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Kündigungsdienst Nr. 1 in Germany
1&1 IONOS SE, bekannt als 1und1, gehört zu den führenden Anbietern für Internet- und Mobilfunkdienste in Deutschland. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Montabaur bietet ein breites Spektrum an Produkten, darunter DSL- und Glasfaser-Internetzugänge, Mobilfunktarife sowie Webhosting-Lösungen. Seit der Fusion mit IONOS hat sich das Unternehmen zu einem bedeutenden Player im deutschen Telekommunikationsmarkt entwickelt und betreut mehrere Millionen Kunden.
Die Geschichte von 1&1 reicht zurück bis in die 1980er Jahre. Ursprünglich als Pionier im Bereich alternativer Telekommunikationsanbieter gestartet, hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt und sein Portfolio erweitert. Heute bietet 1und1 nicht nur klassische DSL-Anschlüsse, sondern auch moderne Glasfaserverbindungen mit Geschwindigkeiten bis zu 1000 Mbit/s. Die Kombination aus Internet, Telefonie und Mobilfunk macht 1und1 zu einem Komplettanbieter für private und geschäftliche Kunden.
Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in der Elgendorfer Straße 57 in Montabaur, wo auch die zentrale Verwaltung und der Kundenservice angesiedelt sind. Diese Adresse ist besonders wichtig für Kunden, die eine schriftliche Kündigung einreichen möchten, da alle postalischen Kündigungen an diese Anschrift zu richten sind.
1und1 bietet verschiedene Internet-Tarife, die sich in Geschwindigkeit, Leistungsumfang und Preis unterscheiden. Die Produktpalette reicht von einfachen DSL-Anschlüssen für Gelegenheitsnutzer bis hin zu High-Speed-Glasfaserverbindungen für anspruchsvolle Anwendungen. Die meisten Tarife beinhalten neben dem Internetzugang auch eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz.
| Tarif | Geschwindigkeit | Preis (erste 12 Monate) | Preis (ab 13. Monat) |
|---|---|---|---|
| DSL 16 | bis 16 Mbit/s | ca. 9,99 €/Monat | ca. 34,99 €/Monat |
| DSL 50 | bis 50 Mbit/s | ca. 14,99 €/Monat | ca. 39,99 €/Monat |
| DSL 100 | bis 100 Mbit/s | ca. 19,99 €/Monat | ca. 44,99 €/Monat |
| Glasfaser 1000 | bis 1000 Mbit/s | ca. 29,99 €/Monat | ca. 69,99 €/Monat |
Neben den stationären Internetanschlüssen bietet 1und1 auch Mobilfunktarife im Telefónica-Netz an. Diese reichen von günstigen Einsteigertarifen mit begrenztem Datenvolumen bis zu Premium-Tarifen mit unbegrenztem Datenvolumen. Viele Kunden kombinieren Internet- und Mobilfunktarife, um von Paketpreisen zu profitieren.
Zu den Tarifen können Kunden verschiedene Router-Modelle hinzubuchen, wobei oft eine einmalige Zuzahlung oder monatliche Mietgebühr anfällt. Darüber hinaus bietet 1und1 Zusatzoptionen wie TV-Pakete, erweiterte Sicherheitslösungen und Premium-Support-Leistungen an. Diese Zusatzoptionen erhöhen die monatlichen Kosten und sollten bei einer Kündigung ebenfalls berücksichtigt werden.
Die meisten 1und1-Verträge haben eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Diese lange Bindungsdauer ist typisch für die deutsche Telekommunikationsbranche und ermöglicht es Anbietern, günstige Einstiegspreise anzubieten. Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch, sofern keine Kündigung erfolgt. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel drei Monate zum Vertragsende.
Seit der Gesetzesänderung im Dezember 2021 gelten neue Regelungen für Telekommunikationsverträge. Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit können Verträge mit einer Frist von nur einem Monat gekündigt werden. Dies gilt jedoch nur für Verträge, die nach dem 1. Dezember 2021 abgeschlossen wurden. Altverträge unterliegen weiterhin den ursprünglichen Kündigungsfristen.
