
| Kritische Anleger | neutral | 1 |
Wer sich sorgt, nachher keinen Beweis zu haben, sollte die Dokumentation vor dem ersten Klick vorbereiten. Speichern Sie ein Bildschirmfoto der Kontoseite, notieren Sie das Datum und sichern Sie den Depotstand. Bei einem Broker sind auch Steuerunterlagen und die Transaktionshistorie wichtig, weil Sie diese oft noch Monate später brauchen.
Für eine Gebührenreklamation brauchen Sie mehr als nur die Aussage, dass etwas falsch lief. Sammeln Sie den genauen Betrag in CHF, das Buchungsdatum, den Kontoauszug und die Kündigungsbestätigung. Wenn Sie telefoniert haben, notieren Sie Datum, Uhrzeit und den Inhalt des Gesprächs.
Der häufigste Fehler ist eine Kündigung bei noch offenen Positionen. Dann glauben viele, der Auftrag sei erledigt, obwohl das Depot technisch noch nicht schliessbar ist. Verkaufen oder übertragen Sie Wertschriften zuerst und prüfen Sie, ob Restguthaben ausbezahlt wurde.
Ein zweiter Fehler ist das Vertrauen auf einen einzigen Kanal ohne Nachweis. Wenn Sie nur anrufen und nichts schriftlich sichern, fehlt Ihnen später oft der Beleg. Gerade bei den gemeldeten Support-Verzögerungen ist das heikel.
Ein realistisches Beispiel: Sie senden nur eine knappe Nachricht wie "Bitte Konto löschen" ohne Depotnummer. Dann kommt zuerst eine Rückfrage und der Prozess verliert mehrere Tage. Schreiben Sie lieber von Anfang an vollständig und präzise.
Ein weiterer Klassiker ist die falsche Erwartung an Rückzahlungen. Mehrere Rückmeldungen drehen sich um Gebühren nach der Kündigung oder behauptete Zusatzkosten. Die offiziellen Daten sagen aber: Keine ausgewiesene Kündigungsgebühr, Rückerstattung meist nur bei Fehlern. Wer das früh weiss, spart sich falsche Hoffnungen und kann gezielt nur echte Fehlbelastungen beanstanden.
| Methode | Kündigungsfrist | Gebühr | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|
| Webkonto | Vor nächster Belastung | Keine Kündigungsgebühr | Einfach |
| Vor nächster Belastung | Keine Kündigungsgebühr | Mittel | |
| Eingeschriebener Brief | 5 bis 10 Arbeitstage | Keine Kündigungsgebühr | Höher, guter Nachweis |
Für die meisten reicht das Webkonto, solange das Depot leer und technisch sauber ist. E-Mail ist stark, wenn Sie einen gut lesbaren Nachweis wollen oder wenn die Kontoschliessung im System stockt. Briefpost ist vor allem dann interessant, wenn schon Streit besteht oder frühere Nachrichten unbeantwortet blieben.
Es gibt hier keinen einzigen perfekten Weg für alle. Entscheidend ist Ihre Situation: schnell, dokumentiert oder besonders beweissicher. Wer Ärger vermeiden will, kombiniert oft zwei Kanäle am selben Tag.
Viele haben Angst, den Zugang zu früh zu verlieren oder später doch noch eine Belastung zu sehen. Direkt nach der Kündigung sollten Sie deshalb die Bestätigungsseite sichern, auf ein E-Mail von Degiro warten und sich eine Erinnerung im Kalender setzen. Kontrollieren Sie nach einigen Arbeitstagen, ob das Konto wirklich geschlossen wurde.
Wenn keine Bestätigung kommt, haken Sie mit Verweis auf Datum und Uhrzeit Ihrer ersten Nachricht nach. So bleibt die Kommunikation klar. Bei Supportverzögerungen macht das oft den Unterschied.
Überwachen Sie Ihr Bank- oder Kartenkonto mindestens einen vollen Abrechnungszyklus weiter. Taucht nach der bestätigten Schliessung noch eine unberechtigte Belastung auf, reklamieren Sie diese bei Degiro und parallel bei Ihrer Bank. In der Schweiz spricht man meist von Kartenrückbelastung oder Beanstandung einer Kartentransaktion.
Die Reklamation bei der Bank erfolgt häufig innert 30 Tagen nach Erhalt des Kartenabschlusses. Halten Sie dafür Kündigungsbestätigung, E-Mails und Belege bereit. Zuständig ist Ihre Bank nach den Regeln von Visa oder Mastercard.
Wenn Sie nach der Schliessung eine Alternative suchen, werden in der Praxis oft Interactive Brokers, Trading 212 und Saxo Bank verglichen. Interactive Brokers gilt als stark für erfahrene Trader. Trading 212 ist einfacher für Einsteiger. Saxo Bank spricht eher Anleger mit breiterem Produktbedarf an.
Wenn Sie zusätzlich zur Onlinekündigung schriftlich vorgehen wollen, verwenden Sie die bekannte Anschrift von Degiro:
Schreiben Sie Ihren Namen, Ihre Depotnummer, die bei Degiro hinterlegte E-Mail-Adresse und den klaren Wunsch zur Kontoschliessung in den Brief. Legen Sie keine unnötigen Originalunterlagen bei.
Für normale Fälle ist die Schliessung im Webkonto meist der schnellere Weg. Die Postadresse wird vor allem dann nützlich, wenn E-Mails unbeantwortet bleiben oder Sie einen zusätzlichen formellen Nachweis möchten. Achtung, da wird's heikel, wenn Sie nur auf einen Kanal setzen und später nichts belegen können.
Mein praktischer Rat für die Schweiz: zuerst im Konto schliessen, danach bei Bedarf per E-Mail bestätigen lassen und nur bei stockendem Fall noch schriftlich nachdoppeln. So sparen Sie Zeit und gehen trotzdem auf Nummer sicher.
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