Die ordentliche Kündigung erfolgt zum Ende der Vertragslaufzeit unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist. Bei einem Vertrag mit 24-monatiger Laufzeit und dreimonatiger Kündigungsfrist muss die Kündigung spätestens im 21. Vertragsmonat beim Anbieter eingehen. Es ist ratsam, die Kündigung frühzeitig zu versenden, um sicherzustellen, dass sie rechtzeitig zugestellt wird.
| Vertragsart | Mindestlaufzeit | Kündigungsfrist | Verlängerung nach Ablauf |
|---|---|---|---|
| Standard-DSL-Vertrag (Alt) | 24 Monate | 3 Monate | 12 Monate |
| Standard-DSL-Vertrag (Neu) | 24 Monate | 1 Monat nach Ablauf | 1 Monat |
| Mobilfunkvertrag | 24 Monate | 3 Monate bzw. 1 Monat | 1 Monat |
Eine außerordentliche Kündigung ist unter bestimmten Umständen möglich und ermöglicht eine vorzeitige Vertragsbeendigung. Gründe für eine außerordentliche Kündigung können sein: erhebliche Preiserhöhungen, die über die vertraglich vereinbarte Indexierung hinausgehen, wiederholte Nichteinhaltung der vertraglich zugesicherten Leistungen oder ein Umzug an einen Ort, an dem 1und1 keine Leistungen anbietet.
Bei Preiserhöhungen steht Kunden nach deutschem Telekommunikationsgesetz ein Sonderkündigungsrecht zu. Dies muss jedoch innerhalb einer bestimmten Frist nach Bekanntgabe der Preiserhöhung ausgeübt werden. Auch bei dauerhaften Störungen oder erheblichen Geschwindigkeitseinbußen kann ein außerordentliches Kündigungsrecht bestehen, sofern der Anbieter diese Mängel nicht innerhalb angemessener Frist behebt.
Ein Umzug stellt einen besonderen Fall dar. Wenn 1und1 am neuen Wohnort keine Leistungen anbieten kann, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Der Kunde muss jedoch nachweisen, dass am neuen Wohnort tatsächlich keine Versorgung möglich ist. Falls 1und1 am neuen Standort Leistungen bereitstellen kann, ist der Anbieter berechtigt, die Vertragsfortführung zu verlangen, wobei möglicherweise Umzugsgebühren anfallen.
Die Kündigung per Post, insbesondere per Einschreiben mit Rückschein, gilt als sicherste Methode zur Vertragsbeendigung. Im Gegensatz zu Online-Formularen oder telefonischen Kündigungen bietet die postalische Kündigung einen rechtssicheren Nachweis über den Zugang der Kündigungserklärung beim Anbieter. Dieser Nachweis ist besonders wichtig, wenn es später zu Unstimmigkeiten über den Kündigungszeitpunkt kommt.
Bei Online-Kündigungen kann es zu technischen Problemen kommen, und nicht immer erhält der Kunde eine eindeutige Bestätigung. Telefonische Kündigungen sind noch problematischer, da sie oft nicht ausreichen und schriftlich bestätigt werden müssen. Die postalische Kündigung per Einschreiben schafft hingegen Rechtssicherheit, da der Rückschein als Beweis für die fristgerechte Zustellung dient.
Ein wirksames Kündigungsschreiben muss bestimmte Informationen enthalten, um vom Anbieter bearbeitet werden zu können. Dazu gehören die vollständigen persönlichen Daten des Vertragsnehmers, einschließlich Name, Adresse und Geburtsdatum. Besonders wichtig ist die Kundennummer oder Vertragsnummer, die eine eindeutige Zuordnung ermöglicht. Diese Nummer findet sich auf Rechnungen, im Kundenportal oder auf Vertragsunterlagen.
Das Kündigungsschreiben sollte außerdem den gewünschten Kündigungstermin nennen. Formulierungen wie "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" sind zwar zulässig, aber eine konkrete Datumsangabe ist präziser. Wenn es sich um eine außerordentliche Kündigung handelt, muss der Kündigungsgrund detailliert dargelegt und gegebenenfalls durch Belege untermauert werden. Bei Störungen sollten beispielsweise Protokolle oder Beschwerdenummern angegeben werden.
Alle postalischen Kündigungen für 1und1-Verträge sind an folgende Adresse zu richten:
Diese Adresse ist die offizielle Kontaktadresse für alle schriftlichen Kündigungen und gewährleistet, dass das Schreiben die zuständige Abteilung erreicht. Es ist wichtig, diese Adresse exakt zu verwenden, um Verzögerungen zu vermeiden. Falsche oder unvollständige Adressen können dazu führen, dass die Kündigung nicht rechtzeitig zugestellt wird und die Kündigungsfrist verstreicht.
Der Versand sollte unbedingt als Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Diese Versandart kostet bei der Deutschen Post zusätzlich zum normalen Porto etwa 4,85 Euro, bietet aber entscheidende Vorteile. Der Rückschein dokumentiert nicht nur, dass das Schreiben zugestellt wurde, sondern auch wann und an wen die Zustellung erfolgte. Dieser Nachweis ist im Streitfall vor Gericht verwertbar.
Alternativ kann auch ein Einschreiben Einwurf gewählt werden, das etwas günstiger ist. Hierbei wird das Schreiben in den Briefkasten eingeworfen, und der Zusteller dokumentiert die Zustellung. Diese Variante ist ebenfalls rechtssicher, bietet aber keinen Nachweis über den Empfänger, sondern nur über den Zeitpunkt der Zustellung.
Für Kunden, die den Aufwand des postalischen Versands scheuen, gibt es moderne Lösungen. Dienste wie Postclic ermöglichen es, Kündigungsschreiben digital zu erstellen und als nachverfolgten Brief versenden zu lassen. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis und der professionellen Formatierung. Zudem erhält man einen digitalen Nachweis über den Versand, der ebenso rechtssicher ist wie ein traditionelles Einschreiben.
Solche Services übernehmen den gesamten Prozess: vom Druck des Schreibens über das Kuvertieren bis zum Versand per Einschreiben. Der Kunde muss lediglich die notwendigen Daten eingeben und erhält anschließend eine Bestätigung sowie einen Sendungsverfolgungsnachweis. Dies ist besonders praktisch für Menschen, die keine Zeit haben, zur Post zu gehen, oder die sicherstellen möchten, dass alle formalen Anforderungen erfüllt sind.
Nach dem Versand der Kündigung ist es wichtig, alle Nachweise sorgfältig aufzubewahren. Dazu gehören der Rückschein des Einschreibens, eine Kopie des Kündigungsschreibens sowie eventuelle Bestätigungen von 1und1. Diese Dokumente sollten mindestens bis zur endgültigen Vertragsbeendigung und der letzten Abrechnung aufbewahrt werden, besser noch darüber hinaus.
Falls 1und1 die Kündigung nicht bestätigt oder weiterhin Rechnungen stellt, sind diese Nachweise unverzichtbar. Sie dienen als Beweis dafür, dass die Kündigung fristgerecht eingereicht wurde. In Streitfällen können sie gegenüber dem Anbieter, der Verbraucherzentrale oder notfalls vor Gericht vorgelegt werden.
Die Gründe, warum Kunden ihren 1und1-Vertrag kündigen, sind vielfältig. Ein häufiger Grund sind die deutlich steigenden Kosten nach Ablauf der Rabattphase. Während die ersten 12 oder 24 Monate oft zu attraktiven Konditionen angeboten werden, erhöhen sich die monatlichen Gebühren danach erheblich. Viele Kunden empfinden diese Preissteigerungen als unangemessen und suchen nach günstigeren Alternativen.
Ein weiterer verbreiteter Kündigungsgrund sind technische Probleme. Kunden berichten von instabilen Verbindungen, geringeren Geschwindigkeiten als vertraglich zugesichert oder häufigen Ausfällen. Wenn solche Probleme trotz mehrfacher Beschwerden nicht behoben werden, entscheiden sich viele für einen Anbieterwechsel. Auch der Kundenservice wird gelegentlich kritisiert, insbesondere lange Wartezeiten und schwer erreichbare Hotlines führen zu Unzufriedenheit.
Die Erfahrungen von Kunden mit dem Kündigungsprozess bei 1und1 sind gemischt. Während einige von einer problemlosen Abwicklung berichten, klagen andere über Verzögerungen oder Versuche des Anbieters, die Kündigung hihinauszuzögern. Manche Kunden erhalten nach der Kündigung Rückgewinnungsangebote mit verbesserten Konditionen, was zeigt, dass Verhandlungsspielraum besteht.
Ein häufiges Problem ist die verspätete oder fehlende Kündigungsbestätigung. Kunden sollten daher nicht davon ausgehen, dass die Kündigung automatisch bearbeitet wird, sondern aktiv eine Bestätigung einfordern. Falls innerhalb von zwei Wochen nach Versand keine Bestätigung eingeht, empfiehlt es sich, telefonisch oder schriftlich nachzuhaken.
Wer seine Telefonnummer zu einem neuen Anbieter mitnehmen möchte, sollte dies rechtzeitig beantragen. Die Rufnummernmitnahme, auch Portierung genannt, muss in der Regel mindestens 30 Tage vor Vertragsende beim neuen Anbieter beantragt werden. 1und1 darf für die Freigabe der Rufnummer eine Gebühr von maximal 6,82 Euro verlangen.
Es ist wichtig, die Kündigung und die Rufnummernmitnahme zeitlich aufeinander abzustimmen. Die Rufnummer sollte erst zum tatsächlichen Vertragsende portiert werden, nicht früher. Andernfalls kann es zu einer Vertragsverlängerung oder zusätzlichen Kosten kommen. Der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Koordination mit 1und1, dennoch sollte man den Prozess überwachen.
Falls Router oder andere Hardware gemietet wurden, müssen diese nach Vertragsende zurückgegeben werden. 1und1 sendet in der Regel ein Rücksendeetikett zu, mit dem die Geräte kostenfrei zurückgeschickt werden können. Die Rückgabe sollte zeitnah erfolgen, da sonst Schadensersatzforderungen drohen können. Es empfiehlt sich, die Hardware versichert zu versenden und den Versandbeleg aufzubewahren.
Gekaufte Hardware muss nicht zurückgegeben werden und verbleibt beim Kunden. Es ist wichtig, bei Vertragsabschluss darauf zu achten, ob die Hardware gekauft oder gemietet wird, da dies Auswirkungen auf die Kündigungsabwicklung hat.
Ein häufiger Fehler ist es, die Kündigungsfrist zu verpassen. Viele Kunden gehen davon aus, dass ihr Vertrag nach 24 Monaten automatisch endet, übersehen aber die dreimonatige Kündigungsfrist bei Altverträgen. Wird diese Frist versäumt, verlängert sich der Vertrag automatisch um weitere 12 Monate zu den dann gültigen, meist höheren Preisen.
Um dies zu vermeiden, sollte man sich den Kündigungstermin rechtzeitig notieren oder einen Erinnerungsdienst nutzen. Einige Verbraucherportale bieten kostenlose Kündigungserinnerungen an, die rechtzeitig vor Fristablauf per E-Mail informieren. Diese präventive Maßnahme kann erhebliche Kosten sparen.
Nach der Kündigung erhalten Kunden eine Schlussrechnung, die alle bis zum Vertragsende angefallenen Kosten auflistet. Diese sollte sorgfältig geprüft werden, da gelegentlich fehlerhafte Positionen auftauchen. Besonders bei vorzeitigen Kündigungen können Restlaufzeiten oder Gerätekosten in Rechnung gestellt werden, die nicht immer berechtigt sind.
Falls die Schlussrechnung Positionen enthält, die nicht nachvollziehbar sind, sollte man schriftlich Widerspruch einlegen und eine detaillierte Aufschlüsselung fordern. Bei berechtigten Forderungen ist eine zügige Zahlung ratsam, um Mahngebühren oder negative Schufa-Einträge zu vermeiden. Bei unberechtigten Forderungen sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen.
Nach der Kündigung von 1und1 stehen zahlreiche alternative Anbieter zur Verfügung. Ein Vergleich der aktuellen Tarife lohnt sich, da die Preise und Leistungen stark variieren. Neben den großen Anbietern wie Telekom und Vodafone gibt es auch regionale Anbieter und kleinere Provider, die oft attraktive Konditionen bieten. Vergleichsportale helfen dabei, den passenden Tarif zu finden.
Beim Wechsel sollte man nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die tatsächlich verfügbare Geschwindigkeit am eigenen Standort, die Vertragsbedingungen und den Kundenservice. Erfahrungsberichte anderer Kunden können wertvolle Hinweise geben. Zudem sollte der Wechsel nahtlos geplant werden, um eine Unterbrechung der Internetversorgung zu vermeiden.
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Verfasst von Clara Schmitz
Postclic-Redakteurin · 3 Jahre Erfahrung
Redakteurin bei Postclic seit 3 Jahren — ich übersetze komplexe Verfahren des elektronischen Einschreibens in verständliches Deutsch.